Die Herren Fussballberater

20 10 2010

(Foto: dpa)

So schnell kann es gehen und so unterschiedlich können die Aussagen sein. FCB-Verteidiger Behrang Safari’s Vertrag läuft Ende Saison aus. Noch vor drei Tagen liess er sich in der BaZ verlauten „Mir gefällt es super beim FCB, ich würde gerne hier bleiben“. Heute posaunt Safari’s Berater Martin Dahlin in der BILD: „Behrang bleibt nicht in der Schweiz. Es gibt Angebote aus Deutschland, Spanien und England.“

Na dann. Gute Reise Herr Safari und schauen Sie, dass ihnen Dahlin immer schön den Weg des Geldes zeigt:-)





Die Causa Frei

13 10 2010

(Bild: G. Kefalas/Keystone; 20min.ch)

Alex Frei ist unzufrieden. Als kritischer Mensch, der sich im Fussballerleben alles hart erkämpfen musste, ist die aktuelle Situation für ihn keine schöne. Gestern Abend war sein Abgang von Pfiffen begleitet und das in jenem Stadion, wo er sonst Tor um Tor schiesst. Das gibt ihm und auch Ottmar Hitzfeld zu denken. Hitzfeld erkannte sofort, was sich im Innern des Kapitän in diesen Sekunden abspielte.

Soll Alex Frei nun zurücktreten, wie es in diversen Zeitungen bereits spekuliert wird? Ich denke ja. Ich hab dies an dieser Stelle schon mal im Rahmen des „Rücktritts“ von Marco Streller proklamiert. Wenn’s kein Spass mehr macht, dann soll man aufhören. Und es kann mir keiner weismachen wollen, Alex Frei macht es Spass. Frei ist aber auch jemand, der vor keiner Herausforderung davonläuft. Gerade deshalb ist er nun im Dilemma.

Für mich ist aber klar. Frei soll aus der Nati zurücktreten. Seine Verdienste sind unbestritten. Sein Rücktritt würde aber auch dafür sorgen, dass die Mitspieler in der Nationalmannschaft die Verantwortung nicht mehr auf den Kapitän abschieben können, nachdem dieser von gewissen Kreisen der Medien in den letzten Monaten systematisch als Auslöser und Grund für die schlechten Leistungen in der EM-Kampagne hingestellt wurde.

Ausserdem käme ein Rücktritt aus der Nationalmannschaft dem FC Basel zu Gute. Der sich noch lange über einen jeweils gut ausgeruhten und seelisch ausgeglichenen Alex Frei freuen könnte.

Man ist geneigt Alex Frei zuzurufen: Schlaf drüber und fäll die unausweichliche Entscheidung. Wirf den seelischen Ballast ab und schau in die Zukunft!





Fehler gleichen sich aus – Teil 8

4 10 2010

Ein ruhiges Fussballwochenende in Sachen Schiedsrichterfehlentscheidungen. Es bleibt alles beim Alten. Nun ist erstmal Meisterschaftspause, in drei Wochen geht es weiter. Und so präsentiert sich die von Schiedsrichterfehlentscheidungs- tabelle vor der Pause. Der Leader Luzern spielt zurzeit den erfolgreichsten Fussball, hat aber auch schon zweimal von Entscheidungen zu seinen Gunstern profitiert. Gleicht sich das bis Ende Jahr noch aus?

1. Luzern  +2

2. FCZ, GC, Bellinzona +1

3. Xamax, YB, St. Gallen, FCB 0

4. Sion – 1

5. Thun – 2





Anti-Offroader Initiative

29 09 2010

(An den Hummer gedacht und damit Hunderttausende Nicht-Hummer Fahrer getroffen.)

Die Schweiz wird sauber. So wünschen es sich die Initianten der „Anti-Offroader Initiative“. Da wir nicht Mitglied der EU sind, wird das auch gelingen, denn schliesslich macht der Feinstaub an der Grenze halt! Spass auf’s Velo (welche Analogie)! Seien wir ehrlich. Es scheint in der Politik nur etwas zu gehen, wenn man mit Verboten reagiert oder die Leute über den Geldbeutel zu einem anderen Verhalten zwingt. Das ist ein Fakt, dem wohl niemand – von rechts bis links – widersprechen mag. In diesem Sinne ist auch die Anti-Offroader Initiative folgerichtig. Dass diese von Personen getragen wird, die in einem urbanen Umfeld wohnen und sich deshalb den Luxus leisten können, Kind, Hund und alles andere im gut erschlossenen Nahverkehr zu transportieren, ist eine andere Geschichte.

Ich möchte auch gar nicht gross auf das Verbot einzelner Personenwagen eingehen. Alternativen gibt es immer. Grundsätzlich wäre es natürlich schöner, es gäbe europaweit Alternativen und wir Schweizer wären dann nicht die einzigen mit einer limitierten Auswahl an Fahrzeugen. Aber die Bewohner der DDR durften sich ja nichts kaufen, was aus dem Westen kam. Somit werden auch wir Schweizer uns an diesen „Neu-Kommunismus“ gewöhnen.

Viel schwerer wiegt die Tatsache, dass Fahrzeuge, welche vom Verbot betroffen sind und bereits in der Schweiz immatrikuliert sind, nur noch 100 km/h fahren dürfen. Dies ist meines Erachtens das grosse Übel dieser Initiative. Was gut gemeint ist (man will verhindern, dass Fahrzeuge im Ausland gekauft werden) ist nicht nur eine Beschneidung der eigenen Freiheit (im Zeitpunkt des Kaufes war das Fahrzeug nämlich gesetzeskonform), es geht auch ans Eingemachte. Das Schweizer Volk kann nämlich darüber entscheiden, ob ich von einem Tag auf den anderen ein wertloses Fahrzeug habe. Es ist also ein direkter Eingriff in meine Vermögensverhältnisse. Mein legal gekauftes Fahrzeug kann nicht mehr in der dafür bestimmten Weise verwendet werden und der Wiederverkaufswert sinkt massiv. Ganz abgesehen davon, dass eine ganze Industrie (Auto-Occasionshändler) in ihrer Existenz bedroht sind, weil sie auf wertlosem Bestand an Fahrzeugen sitzenbleiben.

Es ist in etwa so, wie wenn Sie ein 6-Zimmerhaus bauen und ihnen dann eine Initiative vorschreibt, dass Sie ab sofort nur noch vier dieser Zimmer nutzen dürfen. Die restlichen zwei werden blombiert und bleiben leer!

Da diese Initiative nur auf unsere Kleinland beschränkt ist, werden die ausländischen Autoproduzenten kaum genug Druck spüren, neue Modelle rasch genug zu entwickeln, damit gangbare Alternativen zur Verfügung stehen. Kommt hinzu, dass die Mehrzahl der angepeilten Fahrzeuge, darunter auch Sportwagen, die selten tagtäglich gefahren werden, der ausländischen Autoindustrie grosse Gewinne bringen. Diese fallen nun weg und die Industrie müssten wohl einfach die Preise für die sogenannten „normalen“ Fahrzeuge erhöhen, um doch noch was herauszuholen. Dies könnte dazu führen, dass die Hochpreisinsel Schweiz um ein weiteres Kapital reicher wäre und die Kaufkraft der Schweizer Bevölkerung strapaziert würde. Ist ja aber keine Problem, der Schweizer Wirtschaft und damit dem Schweizer Arbeitnehmer geht es ja blendend! (ACHTUNG: Zynismus)

So sympathisch der Titel „Für eine menschenfreundlichere Mobilität“ auch klingen mag, mein Rechtsverständnis wird dann strapaziert, wenn bereits erworbene Rechte wie im Falle der bereits immatrikulierten Fahrzeuge tangiert werden und damit auch meine persönliche Wirtschaftlichkeit. Hätte man sich doch nur auf ein Verbot für die Zukunft beschränkt unnd damit ein klares Signal gesetzt, aber bereits erworbenen Besitzstand nicht beschnitten.





FCB vs. FCB

28 09 2010

Das grosse Spiel naht und die Sportjournalisten nördlich des Rheines sind bestens über den FC Basel informiert und nach heute Abend werden Sie auch wissen, wer „Terati“ ist…





Fehler gleichen sich aus – Teil 7

27 09 2010

Das Fussballwochenende erhitzte wieder mal die Gemüter. Schiedsrichter Jérôme Laperrière stand in der Kritik. Seine Karten sassen locker oder er zückte wie im Fall von FCZ-Alphonse (Ohrfeige gegen FCB-Stocker) die falsche Farbe. Auf das eigentliche Spiel FCZ – FCB hatten seine Entscheidungen keinen Einfluss. Weil der FCB im nächsten Spiel aber auf zwei Spieler verzichten muss (zumindest einer der beiden Platzverweise war überflüssig) und der FCZ seinerseits Alphonse einsetzen kann, schlägt sich das trotzdem in der „Fehlerstatistik“ nieder.

In der Tabelle tauschen der FCB und der FCZ somit die Plätze.

1. Luzern  +2

2. FCZ, GC, Bellinzona +1

3. Xamax, YB, St. Gallen, FCB 0

4. Sion – 1

5. Thun – 2





Fehler gleichen sich aus – Teil 6

24 09 2010

In der abgeschlossenen Runde (ohne Luzern – FCZ) „glänzten“ für einmal die Spieler mit zum Teil katastrophalen Fehlern, die zu Toren führten. Um die Schiedsrichter blieb es ruhig. Deshalb ändert sich nichts an der Tabelle, welche zeigt, wer bisher am meisten von Schiedsrichterentscheidungen profitiert hat und wer darunter leidet.

Hier der aktuelle Stand:

1. Luzern  +2

2. FCB, GC, Bellinzona +1

3. Xamax, YB, St. Gallen, FCZ 0

4. Sion – 1

5. Thun – 2





Der falsche FC Basel

23 09 2010

„Never change a winning team“ – soweit die Theorie. FCB Trainer Thorsten Fink hat es nach dem diksussionslosen 5:0 gegen Mendrisio im Cup trotzdem gemacht und ist gescheitert. Die sogenannten A-Elf des FCB genügt zurzeit ihren Ansprüchen nicht und ist das Geld nicht wert. Dass Thorsten Fink gestern Abend dann vor versammelter Journalisten-Menge von einem „guten“ Spiel sprach, hängt wohl mit der Tatsache zusammen, dass er zusammen mit den Spielern einer der wenigen im Stadion war, welcher für diese 90 Minuten bezahlt wurde.

Eine Blindarmentzündung ist angenehmer, als dem FCB in dieser Verfassung zuzuschauen. Inkoom – Totalausfall, Abraham – Ungenügend, Safari -Solala, Cadgas – Genügend, Huggel – Durschschnitt, Yapi – Totalausfall, Stocker – Genügend, Frei – Durchgefallen. Nur Streller, Shaqiri und Costanzo zeigten eine halbwegs gute Leistung.

In dieser Verfassung wird die Champions-League zum Alptraum und die Meisterschaft zur Qual. Es ist endlich Zeit, dass jemande den Spieler kaltes Wasser ins Gesicht schüttet, den Hammer auspackt, den Lohn kürzt oder was auch immer. Aber ist ist Zeit AUFZUWACHEN!!





Fehler gleichen sich aus Teil 5

13 09 2010

In der letzten Runde musste nur Thun unter durch. Sie wurde von FIFA-Schiedsrichter Massimo Busacca benachteiligt und um ein Untenschieden gebracht. Für den FCZ bewahrheitet sich das „Fehler gleiche sich aus“. Er verlässt das Ende dieser Rangliste, während Aufsteiger Thun in Sachen Schiedsrichterentscheidungen weiter unten durch muss.

Hier der aktuelle Stand:

1. Luzern  +2

2. FCB, GC, Bellinzona +1

3. Xamax, YB, St. Gallen, FCZ 0

4. Sion – 1

5. Thun – 2





Integration anders rum

1 09 2010

Jose Mourinho hat Probleme mit Deutschen. Sie können kaum Spanisch und mit Englisch steht es auch nicht besser. Dies ist heute in diversen Onlinemeldungen nachzulesen. Grundsätzlich sei die Frage erlaubt, mit wem Mourinho keine Probleme hat, aber das ist eine andere und wohl viel kompliziertere Geschichte.

Kommen wir also zurück zum eigentlich Kern. Die beiden deutschen Nationalspieler Sami Khedira und Mesut Özil haben mit Glanz in den Augen und einem dicken Bankkonto vor ein paar Wochen zu Real Madrid gewechselt. Dies „weil der Trainer mich unbedingt wollte“, so beide unisono. Nun grundsätzlich stellt sich mir hier folgende Frage. Obwohl Fussballklubs mittlerweile Summen umsetzen, welche jedes KMU vor Blass erneiden lassen, sind sie offenbar noch nicht in der Lage, die Dossier ihrer Angestellten richtig zu beurteilen. Es wäre ein leichtes gewesen, die Sprachkenntnisse zu testen, zumal die beiden nicht gerade billig waren. Fussball scheint also doch keine Sprache zu sein, die alle verstehen.

Özil und Khedira sei ein Integrations-Crashkurs bei Günter Netzer zu empfehlen und Mourinho sollte sich Giovanni Trapatoni zu Gemüte führen. Den hat in München auch keiner verstanden und er ist deutscher Meister geworden.