Wieso der FCB nicht wegen des Schiedsrichters verloren hat

21 04 2014

Weil,

– Gaston Sauro mehr Vertrauen in seine Handarbeit als in Yann Sommers Qualitäten hat.

– ohne Streller offensiv nichts läuft.

– der durchschnittliche FCB Spieler zirka 900 Minuten mehr Fussball in  den Knochen hat, als ein FCZler.

– die FCZ Präsidenten Gattin mehr Mut beim Coiffeur zeigt, als Murat Yakin bei seiner Taktik.

– der FCZ heisser auf den Titel war.

– das Kosten/Nutzen-Verhältnis der Offensivtransfers beim FCB diese Saison schlechter ist, als beim FCZ.

– in Zürich bei einer Cupfinalfeier der öffentliche Verkehr nicht beeinträchtigt wird.

– der ZSC noch Bier von der Meisterfeier übrig hatte.

– der FCZ die Tore machte und nur das zählt.

– der FCB (wohl zurecht), seine Gedanken schon bei GC und der Meisterschaft hatte.

 

Advertisements




Die Super League und Europa

4 06 2013

In der abgelaufenden Saison hat der Spielkalender des FC Basel zu Tage gebracht, was ein Super League Verein leisten muss, um den Anschluss an Europa nicht zu verpassen. Keine Liga beginnt so früh und endet so spät wie die Schweizer Liga und das obwohl insgesamt nur zwei Meisterschaftsrunden mehr auf dem Programm stehen als in der Bundesliga. Da fragt man sich in der Tat, wieso das so ist. Mit dieser Frage wollen wir uns aber nicht länger herumschlagen, sondern vielmehr damit, was die Liga und ihre Klubs machen müssen, um trotz dieses engen Kalenders, den Anschluss an Europa nicht zu verpassen. Mit dem FCB, GC, dem FCZ, St. Gallen und Thun werden nicht weniger als fünf Teams (die halbe Liga!) nach der Sommerpause am europäischen Fussballgeschehen mitmischeln. Den Grundstein legte der FC Basel mit seinen europäischen Resultaten in den letzten Jahren. Nun ist es an der Zeit, dass die Klubverantwortlichen in der ganze Schweiz, sich höhere Ziele stecken. Das dies nicht vermessen ist, zeigen auch die Resultate der Schweizer Eishockey Nationalmannschaft an der letzten WM.

Es sollte endlich auch – speziell für die Klubs aus Zürich – zum guten Ton gehören, sich europäische beweisen zu wollen. Nur das bringt den Schweizer Fussball wirklich weiter. Bisher galt für viele Schweizer Klubs Woche für Woche nur eines: Dem FC Basel in der Meisterschaft ein Bein zu stellen. So waren die Spieler und Klubverantwortlichn wenigstens viermal in der Saison hochmotiviert. Was den heimischen Boulevard freute, wenn dies einmal gelang. Nun gilt es aber nach Europa zu schauen. Die Chance muss gepackt werden, damit künftig eine gesicherter Champions-League Platz zur Normalität wird. Wenn sich die Klubverantwortlichen aber auch diesen Sommer diesen Ambitionen nicht stellen wollen, dann werden europäische „Ausreisser“ wie jene des FCB allein dastehen und nur dazu führen, dass dieser sein Kader noch mehr verbreitern muss, um noch genügend Kraft für die eigentliche Meisterschaft zu haben. Ziel sollte es aber sein, die Breite der Qualität der gesamten Liga zu vergrössern.

Es ist zu hoffen, dass im zum Wohle des Schweizer Fussballs und der Liga ein Umdenken stattfindet und schlussendlich auch das nötige Glück erzwungen werden kann. Dann könnte man sich mit Klubs aus Frankreich, Spanien, Deutschland und England messen und würde nicht jedes Mal gegen einen Verein aus den Weiten des Ostens ausscheiden. Es reicht schon, wenn mit den ewigen Zweiten des BSC YB eine Mannschaft feststeht, welche 2013/2014 ein Ziel hat.: Dem FC Basel in vier Spielen ein Bein zu stellen.





Danke YB!

7 12 2012

Die Berner Young Boys haben in jüngerer Zeit mehr für den Schweizer Fussball getan als der FC Zürich. Wieso? Der FCZ konnte zwar in den 2000er Jahren die Dominanz des FC Basel einige Male brechen und den Schweizer Meistertitel erringen. International hat die Equipe aber nie wirklich Stricke zerrissen. Die Berner Young Boys träumen zwar immer noch von einem Titelgewinn in jüngerer Zeit und werden im Frühjahr auch international nicht mehr dabei sein. Ihre Punkte, welche sie dank Siegen gegen Udinese und die Retortenmannschaft aus Machatschkala errungen haben, sind für den UEFA-Koeffizient der Schweiz goldwert. Bereits jetzt ist sicher, dass die Swiss Football League wie im kommenden Jahr auch 2014 mit fünf Teams im Europacup vertreten sein wird, darunter zwei, die um die Teilnahme an der Champions-League spielen. Nicht schlecht für eine Liga mit gerade mal 10 Teams! YB hat für diese Leistung meinen Respekt!

Sollte der FCB  in der K.o.-Runde im nächsten Frühjahr mindestens ein Remis erreichen, kommt es aber noch besser. Dann würde die Schweiz auf Platz 13 vorrücken und der Schweizer Meister wäre 2014 höchstwahrscheinlich wieder einmal direkt für die Champions-League-Gruppenphase qualifiziert.





Dangge Franco – Dangge FCB

26 05 2011

(Bild: Keystone)

Bis zum 16. Juli 2011. Wir sind dann mal weg….und Gratulation dem FCZ zum Vize-Meistertitel und viel Glück in der Champions-League Qualifikation.





„The call it a classic!“ FCB vs. FCZ

5 03 2011

Am Sonntag ist es wieder einmal soweit. Die Erzrivalen stehen sich gegenüber. Thorsten Fink und der FCB sollen sich nach der Cupniederlage ein Beispiel an Dortmund nehmen. Die Meisteschaft vor Augen und im Cupfinal steht der Erzrivale aus Schalke gegen einen Unterklassigen.

So könnte es auch in der Schweiz laufen. Hesch ghört gönnt dem FC Zürich den Cuptitel (auch wenn er in Basel geholt werden sollte). Dafür gewinnen wir die Meisterschaft und am Sonntag das Spiel.





Eine Schande für den Fussball

23 11 2009

Eines Tages musste es ja soweit kommen. Nach den Randalen im FCZ-Fansektor am vergangenen Freitag zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich greift der Schweizer Meister hart durch. Ab sofort werden keine Auswärtstickets mehr verkauft und bei Hochrisikospielen (und dazu dürften dann auch Spiele des FCB im Letzigrund zählen) bleiben die Gästesektoren leer.

Die Massnahme ist irgendwie einleuchtend, doch leider hilft sie nicht, das gesellschaftliche Problem zu lösen. Die Randalen werden sich auf ausserhalb des Stadions verlagern. Damit sind die Fussballvereine vorerst aus dem Schneider. Trotzdem: das Problem an sich ist nicht gelöst. Bevor man dieses lösen kann, müssten man zuerst Ursachenforschung betreiben.

Aber hier fängt es schon an. Wieso gibt es Woche für Woche unnötige und völlig sinnlose Gewalt rund um Schweizer Sportstadien? Wieso werden Unbeteiligte in Schweizer Städten Woche für Woche Opfer von Angriffen von nach Gewalt dürstenden Jugendlichen? Die Antworten wissen die Täter selbst oft nicht, weshalb kurzfristige und nachhaltige Lösungen schwer zu finden sind.

„Muss es erst Tote geben“, ist eine viel zitierte Mahnung bei solchen Auswüchsen, aber die Vergangenheit hat gezeigt, dass auch dies selten hilft. Die Gesellschaft ist zurzeit machtlos. Leider! Das soll aber nicht heissen, dass wir untätig bleiben. Es braucht unpopuläre Entscheidungen, denn die Vorfälle haben eines bewiesen. Die Fans selbst haben ihre schwarzen Schafe nicht mehr im Griff.





Machen Strafen Sinn?

8 07 2009

16437

(Die Fans bleiben draussen: Geisterspiele in der Super League. Foto: amade.ch)

Juristen und Pädagogen diskutieren das Thema seit Jahren. Machen Strafen Sinn? Wie hart oder weich müssen sie sein? Die aktuelle Strafe gegen den FCZ und den FCB, wonach beide Klubs in der bald startenden Meisterschaft ein Geisterspiel auszutragen haben, bringt die Diskussion nun auch im Sportbereich aufs Parkett.

Nun, Strafrechtler sagen schon lange. Nicht die Härte der Strafe ist entscheidend, sondern das Abwägen zwischen der Härte der Strafe und der Chance erwischt zu werden. Eines vorneweg: in Schweizer Stadien ist die Chance erwischt zu werden relativ klein, zumindest bisher. Deshalb ist auch die Aussage im Kommentar in der Basler Zeitung von 7. Juli zumindest nachvollziehbar: „Hat eine Strafe keinen Anspruch darauf, dass aus ihr gelernt werden kann, hilft sie in der Sache nicht weiter.“ Gleichzeitig stellt sich hier aber eine grundsätzliche Frage. Welchen Sinn hat die Strafe. Soll sie wie das Wort sagt, einen „Bestrafung“ für eine Verfehlung sein, oder soll sie erzieherischen Anspruch haben. In einer vollkommenen Welt sicherlich auch das zweite, nur ist dies in unserer Gesellschaft illusorisch.

Laut Bundesamt für Statistik ist die Rückfallquote von Straffälligen Personen in den Jahren 1987 bis 2003 zwar von 30% auf 22% zurückgegangen, allerdings ist diese höher bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Interessant auch, dass die Chance eines Rückfalls in Kantonen mit härteren Strafen nicht häufiger ist. Was lernen wir daraus für den Sport?

  1. Die Härte der Strafe hat kaum einen Einfluss.
  2. Die erzieherische Funktion der Strafe wirkt immerhin bei knapp drei Viertel der Täter.
  3. Jugendliche und junge Erwachsene werden häufiger rückfällig (und zu dieser Gruppe zählen sich die Problemfälle in den Schweizer Stadien)

Was also tun? Helfen Stadiensperren um das Problem zu lösen? Sicherlich nicht, hier gebe ich der BaZ recht, auch wenn das Problem nicht darin liegt, dass die Strafe keinen Lerneffekt hat, sondern schlicht darin, dass die eigentlichen Täter gar nicht erwischt werden und damit auch nicht selektiv bestraft werden können. „Bestraft“ werden nämlich die Nicht-Täter.

FCZ Sportchef Fredy Bickel würde es laut BaZ vom 8.7.2009 begrüssen, Teile der Matcheinnahmen in einen Fonds zu bezahlen und damit die Gewaltprävention zu fördern. Sicherlich ein guter Ansatzpunkt, allerdings können sich die Klubs nicht einfach mit Geld „freikaufen“ und dann die Lösung des Problems der Gesellschaft alleine überlassen. Auch wenn das Gewaltproblem kein eigentliches Problem des Fussballs ist.

Ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Ist die Gesellschaft oder der Fussball das Problem? Wer löst es? Schlussendlich können nur die Fanarbeit und die vielzitierte „Selbstkontrolle“ innerhalb der Fanreihen mithelfen, die Probleme zu lösen. Aber auch hier gilt: es braucht couragierte Fans, die das Heft in die Hand nehmen, womit wir wieder bei einem gesellschaftliche Phänomen wären: der Zivilcourage.

Eines ist klar. Irgendwann läuft sich die Spirale tot und es kommt zum Unglück. Soweit darf es nicht kommen. Deshalb sind Taten gefordert, hinter denen sich weder Klubs, noch Fans, noch der Verband, noch die Gesellschaft verstecken können. Stadionsperren gehören definitiv nicht dazu. Denn es ist eine Strafe, die in keinem Fall zur Lösung beiträgt. Dafür ist sie zu einfach und zu schnell ausgesprochen.