Spanien als würdiger Nachfolger von Italien

12 07 2010

(Bild: Getty Images)

Es gibt eine alte Fussballerweisheit bei Turnieren. Du darfst das erste Spiel verlieren, aber nicht das letzte. Zweiteres ist Holland passiert und damit ist Spanien Weltmeister. Die Iberer haben es sich verdient und sind ein würdiger Nachfolger von Italien. Sie waren die Mannschaft mit der grössten Ballsicherheit, den besten Technikern und im entscheidenden Moment jene, mit der besten Taktik. Die italienischen 1:0 reichten in der KO-Phase, um die grössten Widersacher aus dem Weg zu räumen. Holland muss weiter auf einen Triumph warten.

Spanien ist aber schlussendlich auch der logischte Sieger, schaut man sich die Resultate der letzten zwei Jahren an. Kraken-Paul hat ebenfalls recht getippt und die Leser dieses Blogs wissen schon seit dem 13. Januar diesen Jahres, dass Spanien Weltmeiter wird.

Felicidas!

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Keine Chance gegen Puyol und Kraken-Paul

8 07 2010

Eigentlich war es abzusehen, die Niederlage der jungen deutschen Mannschaft gegen Spanien. Denn einer wusste es schon vorher. Kraken-Paul hat bisher alle Spiele der deutschen Mannschaft richtig getippt. Kein Wunder war die Wut auf Paul im Vorfeld gross (Bild-Zeitung). Erboste Fans wollen ihn schon zu Tintenfisch-Salat verarbeiten. Nachdem Puyol gestern den Siegestreffer geschossen hat und Deutschland ausgeschieden ist, hat Kraken-Paul wieder Ruhe. Er hatte recht und damit viele Experten überrascht. Vielleicht sollten wir mehr auf den Instinkt von Tieren hören. Schliesslich sind Affen ja auch die besseren Börsenanalysten und“ outperformen“ bei der Auswahl von Aktien die Experten immer wieder.





Public-Viewing oder der Traum vom grossen Geld

28 06 2010

Die Betreiber der Public-Viewing Anlage im Schänzli in Muttenz sind ratlos. Gemäss der Basler Zeitung von heute, ist der Platz vor dem grössten LED-Bildsschirm Europas (Eigenwerbung, nicht nachgeprüft) meist leer. Woran liegt es? Die Rahmenbedingungen würden doch stimmen? Auch in Deutschland sind die Fanmeilen rappelvoll. Nun, die Ratlosigkeit scheint ziemlich naiv, war das Projekt doch von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Und ich kann euch auch sagen wieso.

  1. Die Lage: Nahe bei der Stadt ist halt nicht in der Stadt! Es müsste jedem klar sein, dass Herr und Frau Basler ihre Feste IN der Stadt zu feiern pflegen. Das ist eine Tatsache. Der Barfi oder der Marktplatz wären hier ideal gewesen (aber natürlich gäbe es dafür nur schwer Bewilligungen).
  2. Die Schweizer Nati: Wir sind eine Fussballstadt aber keine Fussballnation. Der Erfolg gegen Spanien kam überraschend und eigentlich war nicht damit zu rechnen, dass die Schweiz länger für drei Spiele in Südafrika ist.  Das ist in Deutschland anders, dort herrscht quasi Planungssicherheit bei Betreibern von Fanmeilen.
  3. Die WM ist in Südafrika!: Mit anderen Worten, es kommen keine Spontanfans aus anderen Ländern vorbei und gehen mal kurz in eine Public-Viewing Anlage. WM-Euphorie in der Stadt gibt es so nicht. Ist und war eigentlich schon im Vorfeld logisch.
  4. Kleinigkeiten: Dass ausgerechnet an den ersten Wochenenden Regen und kaltes Wetter den Umsatz vermieste, war unglücklich, aber mit schlechtem Wetter muss man rechnen. Ausserdem kommt es keinem in den Sinn, zwei oder dreimal pro Woche für ein Public-Viewing ins Schänzli zu gehen und dabei schon fast 50.- nur für den Eintrittspreis liegen zu lassen. Auch ist die Dimensionierung völlig falsch. Stimmung kommt in der Anlage nur auf, wenn sich Tausenden versammeln. Da die Anlage aber meist leer und stimmungslos ist, zieht das auch keine Kurzentschlossenen an. 

Wir wollen ja nicht besserwisserisch sein und Privatunternehmern ihren nicht erreichten Erfolg vorhalten. Aber wenn private Investoren mit solcher Naivität und Blauäugigkeit eine Idee verfolgen, dann ist das wie Lotto spielen und hat mit Geschäftssinn nichts zu tun. Und mit Lotto spielen ist das halt so eine Sache: in den meisten Fällen verliert man.

Übrigens: Noch bleiben zwei Wochen WM. Platz genug hat es im Schänzli: http://www.public-viewing-basel.ch/





Wimbledon over FIFA Worldcup

24 06 2010

Ich gebe es zu. Die Fernbedienung war gestern Abend mein ständiger Begleiter und ich hab das Tor von Özil gegen Ghana verpasst. Eigentlich hab ich kaum was vom Spiel gesehen, da ich ständig auf BBC 2 war um dem Jahrhunderereignis schlechthin zuzuschauen: John Isner vs. Nicolas Mahut. Was die beiden gestern (und vorgestern) ablieferten war nicht zu toppen. Jetzt hab ich eigentlich heute nur ein Problem, falls die beiden tatsächlich wieder um 16.30 Uhr auf dem Court No. 18 stehen, der künftig sicher Isner/Mahut Court heissen wird. Auf Wilmaa Schweiz gibt es kein BBC, hingegen eine Menge Sender die Fussball bringen. Wie lanngweilig.





Wir sind Schweiz!

16 06 2010

(Fotoquelle: Blickonline – Keystone)

Die WM ist definitiv in der Schweiz angekommen. Das auf dem Papier vermeintlich schwerste Spiel liegt hinter uns. Niemand der uns auf die Schultern klopft und sagt: „Schade, aber ihr habt gut gespielt“. Kein mitleidiges: „Wir hatten Respekt vor der Schweiz. Sie haben gute Spieler, aber meine Mannschaft hat dies gelöst“. NEIN! Für einmal heisst der Sieger Schweiz!

Nach 105 Jahren haben WIR die Spanier in eine Spiel besiegt. SUIZA EXISTA! YES! Wir sind Schweiz! Und genau das hat den Spaniern heute gefehlt. Sie waren gute Einzelspieler, aber sie waren nicht Spanien und schon gar nicht Schweiz!