Ein Transfercoup für Xamax?

3 08 2011

Der Blick spricht von einem Coup. Haris Seferovic, U-17 Weltermeister und Fiorentina Reservist, wechselt zu Xamax. Wahrscheinlich musste der Blick mal wieder etwas Nettes über den Xamax-Boss schreiben. Seferovic hat keine Spielpraxis und gerade mal drei Superleague-Spiele bei GC auf seiner Guthabenseiten. Sicherlich ist es für die Zukunft des Schweizer Fussball toll, wenn ein solches Talent nun Spielpraxis erhält (der Schritt ins Ausland kam eh zu früh), von einem Transfercoup zu reden,  wäre aber verfrüht. Das Beispiel Ben Kahlifa bei YB zeigt, dass auch Talente nicht sofort einschlagen.





Mit Xamax im Fussballtheater

25 07 2011

Was zurzeit am Neuenburgersee abgeht, muss selbst bei jenen, welche sonst keine Verbindungen zu Neuenburg haben, Mitleid erregen. Ein Mann macht einen Klub zur Witzfigur. Zwei Spiele, zwei Niederlagen: kein aussergeöhnlicher Start, wenn man bedenkt, dass eines der Spiele gegen den amtierenden Meister und auf dessen Terrain eingefahren wurde. Die Reaktion des Xamax-Besitzers ist deshalb völlig unverständlich. Wenn das so weitergeht, wird Xamax bis Herbst keine Spieler mehr haben und die Ereignisse am Neuenburgersee, werden selbst Christian Constantin’s Gebahren in den Schatten stellen.





Die Weiten des Alls sind grenzenlos

21 07 2011

1966 flimmerte die erste Folge von Star Trek über den Bildschirm. Die Weiten des Alls erobern das Wohnzimmer und jeder glaubt an Science-Fiction. 1969 landet Neil Armstrong auf dem Mond. Immer noch ein wenig unwahr, aber man glaubte, den Reisen des Space Ship Entreprise und seiner Besatzung ein Stück näher gekommen zu sein.

1981 begann mit der Raumfähre Columbia das „Reisen in die Weiten des Alls“-Programm der NASA. Heute, nach dreissig Jahren, landete die letzte Raumfähre. Nun geht es ins Museum. Dort stehen auch die Raumanzüge von Captain Kirk und Spock. Die Weiten des Alls sind auch nach Jahrzehnten bemannter Raumfahrt immer noch grenzenlos. Aber immerhin wissen wir jetzt, wir sind nicht alleine und die Erde ist nicht der Mittelpunkt des Universums…





Lauer Start in die Super-League Saison

18 07 2011

Der Start in die Super-League Saison war ok, angesichts des Hypes im Vorfeld aber eher lau. Kein Wunder nutzen die Politiker das Sommerloch bereits für den Wahlkampf und ihren Kampf gegen den Hooliganismus, selbst wenn es am Wochenende trotz der Affiche YB- FCB ruhig blieb.

Überhaupt zeigt des Spitzenspiel, dass der Start in die Saison erstmal verhalten anlief. YB war zwar zwingender als der FCB, aber bot keinesfalls ein Offensive-Juhee. Der FCB kommt erst langsam in die Gänge und nur Yann Sommer machte bereits im ersten Spiel als neuen Nummer 1 die alte 1 (Franco Costanzo) vergessen.

Das Tourbillon wird auch 2011 eine schwer einnehmbare Festung sein (nicht nur für den FCZ). Die Champions-League und Meisterschaftsambitionen der Westschweizer Klubs Xamax und Servetter waren zumindest am Wochenende noch nicht zu sehen und auch sonst verlief alles ziemlich unaufgeregt und „normal“.

Der Sommer ist zwar Wettermässig eine tolle Zeit, um Fussball zu spielen, aber stimmungsmässig muss der Start in die neue Saison erstmal anlaufen.





Die Spannung auf die Fussballsaison wird aufgebaut – Uhhh

13 07 2011

Natürlich kann ich nicht versprechen, dass ich bleibe. Das ist im Fussball immer schwierig. Aber ich bin jetzt beim FCB, habe einen Vertrag (bis 2014) und fühle mich wohl hier.

Mit diesem Satz wird Xherdan Shaqiri heute im Blick zitiert und natürlich heisst es aus Zürich sofort, dass der Jungstar sich auch schon klarer zum FCB bekennt hätte. Shaqiri also auf dem Absprung? Sicher nicht. Aber es ist legitim nun die Spannung auf die Saison anzuheizen, schliesslich mag noch nicht richtig Stimmung aufkommen. Wenn Shaq dann aufgrund der U-21 WM am Samstag geschont wird, heisst es sicher bald: „Shaq unzufrieden“.

Aber nur ruhig bleiben. Solang nicht Arsenal, ManU oder die Bayern anrufen und 10 Mio. auf den Tisch legen, spielt Shaqiri diesen Herbst erstmal Champions-League mit den FCB. Alles andere steht in den Sternen. Denn in einem hat Shaqiri recht, was kann man heute schon versprechen.





Schon wieder Fussball!

12 07 2011

Die U-21 EM ist Geschichte, die WM der Frauen läuft noch und am Samstag geht bereits wieder die Schweizer Fussballmeisterschaft los. Obwohl das Wetter nach Fussball schreit, mag noch nicht richtig Stimmung aufkommen. Die Medien versuchen zwar Stimmung zu machen und es gäbe einige Themen.

Christan Gross ist zurück in der Super-League und man fragt sich, wie das Duell mit seinem Nachfolger in Basel wohl ausgehen wird.

Luzern und Thun haben neue Stadien, werden aber vor allem im Falle von Thun bei Spielen des FC Basels wohl restlos an ihre Kapazitätsgrenzen kommen.

Sion will wieder mal Meister werden und Constantin kauft tüchtig ein.

Servette und Lausanne bereichern neu die Super League.

Xamax will mit tschetschenischem Geld in die Champions-League.

Der FC Basel ist dort schon angelangt und es ist zu hoffe, Zürich schafft den Sprung über die Quali.

und, und und.

Aber ehrlich. Richtig Stimmung kommt trotzdem noch nicht auf. Das Überangebot an Sporthöhepunkten ist einfach zu gross. Warten wir also ab, vielleicht zündet die Stimmungskanone dann am Samstag im Stade de Suisse.





Tami nach London

27 06 2011

Zum dritten Mal in der Geschichte des Landes hat sich die Schweiz für das Fussballturnier an den olympischen Spielen qualifiziert. Obwohl die olympischen Sommerspiele 2012 mitten in den laufenden Meisterschaftsbetrieb fallen werden, ist die Veranstaltung keine Grümpelturnier. Vor drei Jahren holte sich keiner geringerer als Lionel Messi mit Argentinien den Olypmiatitel.

Kein Wunder wird nun auch darüber diskutiert, ob anstelle von U-21 Trainer Pier-Luigi Tami nun Ottmar Hitzfeld das Coaching der Olympia-Equipe übernehmen soll. Dies ist klar zu verneinen! Der Verband muss nun früh und in aller Deutlichkeit ein Zeichen setzen und diesen Job an Pier-Luigi Tami vergeben. Er hat sich die Qualifikation mit seiner Equipe erkämpft und er soll den Job auch kriegen.

Es kann nicht sein, dass die Schweiz „nur“ Spieler fördert, dem Trainernachwuchs aber die Brosamen hinwirft. Tami muss und soll die Gelegenheit erhalten, sich an einem grossen internationalen Turnier zu bestätigen.





Der Aargau

27 06 2011

In den letzten Wochen ist die Thematik des Lobbying für die
Region Nordwestschweiz in vielen Mündern. Dabei fokussieren sich die
Vernachlässigten vor allem auf die Betrachtungsweise der beiden Basel.
Verschiedene Kommentatoren attestieren dem Aargau dabei, dass er
Zürich-orientiert sei. Dies bringt mich auf den Plan, einen Versuch zu starten,
um dem Rest der Schweiz den Aargau zu erklären.

Der Kanton Aargau zählt mit seinen über 1400 Quadratkilometer
Fläche zu den grössten Kantonen in der Schweiz. Die beiden Basel sind zusammen fast 2,5-mal kleiner. Die riesige Kantonsfläche wird durch den Jura geografisch in einzelne Teile zerstückelt. Diese geografischen Hindernisse machen eine eigene Identität sehr schwer. Kein Wunder wird der Aargau missverstanden, wenn er sich manchmal selbst kaum versteht.

Der Aargau lässt sich grob in verschiedene Regionen einteilen. Das Fricktal, die Region Baden, das Freiamt, die Region Aarau sowie die Region Zofingen. Geografisch sind diesen Regionen die Nähe zu verschiedenen
Kantonen gemein. Das Fricktal tendiert Richtung Basel, Baden Richtung Zürich,
das Freiamt Richtung Luzern/Zug, Zofingen mit Abstrichen Richtung Solothurn und in der Mitte liegt das Zentrum um Aarau. Dies allein zeigt schon, wie oberflächlich die Aussage ist, der Kanton Aargau sei Zürich-orientiert.

Konzentrieren wir uns aber einmal auf das Fricktal. Eine Region, welche Flächenmässig etwas mehr als die Hälfte des Kantons Baselland ausmacht. Seit über 20 Jahren ist das Fricktal Basel orientiert. Als die Autobahn in Frick zu Ende war und sich die Kolonnen über den Bözberg Richtung Brugg wanden, war es eher das untere Fricktal, seit der Öffnung des Bözbergtunnels und dem Ausbau des öffentlichen Bahnverkehrs schielt aber auch das obere Fricktal vermehrt nach Basel. Das Gymnasium Muttenz gilt seit Jahren als Gymnasium der Fricktaler, da der Bezirk über kein eigenes Gymnasium verfügt und der Weg über den Berg nach Aarau zu mühsam scheint. Aber auch die Basler Gymnasien wurden mit dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs immer attraktiver. Die Region oder der Kanton Nordwestschweiz ist in diesen Köpfen seit jung auf ein Thema, da die Ausbildung kantonsunabhängig stattfindet und damit auch das soziale Leben.

Was für das Fricktal gilt, lässt sich auch auf die anderen Regionen ableiten. Kurzum, der Aargau ist ein breit gefächerter Kanton, welcher sich nicht einfach einordnen lässt. DEN Aargauer als solches gibt es kaum (mehr), weshalb es meines Erachtens zu kurz greift, den Aargau als Zürich-bezogen zu betiteln. Das mag für gewissen Themen und Region gelten, aber nicht pauschal. Man könnte also auch genauso gut sagen, der Aargau ist eher Basel-lastig, Solothurn-lastig, Luzern-lastig. Aber was wäre genauso falsch.

Der Aargau ist aber auf jeden Fall ein selbstbewusster Kanton geprägt durch Regionen mit einer eigenen Persönlichkeit und durchaus auch politischer Vielfalt. So nun wäre dies Lanze auch gebrochen!





Was würden wir ohne den Blick machen?

22 06 2011

Sommerzeit ist Transferzeit ist Gerüchtezeit im Fussball. Kein Wunder will jeder den Hammertransfer und das heisseste Gerücht als Erster verkünden. Grundsätzlich unter Primeurzwang steht der Blick. So ist denn heute auch zu lesen

22. Juni, 10.20 Uhr
Blick.ch weiss exklusiv: Der FC Basel verstärkt sich mit zwei Koreanern! Vom japanischen Verein Jubilo Iwata kommt der Linksverteidiger Südkoreaner Park Joo-Ho (24). Und von Challenge-League-Verein FC Wil kommt der Stürmer Pak Kwang Ryong (18).

Toll. Dumm nur, dass dies heute schon in de gedruckten Ausgabe der Basler Zeitung steht und südkoreanische Medien melden es schon lange definitiv. Aber gut zu wissen, dass es der Blick auch exklusiv weiss.





Holt sich der König von Wimbledon den Titel zurück?

17 06 2011

Roger Federer kann dieses Jahr in Wimbledon vieles besser machen. 2010 waren die Viertelfinals gegen den späteren Finalverlierer Tomas Berdych das höchste der Gefühle. Mit sechs Titeln gehört er bereits zu den Wimbledon-Legenden und noch fehlt ihm ein Titel um mit Rekordhalter Pete Sampras gleichzuziehen.

Federer kommt entgegen, dass er bereits alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt (ausser einen Einzeltitel bei Olympia) und dieses Jahr andere im Fokus stehen. Die Nummer 1 Rafael Nadal, der Seriensieger des Jahres Novak Djokovic und natürlich Andy Murray, welche die Briten wie jedes Jahr vom ersten Britischen Titelhalter seit 1936 (Fred Perry) träumen lässt. Aber wahrscheinlich wird Murray wie jedes Jahr nur durch sein Trikotsponsoring mit Fred Perry an die gute alte Zeit erinnern. Den Titel wird er auch dieses Jahr nicht holen.

Die erste Runde ist wie immer bei Grand Slams die eigentliche Knacknuss. Mit dem Kasachen Mikhail Kukushkin (ATP Nr. 60) hat Federer aber eine machbare Aufgabe erhalten. Schade ist, dass im Halbfinals bereits Djokovic warten könnte. Aber warten wir es ab. Bis dahin müssen beide knapp zwei Wochen konstantes Tennis bieten. Wimbledon, es ist angerichtet.