Nachgetreten: Die Durchhalteparolen

16 02 2009

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(Bild: flickr.com)

Glauben Sie mir, nichts liegt mir ferner, als dem FCB Miss-Erfolg zu wünschen. Ich gehöre nämlich in die Kategorie „Ja, eine FCB-Niederlage kann mir die Stimmung versauen“ und manchmal sogar ein Unentschieden wie gestern gegen die Grasshoppers. Was mich allerdings noch wütender macht, sind die ständigen Durchhalteparolen. Ja, ich weiss, dass Leben als Fussballprofi ist nicht einfach und nach dem Spiel eine gescheite Analyse zu machen, ist noch weit schwerer.

Aber langsam glaube ich, dass die Aussagen auch von der eigenen Leistung ablenken sollen. Beispiele gefällig.

„Diese Niederlage ist nicht so schlimm, wir haben ja noch 17 Spiele vor uns“. – Reto Zanni nach der 2:3 Niederlage gegen die Berner Young Boys am 7. Februar 2008.

„Jetzt müssen wir gegen GC und den FCZ gewinnen“. – Marco Streller nach der 2:3 Niederlage gegen die Berner Young Boys am 7. Februar 2008.

Wir können es immer noch aus eigener Kraft schaffen, Meister zu werden.“ – Marco Streller, nachdem der FCZ gegen GC am 8. Februar 2009 nur ein 2:2 erreichte.

„Jetzt müssen wir gegen den FCZ gewinnen. Ohne Wenn und Aber. – Marco Streller nach dem 0:0 gegen die Grasshoppers.

„Wir müssen auch das positive sehen, wir haben kein Tor erhalten.“ – Benjamin Huggel nach dem 0:0 gegen die Grasshoppers.

Nun, Durchalteparolen können was Gutes sein. Sie können dem Fan das Vertrauen in die Mannschaft vermitteln. Zum Bummerang werden diese nur, wenn die Spieler beginnen zu glauben, was sie erzählen. Dann nämlich liegt der Verdacht nahe, dass sie den Ernst der Lage nicht wirklich erkannt haben. Noch ist es aber nicht soweit und wir können immer noch auf das nächste Spiel gegen den FCZ hoffen.

Wenn die Spieler dann anschliessend nur nicht zu Protokoll geben: “ Meister wird, wer am Ende oben steht und noch ist rechnerisch alles möglich.“ Eine weitere sehr beliebte Durchhalteparole, um eigentlich nichts anders zu sagen wie: Es ist alles verloren, wir haben es vergeigt!





Fällt denen nichts Neues ein

7 02 2009

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(Bild: fraub.ch)

Heute fängt die Schweizer Fussballmeisterschaft wieder an. Noch nie empfand ich den Start in eine neue Saison so uninspiriert. Gähn! Zum gefühlten 250-igsten Male beginnt eine Meisterschaftshälfte mit dem Spiel YB-FCB. Ehrlich: das ist Langeweile pur und wohl nur die Herren beim Schweizerischen Fussballverband finden das toll. Ich als Fan finde das einfach nur langweilig.

Es ist nur zu hoffen, dass die Langeweile heute abend irgendwann beim Spiel vergeht, damit man sich wieder auf Fussball konzentrieren kann. Bis zu jenem Zeitpunkt, an welchem der Fussballverband wieder mal mit einer Super-Idee den natürlichen Laufe der Meisterschaft beeinflusst. Zum Beispiel mit einem Cup-Final am Tag der UEFA-Cup Finals….





Der FCZ gefällt sich in der Rolle des Underdog

1 02 2009

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(So sieht sich der FCZ am liebsten: als Underdog.)

Der FCZ hat in den letzten drei Jahren dem FCB zweimal die Butter vom Brot genommen. Er führt die Meisterschaft auch jetzt, knapp eine Woche vor Rückrundenstart, mit vier Punkte Vorsprung an. Doch was macht den „Z“ so stark und wieso scheiterte der FCB in den letzten Jahren am Rivalen aus der Limmatstadt?

Keine Frage: der FCZ spielt konsequent die Rolle des Underdog. Fredy Bickel lässt keine Gelegenheit aus, den Medien vorzubeten, dass sein Klub mindestens 20 Mio. CHF weniger zur Verfügung hat, als der FCB. Wer’s glaubt wir seelig! Der FCZ hat sicher mehr als 20 Mio. CHF zur Verfügung, während die Zahlen des FCB konstant überbetont werden. Ganz nebenbei ist der FCB in Sachen Finanzen der transparenteste Klub schweizweit.

Aber zurück zum Underdog-Komplex. Auf was die FCZ-Oberen anspielen ist ganz einfach. Je länger sie sich kleinreden, desto mehr steht der FCB und sein mittlerweile klarer Anspruch nach der Krone unter Druck. Die Zürcher Medien tragen das ihrige dazu bei und schon kann der „Z“ aus der Rolle des „Kleinen“ heraus befreit aufspielen. Dies zeigt sich insbesondere in den Spielen gegen vermeintlich kleine Klubs. Die sehen im Spiel gegen den FCB das „Spiel des Jahres“, in welchem man nochmals 150 Prozent auspackt, während Partien gegen den FCZ nicht denselben Reiz haben.

Aber man kann es drehen und wenden wie man will. Der FCZ mag schlussendlich nicht ganz die finanziellen Möglichkeiten eines FCB haben, aber er gehört zu den Reichen und Grossen. Solange diese Rolle aber dem FCB zukommt, solange steht er doppelt unter Druck. Dies zeigt sich auch auf dem Transfermarkt, wo ein Spieler gleich mal ein wenig teurer wird, wenn er mit dem FCB in Verhandlungen steht, als wie wenn der FCZ an ihm interessiert ist.

Vielleicht sollte Christian Gross und der FCB den Spiess einfach mal umdrehen und ebenfalls in die psychologische Trickkiste greifen: Schickt den Zürcher zum Saisonstart doch eine Glückwunschkarte: Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft 2009! Das wäre mal was, das würde die Jungs vom Kreis 4 unter Druck setzen. Aber eben, dazu ist der FCB und sein ganzes Umfeld viel zu ehrgeizig. Nun, dann muss er es halt wiedermal auf dem Feld probieren und einfach auf Durchzug schalten, wenn die Chefs des FCZ sich wieder mal als Underdog sehen.





Wer verbietet eigentlich Rafael Nadal?

1 02 2009

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(Schlimmer als jede Boni-Zahlung: Wer stoppt nur diesen Rafael Nadal?)

Nun sind wieder in aller Munde: die Boni. Alle regen sich darüber auf und jeder will dagegen ankämpfen. Doch wer kümmert sich um Rafael Nadal? Auch er sollte verboten werden, stürzt der doch die „Schweizer Bank“ Roger Federer vom Tennisthron und lässt seither dem Baselbieter in keinem Finale mehr eine Chance. Die Bälle, welcher der Spanier zurückbringt, sind nicht mehr normal und mit den starken Leistungen hervorragender Spieler nicht zu vergleichen. Rafael Nadal steht für Depression! Er stürzt nicht nur Roger Federer, sondern ein ganze Tennisvolk in die Sinneskrise und diese geht weit tiefer als ein paar Tausender, welche sich Bankangestellte hierzulande als Bonus in die Tasche stecken. Die 40 Millionen, welche Daniel Vasella (zumindest buchmässig gesehen) 2008 verdient hat, machen mir keine Sorgen. Mein Problem sieht ganz anders aus. Es ist 22 Jahre alt, muskelbepackt, in Mallorca geboren und ein Tennis-Ungeheuer!

Doch geht hier jemand auf die Barrikaden? Sucht hier jemand nach dem Geheimnis seines Erfolges? Fehlanzeige. Sport ist halt Unterhaltung und deshalb zu wenig interessant. Das wird sich ändern, denn je tiefer wir in die Wirtschaftskrise stolpern, desto glücklicher sind wir, ob der Abwechslung, welcher der Sport uns bringt. Und wenn nicht bald jemand was gegen Rafael Nadal unternimmt, dann wird uns auch diese Freude noch genommen. Und die kann auch durch ein paar Franken mehr im Haushaltsbudget nicht ausgeglichen werden. Denn der Aufschwung ist was psychologisches, er beginnt im Kopf. Und hier scheint Roger Federer zurzeit die grösste Blockade zu haben, vor allem, wenn es gegen Nadal geht.





Das Schweigen der grossen Masse

21 01 2009

Ich bin ganz ehrlich. Politik interessiert mich nicht allzu sehr. Politische Parteien und ihre Programme enthalten immer Aspekte, die ich nicht unterstützen kann oder will. Damit geht es mir wohl nicht anders, als vielen andern. Weniger als 5% der Schweizerinnen und Schweizer sind Mitglied einer Partei und doch müssen wir mehrere Male im Jahr Entscheidungen treffen, die unser Land, unser Kanton, Bezirk oder Wohnort beeinflussen. In diesem Sinne kann sich auch ein unpolitischer Mensch nur schwer der Politik entziehen. Nicht zu wählen und abzustimmen ist auch eine Art der Politik. Es verhält sich deshalb wie mit der Kommunikation frei nach Paul Watzlawick „Man kann nicht nicht politisieren“.

 

Das grösste Problem der Parteien und damit der Politik ist es, den Leuten die Nähe und damit die Auswirkungen der Entscheide auf ihr ganz persönliches Umfeld zu vermitteln. Je weiter entfernt, komplexer und abgehobener die Themen, desto desinteressierter zeigt sich die grosse Masse. Kein Wunder lassen sich „unpolitische“ Menschen eher dazu bringen, bei Wahlen mitzumachen, als bei Abstimmungen. Denn bei Wahlen geht es um Personen, das auszuübende Amt erhält ein Gesicht. Und wenn das Gesicht ein vertrautes ist, dann wird auch aus einem „unpolitischen“ Menschen wie mir, ein aktiver Mitgestalter des politischen Lebens. Michael Duttwiler ist mir vertraut und er ist mit ganzen Herzen Jurist. Einer der sich auch für jene, die mit Politik nicht viel am Hut haben. einsetzt. Und gerade darum geht es in unserem Rechtsstaat. Aus diesem Grund sollte die grosse Masse nicht länger schweigen, speziell jene des Bezirks Rheinfelden, und Michael Duttwiler am 8. Februar ins Gerichtspräsidium des Bezirksgericht Rheinfelden zu wählen. Klicken Sie aufs Bild und Sie wissen was zu tun ist.

 

 

wwwmichael-duttwilerch

Eine Randbemerkung an alle politischen Parteien und Politiker. Denkt ja nicht, dass ich nun meine grundlegende Haltung gegenüber der Politik geändert habe, nur weil ich Wahlkampf betreibe. Ich gehöre immer noch zur grossen Masse. Ich habe einfach – zumindest für dieses Mal – mein Schweigen gebrochen.





Und wie sieht es mit ihrem Konsumverhalten aus?

17 01 2009

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Die Wirtschaft lahmt und überall wird uns eingeredet, dass der Konsum zurückgeht. Doch wie sieht die Realität denn aus? Die Schlagzeilen sind simpel. Aufgrund des nachlassenden Wachstums fallen die Preise. Der Lohn der Angestellten bleibt aber, ja steigt im Mittel sogar leicht. Mehr Geld für alle also! Doch geht die Rechnung auf? Kaufen Sie jetzt tatsächlich wieder mehr?


Der Reihe nach: Ich bin weder Betriebs- noch Volkswirtschafter, aber langfristig geht für mich die Rechnung nicht auf. Wenn der Wachstum lahmt und die Preise fallen, wie können die Firmen dann ihren Angestellten mehr Lohn bezahlen? Ist unser aller Lohn im Mittel nicht deshalb gestiegen, weil die Preise hoch sind und die Firmen Gewinne machen (Dienstleister wie Banken, die keine Produkte „herstellen“ sind von dieser These natürlich ausgenommen). Also in meiner kleinen Haushaltsrechnung geht diese Gleichung langfristig nicht auf. Denn seien wir ehrlich. Firmen müssen Kosten einsparen und sie werden das wohl kaum damit tun, in dem die Löhne den Preisen entsprechend gesenkt werden. Es muss zwangsläufig zu Entlassungen kommen. Leider.

Keine Kredite – kein Wachstum

Aber zurück zum Konsumverhalten, denn genau um das geht es ja. Der Konsument ist nämlich an allem Schuld. Er kauft nicht mehr und sorgt damit für die Rezession. Wieso aber kauft er nicht mehr? Nun, zu einen wäre der versiegte Kreditstrom. Haben die Banken für 14 Monaten dem „Gelegenheitsarbeiter Jimmy“ aus Kansas noch eine halbe Million Dollar Kredit aufgrund eines Holzhauses gegeben, so bekommt heute nicht mal mehr der gestandene „Prokurist Jörg“ einen Kredit für ein Haus, in einem relative stabilen mitteleuropäischen Immobilienmarkt. Die Panik beginnt also schon bei den Banken. War man vorher fahrlässig wie es nur geht, schlägt das Pendel nun auf die andere Seite. Ohne 250% Sicherheit läuft fast nichts mehr.

Zeit als Luxus

Da frag ich mich dann schon, ob ich nun als kleiner Konsument für die Banken die Kohle aus dem Feuer holen soll. Wieso soll ich mit meinem Konsumverhalten Schuld am schleichenden Wachstum sein, wenn der Wall Street und Bahnhofsstrasse Banker nun plötzlich den Geldhahn zudreht? Wenn sicher keiner der beiden bewegt, dann steht der Weltmarkt still. Genau diese Situation haben wir zurzeit.

Wer macht den ersten Schritt? Jeder wartet auf ein Zeichen, aber zurzeit ist keines am Konjunkturhimmel zu sehen. Und solange dies so bleibt, wir der einfache Konsument sich anderem als dem Konsum zuwenden und neuen Luxus erkennen. Zum Beispiel Zeit. Denn davon haben wir nun genug. Und vielleicht schadet es auch nicht, sich nach der Hektik und Hetz nach Wachstum mal auf die wahren Werte zu besinnen. Ich bin sicher, dass es beim nächsten Boom nicht lange geht, bis diese wieder aus dem Blickfeld verloren werden.





Ein kleines Jubiläum

8 01 2009

Als ich im Mai vergangenen Jahres begann, ab und zu meine Gedanken und Ideen der elektronischen Welt preiszugeben, habe ich nicht mit viel Resonanz gerechnet. Zu einen schreibe ich nicht wirklich häufig über eine einzelnes Thema, zum andern betreibe ich keine aktive Werbung.

Der verbale Ausrutscher von Carlos Varela anlässlich des Spiels YB – FC Basel beschert mir dann aber die ersten Besucher und die EM im eigenen Lande tat auch das ihrige.

„Explodiert „aber sind meine Besucherzahlen mit der „Perfect 10 car garage“. Auf einmal tummeln sich 20 bis 30 Besucher pro Tag auf der Seite. Wer „Tesla“ oder „AC Cobra“ bei Google eingibt, landet plötzlich auf meinen Blog. Damit sei wieder einmal bewiesen, dass wenn man die „richtigen Worte“ findet, dies auch gefunden werden:-)

In diesem Sinne darf ich die Knackung der 2’000er Grenze verkünden. Ich werde aber auch weiterhin nicht auf „Masse“ schreiben, sondern nur dann, wenn ich das Gefühl habe, was zu sagen.





Weniger ist mehr

4 01 2009

2009 wird ein „hartes“ Jahr. Die Zeiten „of less“, also mit weniger zufrieden sein, sind angebrochen. Die Mär vom unendlichen Wachstum scheint zu Ende. Krise überall, Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel und wir sorgen uns um unseren Wohlstand. Da bleibt eigentlich nur die Frage, wieviel weniger können wir ertragen? Stehen wir wirklich Alle vor dem Ende?

Mitnichten. Je mehr man hat, desto mehr hat man zu verlieren. Und damit sind nicht nur Millionen auf dem Bankkonto gemeint. Zwei Autos, ein Haus, ein Handy für jedes Familienmitglied, Mitgliedschaften in Sportvereinen, Internetanschluss, Abonnements für Kabel und Pay-TV, Flachbildschirme, Ferien, auswärts Essen etc. All diese Annhemlichkeiten haben wir uns im Laufe der Jahre erarbeitet. Sie zu verlieren, mag für den einzelnen eine Krise sein, ohne sie oder mit weniger zu leben, noch lange nicht das Ende.

Was brauche ich wirklich?

Haben Sie sich schon einmal die Frage gestellt, was Luxus eigentlich ist. Nun gemäss meiner Definition ist es bezogen auf Konsumgüter alles das, was man nicht wirklich braucht. Ihr Auto fährt noch, ist weniger als 10 Jahre alt oder hat noch weniger als 200’000 km auf dem Tacho? Wieso also ein neues Auto kaufen? Die neue und tolle Uhr, die sie im Schaufenster des Juwelier gesehen haben; macht sie wirklich glücklicher oder sollte man die 8’000 CHF nicht liebe sparen und für etwas anderes auf die Seite legen?

Nun, ich denke, Urs P. Gasche, der frühere Leiter des Kassensturzes hat in seinem Gastkommentar in der Basler Zeitung vom Freitag 2. Januar nicht ganz unrecht. Der Boom der Wirtschaft und die Gier nach Wachstum beruhte teils auch darauf, Produkte zu produzieren, die wir nicht wirklich brauchen. Wenn der Konsument nun also findet, dass er mit weniger auch zufrieden ist, dann haben das die Produzenten zu akzeptieren und Unternehmen, die sich nicht auf den Markt einstellen gehen ein. Natürlich gehen Arbeitsplätze verloren und Unternehmen Konkurs. Aber bringt es wirklich etwas, wenn man mit Steuergeldern Unternehmen am Leben erhält, die dem Ende geweiht sind (die Automacher aus Detroit lassen grüssen)? Ich denke nicht.

Vor mehr als 100 Jahren gab es um Vancouver über 3’000 Lachsfabriken, welche den Wild-Lachs in Dosen verpackten und in die ganze Welt verschickten. Heute sind davon gerade noch mal eine Hand voll Fabriken übrig und Vancouver blüht immer noch.

Ja, die Zeiten werden schwer. Aber wir müssen uns ändern und dabei auf etwas verzichten. Weniger ist mehr. Wer das nicht erkennt, der ist wirklich am Ende.





The (not so perfect) 10 car garage, Teil 2

12 12 2008

Nun geht es also weiter mit den Automodellen, die wir immer seltener auf der Strasse, dafür auf dem Platz der Händler sehen werden. Autos, die keiner mehr will und zum Teil noch nie jemand wollte.

Der VW Phaeton W12

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Mahl ehrlich, wer will schon einen 12-Zylinder, auf dem „Volkswagen“ steht. Das Auto war von Anfang an ein Zielgruppenmissverständnis. Da kauft sich der geneigte VW-Konzernliebhaber doch gleich einen V10 von Audi. Aber sicherlich nicht diesen „Bugatti Veyron“ für Arme. Auch wenn der Wagen optisch was hergibt, er wird als Flop in die VW-Autogeschichte eingehen.

Der Jeep Commander

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Ein typischen Beispiel für die „Blindheit“ beim Chrysler-Konzern. Kein Wunder steht der Autoriese vor dem Kollaps. Wer führt in Zeiten von Offroader-Aversion, Co2-Thematik und steigenden Benzinpreisen (nun aktuell sind sie ja wieder am Boden) einen so potthässlich aussehenden, klobigen Geländewagen ein. Das Auto taugt bestenfalls für DJs. „Two Thumbs down“ lautet das Verdikt.

Die Mercedes G-Klasse

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Zugegeben, die G-Klasse nimmt hier einen Exoten-Status in dieser Reihen ein. Das Auto war schon immer out und trotzdem sündhaft teuer. Pferdestallbesitzer und Förster lieben diesen Wagen. Solange es also Pferde und Wälder gibt, wird Mercedes das Modell an den Mann oder die Frau bringen. Ein Quotenrenner war und ist die G-Klasse aber nicht.

Der Chevrolet Avalanche

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„Chevy like a truck“ lautet der simple slogan. Nun, die „Lawine“ kam nie wirklich ins Rollen und ist auf Europas Strassen ein Exot. Hässlich, gross und Benzinschluckend, macht dieses Auto absolut keinen Sinn. Trucks gibt es schon zu Hauf und der Avalanche hat nichts, was andere Trucks nicht schon längst können.

Der Audi Q7

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Für Tuner eine helle Freude, für den komunen Autofahrer ein Auslaufmodell. Der Q7 is klobig und gross. Eindeutig nich für unsere Strassen geschaffen. Wahrscheinlich hatte Audi eh nur den amerikanischen Markt und Bundesliga-Fussball im Fokus. Seit es jetzt den kleinerer Bruder Q5 gibt, steht der Q7 immer öfter alleine beim Händler auf dem Platz.





The (not so perfect) 10 car garage, Teil 1

5 12 2008

Die Autoindustrie hängt am Tropf. Die Chefs von Chrysler, General Motors und Ford betteln um Milliarden, damit die Unternehmen nicht pleite gehen und huntertausenden von Arbeitnehmern auf der Strassen stehen. Doch die strukturellen Probleme können auch die Finanzspritzen nicht lösen. Es gibt einfach in der heutigen Zeit zuviele Auto, die nicht mehr zeitgerecht sind. Zu teuer, zu gross und zu durstig! Die 10 grössten Dinosaurier (aus rein persönlicher Sicht) stelle ich hier näher vor.

Der Hummer H3

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Schon bei seiner Markteinführung war das Auto ein eigentliches „no-go“. Doch nach der Ölpreishausse und der globalen Rezession ist der Hummer ein Ladenhüter par excellen. GM versucht schon lange einen Käufer zu finden. Ich denke, Hummer wird pleite gehen. Das Auto hat keine Zukunft!

Der Lincoln Navigator

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Ein weiteres GM-Monster. Ausser Basketballer, Footballer und Rapper steht niemand mehr auf dieses Auto. Neben seinen immensen Ausmassen ist auch der Verbrauch schlicht inakzeptabel. In Europa war der Navigator im Gegensatz zum H3 eh schon immer ein Exot. Nur über den Direktimport fanden einzelne Exemplare den Weg über den grossen Teich.

Der Porsche Cayenne

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Schon bei seiner Markteinführung hagelte es Kritik. Er trinkt noch mehr als offiziell angegeben. Nun, der Cayenne (genau sie seine billigere Kopie VW Touareg) zeigt, dass auch die europäischen Autobauer im SUV-Hype den Sinn für die Realitär kurz verloren haben. Heute kriegt man ihn fast nicht mehr los… und ausserdem fand ich, dass der Cayenne ganz abgesehen davon schon immer keine Augenweide war.

Der Range Rover

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Für die Briten eine Institution, für den Rest schlicht ein Auto-Dinosaurier. Fahrende Wohnzimmer sind schicht und einfach passé. Höchstens noch für Pferdezüchter und Landbesitzer in Nordschottland geeignet.

Der Ford F-150

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Der F-150 ist mit Abstand Ford’s meistverkaufstes Modell. Nichts repräsentiert den American Way of life besser als der Truck. Steigenden Benzinpreise, viel Auto und praktisch kein Platz für Passagiere machen den Truck aber immer mehr zum Auslaufmodell. Die Amis schielen eher auf effizientere Japaner. „A lonesome truck“ wird immer irgendwo auf den weiten Strassen der USA herumfahren, aber seine Zeit als VW-Käfer der Amis geht zu Ende, und mit ihm die amerikanische Autoindustrie.

Demnächst gibt es Teil 2, der aussterbenden Automodelle.