Ronaldo tritt ab

8 06 2011

 Foto: Keystone

Kennen Sie den „Dicken“? Er ist gestern von der professionellen Fussballbühne abgetreten:

– dreimaliger Weltfussballer

– zweimaliger Fussballer Europas

– drei WM Teilnahmen als Aktiver und 1994 nur im Kader

– 15 Tore an Weltmeisterschaften, 247 Tore in seiner Karriere, allein 83 in 127 Spielen für Real Madrid

Ein Grosser tritt ab, jünger als Ryan Giggs aber weit weniger fit!





King Roger muss man einfach verzeihen

7 06 2011

Roger Federer verzichtet auf das Rasenturnier von Halle und Turnierdirektor Ralf Weber ist sauer. Logisch! Aber Roger Federer macht keine Gefälligkeiten, solange er noch an den sportlichen Erfolg glaubt. Deshalb verzichtet er, um sich auf das grosse Ziel Wimbledon vorzubereiten.

Roger Federer wird dieses Jahr 30 Jahre alt und gehört weiterhin zur Weltspitze. Er hält mit Spielern mit, die sieben und mehr Jahre jünger als er sind. Das kann er aber nur, weil er immer wieder unpopuläre Entscheidungen trifft und auf Turniere oder den Davis Cup verzichtet. Sich contre coeur zu entscheiden, ist ebenfalls eine Leistung, welche Champions auszeichnet.





Dangge Franco – Dangge FCB

26 05 2011

(Bild: Keystone)

Bis zum 16. Juli 2011. Wir sind dann mal weg….und Gratulation dem FCZ zum Vize-Meistertitel und viel Glück in der Champions-League Qualifikation.





Die Entscheidungen in der Meisterschaft liegen in den Füssen der Fussballer

23 05 2011

Am Mittwoch geht die Schweizer Fussballmeisterschaft zu Ende. Sowohl beim Kampf um den Titel, als auch bei der Entscheidung um den Abstieg werden am Mittwoch die Würfel fallen.

Nach der Runde vom Wochenende ist auch klar, dass die Schiedsrichter kaum das Zünglein an der Waage spielen. Das Offside-Tor von Marco Streller gegen St. Gallen war am Wochenende die einzig strittige Sache. Lassen wir es dabei und sagen wir, die Entscheidung war korrekt. Damit präsentiert sich die Tabelle der Schiedsrichterprofiteure und der durch Entscheidungen der Schiedsrichter benachteiligten Klubs wie folgt:

1. Luzern +3

2. GC +2

3. FCZ, Sion, Bellinzona +1

4. FCB, Xamax, St. Gallen 0

5. YB -2

6. Thun – 4

Aus der Tabelle lässt sich ablesen, dass der FCZ nur einmal mehr von Schiedsrichterentscheidungen profitierte als der FCB. Trotzdem liegt Basel nun einen Punkt vor den Zürchern. Die Meisterschaft wird also über alle Runden gesehen sportlich entschieden, auch wenn die Schiris am Mittwoch natürlich im Brennpunkt stehen.

Auch bei St. Gallen, Xamax und Bellinzona kann über die gesamte Meisterschaftslänge nicht davon gesprochen werden, dass die aktuellen Platzierungen aufgrund von Fehlentscheidungen aus dem Kreis der Männer in gelb herrührt. Auch hier läuft es also sportlich ab.

Luzern konnte die Vorteile der Entscheide zu seinen Gunsten schliesslich nicht nutzen und Thun ist trotz grosser Benachteiligung durch die Schiedsrichter nicht abgestiegen. Man könnte höchstens sagen, dass Thun aufgrund des „Direktduells“ mit Luzern um einen möglichen Europacup-Platz noch besser dastehen würde, hätten sich die Schiedsrichterentscheidungen wirklich übers Jahr ausgeglichen. Allerdings zeigt sich auch hier, dass sich die sportliche Leistungen schlussendlich durchsetzen. Thun liegt einen Punkt vor Luzern und möchte dies natürlich auch am Mittwoch Abend so haben.





Wenn Fussball-Hooligans zum Spielball werden

20 05 2011

Schweizer Lokalpolitiker proben den Aufstand gegen den Fussball und die Swiss Football League. Zankapfel im Jahr des allgegenwärtigen Wahlkampfes sind die Fussball-Hooligans und der Schrei nach „Law und Order“.

Im Grunde wird eine Bewilligungspflicht für Fussballspiele gefordert. „Dann entscheiden wir, wann ein Spiel stattfindet, wir entscheiden, ob Gästesektoren zu bleiben und wir entscheiden, wo ein Fanzug hält!“, meint der Berner Gemeinderat Reto Nause knapp. Der Aufschrei ist nach den Ausschreitungen am letzten Samstag beim Spiel FCZ gegen den FCB lauter geworden und auch an diesem Fussballwochenende werden die Augen auf die Fans gerichtet sein.

Die Schuldigen sind leicht gefunden. Die Klubs und ihre angeblich wirkungslosen Massnahmen und die Liga, welche nicht handelt. Doch wie so oft, wird alles wieder einmal zu einfach gemacht. Genau wie an einem 1. Mai ist der Grad zwischen Repression und Involvierung der Fans in Fussball (und Eishockey) ein schmaler. Fussballspiele sind wöchentliche Machtdemonstrationen der Klubs und die Fans sind ihre Botschafter. Ganz ausschliessen kann man Ausschreitungen nie, aber gerade im Umfeld des FC Basel, welcher allein aufgrund der schieren Zahl an Fans auch rechnerisch am meisten „schwarze Schafe“ hat, zeigt, dass Repression nicht der Weisheit letzter Schluss ist.

Nach dem unsäglichen Treiben zu St. Jakob im Mai 2006 wurde einiges unternommen. Ausschreitungen grösseren Ausmasses kommen immer dann vor, wenn bei Auswärtsspielen von meist privaten Sicherheitskräften die Karte „Repression“ gezogen wird. Keine Wunder stachelt das an und ist der Mob erstmal am Wüten, lässt sich das Adrenalin nur schwer zügeln. Dies ist keine Entschuldigung, aber eine Erklärung.

Mit Drohungen der Politik löst sich das Problem nicht, es werden vielleicht höchstens Stimmen gewonnen und dies scheint als Aussenstehender im Jahre des Wahlkampfes wohl auch das zentrale Ziel.

Gewalt ist kein Phänomen des Fussballs, er ist als Magnet riesiger Menschenmassen oft halt ein Nährboden dafür, dass sich diese im grösseren Ausmass zeigt. Er fördert den Gewalttourismus, ist aber nicht der Grund. Den Fussball und die Spiele abzuschaffen oder abzusagen, ist keine Lösung, sondern steigert die Agressionen unnötig.

Es sind Lösungen gefordert, welche im Dialog erarbeitet werden, denn kein Klub und kein Fan hat ein Interesse daran, dass der Besuch von Fussballspielen zum Risiko wird. Ganz abgesehen davon, dass sich echte Hooligans mit Kodex sowieso am Rande solcher Veranstaltungen prügeln.

In die Pflicht nehmen muss man aber auch die Swiss Football League. Sie profitiert von den Klubs und lässt sich in der aktuellen Diskussion mit Schweigen im Regen stehen. Beamte eben!





Solide Schiedsrichterleistungen

16 05 2011

Wirklich beständig sind in den letzten Runden nur die Schiedsrichter. Am drittletzten Spieltag gab es keinen kapitalen Fehlentscheid. Hie und da wurde etwas kleinlich gepfiffen, aber schlussendlich ergab sich der Entscheid rein sportlich. Deshalb ändert sich auch zwei Runden vor Schluss nichts an unserer „Fehlentscheidprofiteur-Tabelle“:

1. Luzern +3

2. GC +2

3. FCZ, Sion, Bellinzona +1

4. FCB, Xamax, St. Gallen 0

5. YB -2

6. Thun – 4





Bellinzona ist selber schuld!

13 05 2011

Skandal im Tessin. Schiedsrichter Jérôme Laperriere wird nach dem Spiel bedroht, die Kleider zerrissen und sein Auto beschädigt. Der Tessiner Trainer (wer ist das eigentlich?) lamentiert etwas, dass man das Tessin im Rest der Schweiz nicht schätzen würde. Wird Bellinzona benachteiligt? Ja. Am Mittwoch war das so Unsere seit Beginn der Meisterschaft geführte Rangliste „Schiedsrichterfehlentscheidungen gleichen sich über die Saison aus“ zeigt aber, dass Bellinzona immer noch mit einem Entscheid zu seinen Gunsten im Plus liegt. Sollte Bellinzona also absteigen, dann hat das aus heutiger Sicht sportliche Gründe und nichts mit Schiedsrichtern oder Wertschätzungen gegenüber dem Tessin zu tun!





Jeder Schiedsrichterentscheid wird auf die Waage gelegt

12 05 2011

In der Super-League geht es langsam auf die Entscheidungen zu: Meisterschaft, Europacupplätze, Abstieg. Englische Wochen stehen an und wir fassen gleich zwei Spieltag in unserer Rubrik „Fehler gleichen sich aus“ zusammen.

YB wurde im Spiel, bei dem es für GC um viel, für YB nur um die Ehre ging, benachteiligt. Nicht nur Farnerud, sondern auch Renella hätte vom Platz gestellt werden sollen, zudem war der 1:2 Anschlusstreffer von Renella Abseits. Ausserdem wurde Sion mit einem Penalty begünstigt, welcher an der Grenze zwischen „streng“ und „da war nichts“ lag. Ich tendiere zu zweiterem. Der Fehlentscheid ermöglichte Sion erst zurück ins Spiel.

Ebenfalls von einem Fehlentscheid profitierte St. Gallen im Abstiegsduell gegen Bellinzona. Den Tessinern wurde ein Penalty verwehrt, was die Niederlage wohl einläutete. Gut hingegen war die Leistung des Schiedsrichters im Spitzenkampf FCZ gegen FCB.

Die Tabelle präsentiert sich nach 33 von 36 Runde wie folgt:

1. Luzern +3

2. GC +2

3. FCZ, Sion, Bellinzona +1

4. FCB, Xamax, St. Gallen 0

5. YB -2

6. Thun – 4





Geld rein, Geld raus

7 05 2011

Fast 60 Millionen Umsatz und trotzdem nur 200’000 CHF Gewinn. Das sind die Zahlen des FCB-Geschäftsjahr 2010 (heute in der BaZ). Es wird lamentiert, die Personalkosten steigen und der schlechte EURO-Kurs habe die eh schon spärlichen Einnahmen aus dem Europacup zerinnen lassen. Ach ja, und man bezahle zuviel an die Miete des Joggeli und die Sicherheitskosten!

Wie wäre es, wenn der FCB endlich mal Kreativität und Geschäftssinn in sein Merchandising stecken würde. Ich hab dies hier schon mehrfach kritisiert und bin gerne bereit, dem FCB meine Vorschläge und Idee zu präsentieren. Die erste Beratung ist kostenlos…





Ein Spieltag für die Geschichtsbücher

2 05 2011

Was in der Runde vom Wochenende auf den Schweizer Super-League Plätzen ablief, war Geschichtsreif. 8 Xamaxien stiessen St. Gallen ins Elend und der FCB kassierte trotz Chancen- und Spielanteilplus drei Treffer. Die Schiedsrichter waren stets auf der Höhe des Geschehens und lagen immer richtig.

Demnach zeigt sich die Tabelle unserere Serie „Fehler gleichen sich übers Jahr aus“ wie folgt:

1. Luzern +4

2. Bellinzona +2

3. GC, FCZ +1

4. FCB, Xamax, Sion 0

5. YB, St. Gallen -1

6. Thun – 4