Diktator Blatter und Krieger Constantin

19 12 2011

An was erinnern Sie solche Aussagen? „Es wird in vielerlei Hinsicht ein Blutvergiessen geben“ und „Es wird wohl ein Blutbad geben.“ Nun angesichts der tagtäglichen Schlagzeilen der Ereignisse aus Syrien, Ägypten, Lybien etc. ordnet man diese Aussagen der Berichterstattung aus dem Ausland zu. Dieser Fall hier ist aber anders. Es sind Aussagen von Präsidenten Schweizer Fussballklubs (FCB Heusler und YB Känzig). Es scheint, wir sind im Krieg und das ist tatsächlich so. FIFA-Diktator Blatter hat den Zweihänder ausgefahren und will die Schweiz aus der FIFA werfen (notabene das Land, welches ihm aufgrund seines liberalen Vereinrechts erlaubt, haufenweise Gelder zu scheffeln und dabei keine Steuern zu zahlen). Gegner ist der Krieger Constantin, welcher keinem juristischen Schlachtfeld aus dem Weg geht. Die Verlierer werden wie in jedem Krieg die Zivilisten sein, sprich die Fussballschweiz und der FCB.

Es sei denn, Diktator Blatter oder Krieger Constantin zeigen Einsicht. Die Weltgeschichte hat uns aber gelehrt, dass es im Krieg selten ein Nachgeben gibt. Wieso soll das in dieser Sportposse anders sein. Vor diesem Hintergrund sind die zitierten und martialischen Aussagen durchaus angebracht.

Für den SFV und den FCB brennt der Baum, bevor die erste Kerze überhaupt gezündet wurde.





Der Erfolg des FCB ist kein Zufall

27 10 2011

Personalentscheide sind in jedem Unternehmen eine heikle Angelegenheit. Je professioneller aber ein solcher Entscheid über die Bühne geht, desto erfolgreicher wird das Unternehmen danach. Hü und hott ist weder in der Privatwirtschaft noch im Fussballgeschäft normalerweise von nachhaltigem Erfolg geprägt.

Der FC Basel hat in den vergangenen Wochen einmal mehr gezeigt, wieso er der mit Abstand am besten geführteste Klub der Schweiz ist. Der Erfolg gibt im Recht und er kommt nicht von irgendwoher, auch wenn sich sportliche Erfolge grundsätzlich nicht planen lassen. Die Verarbeitung des Theaters um den Abgang von Thorsten Fink und die Einstellung von Heiko Vogel als Cheftrainer zeigen aber, dass in diesem Klub keine Bauchentscheide gefällt werden.

Seit Bernhard Heusler und der nicht zu unterschätzende Georg Heitz (im Hintergrund) die sportlichen und strategischen Geschicke der 1. Mannschaft leiten, wurde eine organisatorische Grundlage geschaffen, auf der sich erfolgreich arbeiten lässt. Und es zeigt vor allem eines: die Mitarbeiter sprich Spieler sind zwar für den Erfolg auf dem Rasen verantwortlich und werden dementsprechend von den Massen verehrt, aber den Grundstein dafür legt das Management. Dieses hat in den letzten zwei Jahren beim FCB dafür gesorgt, dass die Basis dafür geschaffen wurden, damit die Spieler sich auf das Wesentliche, ihre Arbeit, konzentrieren können und erst noch Spass dabei haben.

Wenn ein Unternehmen so professionell geführt ist, dann wirft es bei einem aufkommenden Sturm (Gerüchte um Spielerabwerbungen, etc) nicht gleich die ganze Strategie über den Haufen. Und das ist gut so.





Der FCB hat die Sättigungsgrenze erreicht

21 08 2011

Es ist ein bisschen wie bei Roger Federer. Der Nimbus des Unbesiegbaren ist beim FCB verschwunden. Die Gegner erfreuen sich am Sieg gegen die Mannschaft mit grossem Namen, Angst oder Respekt haben sie aber nicht mehr. Zurückblickend wird man sagen, dass der Niedergang mit einem der grössten Erfolge in der Klubgeschichte begonnen hat: der direkten Qualifikation für die Champions-League Gruppenphase.

Noch ist es nicht zu spät, allerdings sollte man jetzt den Tatsachen ins Auge schauen und sich nicht mit dem Fink-Floskeln „Wir haben schon grössere Rückstände aufgeholt“ über Wasser halten. Der FCB muss jetzt und heute mit der Planung der Zukunft beginnen. Dies heisst auch, ein bis drei Jahre auf Titel zu verzichten, dafür aber wieder eine hungrige und kämpferische Mannschaft auf die Beine zu stellen. Die Leute dazu hat der FCB: Xhaka, Fabian Frei, Cabral, Sommer, Dragovic, Voser, Shaquiri (denn mit der Leistung wird er mit einem Wechsel ins Ausland zum zweiten Philipp Degen) können die Basis für den FCB 2013 sein. So weitermachen wie bisher und auf das Prinzip Hoffnung setzen klappt nicht, denn rückblickend betrachtet hat man die Meisterschaft 2011 mit einer Mannschaft geholt, die bereits über ihren Verhältnissen lebte. Diese Tatsache hat dem einen oder anderen wohl den Blick für die Realität vernebelt.

Bernhard Heusler und seine Truppe werden hoffentlich die Kraft haben, durch’s Tal der Tränen zu marschieren. Es wird Zuschauer kosten, aber eine Massae von gegen 12’000 kann ein FCB immer mobilisieren („Erfolg isch nit alles im Läbe, au wenn’s schlächt goot sinn mir mit drby…..“).





Die Spannung auf die Fussballsaison wird aufgebaut – Uhhh

13 07 2011

Natürlich kann ich nicht versprechen, dass ich bleibe. Das ist im Fussball immer schwierig. Aber ich bin jetzt beim FCB, habe einen Vertrag (bis 2014) und fühle mich wohl hier.

Mit diesem Satz wird Xherdan Shaqiri heute im Blick zitiert und natürlich heisst es aus Zürich sofort, dass der Jungstar sich auch schon klarer zum FCB bekennt hätte. Shaqiri also auf dem Absprung? Sicher nicht. Aber es ist legitim nun die Spannung auf die Saison anzuheizen, schliesslich mag noch nicht richtig Stimmung aufkommen. Wenn Shaq dann aufgrund der U-21 WM am Samstag geschont wird, heisst es sicher bald: „Shaq unzufrieden“.

Aber nur ruhig bleiben. Solang nicht Arsenal, ManU oder die Bayern anrufen und 10 Mio. auf den Tisch legen, spielt Shaqiri diesen Herbst erstmal Champions-League mit den FCB. Alles andere steht in den Sternen. Denn in einem hat Shaqiri recht, was kann man heute schon versprechen.





Dangge Franco – Dangge FCB

26 05 2011

(Bild: Keystone)

Bis zum 16. Juli 2011. Wir sind dann mal weg….und Gratulation dem FCZ zum Vize-Meistertitel und viel Glück in der Champions-League Qualifikation.





Geld rein, Geld raus

7 05 2011

Fast 60 Millionen Umsatz und trotzdem nur 200’000 CHF Gewinn. Das sind die Zahlen des FCB-Geschäftsjahr 2010 (heute in der BaZ). Es wird lamentiert, die Personalkosten steigen und der schlechte EURO-Kurs habe die eh schon spärlichen Einnahmen aus dem Europacup zerinnen lassen. Ach ja, und man bezahle zuviel an die Miete des Joggeli und die Sicherheitskosten!

Wie wäre es, wenn der FCB endlich mal Kreativität und Geschäftssinn in sein Merchandising stecken würde. Ich hab dies hier schon mehrfach kritisiert und bin gerne bereit, dem FCB meine Vorschläge und Idee zu präsentieren. Die erste Beratung ist kostenlos…





Basler und Zürcher vereint

26 04 2011

Für einmal stehen FCB und FCZ Fans zusammen. Beide Klubs haben noch reelle Chancen auf den Meistertitel und damit auf die Champions League. Die direkte Qualifikation für die Gruppenrunde liegt aber nur dann drin. Wenn der Champions-League Sieger sich auch über die Platzierung in der Meisterschaft wieder für die Champions-League qualifiziert. Real Madrid, Barcelona und Manchester United sind gesetzt. Da liegt nur die Überraschungsmannschaft vom FC Schalke 04 quer in der Landschaft. Die Schalker dürfen im Interesse des Schweizer Fussball die CL nicht gewinnen.

Deshalb heisst es in Basel und Zürich heute Abend „Daumen drücken“ für ManU!





Die Verletzung als Karriereschritt

25 04 2011

Bitter für den FCB und Valentin Stocker. Am Samstag 23. April macht Valentin Stocker im Spiel gegen die Berner Young Boys eine dumme Bewegung und reisst sich die Kreuzbänder. Ein monatelanges Aus ist die Folge. Er wird dem FCB weder im Meisterschaftsendspurt, noch zu Beginn der nächsten Saison zur Verfügung stehen. So schlimm die Verletzung aber auch sein mag und so ungewiss die Rückkehr auf den Fussballplatz ist, für Valentin Stocker könnte die Verletzung sich als wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem ganz grossen Fussballer erweisen.

Für Stocker gab es bisher immer nur einen Weg: verschont von schweren Verletzungen zeigte dieser nach oben. Bereits wurde darüber spekuliert, ob er im Sommer ins Ausland wechselt. Daraus wird nun diesen Sommer nichts. Wer verpflichtet schon einen verletzten Fussballer. Trotzdem: übersteht er die Verletzung, dann wir die schwere Zeit der Reha seinen Charakter und seinen Willen wieder auf den Platz zu kommen stärken. In einer solchen schweren Phase, sind sich Fussballer erst über die tollen Seiten ihres Berufes bewusst. Deshalb ist diese Verletzung ein wichtiger Schritt im Reifeprozess des Valentin Stocker.

Gelingt ihm eine Rückkehr auf den Platz und kann er dort anknüpfen, wo er vor seiner Verletzung war, dann wird er ein ganz Grosser. Es ist ihm zuztrauen.





Danke Franco!

14 04 2011

Der Kapitän geht von Bord. Der Entscheid ist richtig und konsequent. Der FCB ist eine Fussballmannschaft. Im Fussball stehen Emotionen zuoberst. Allerdings ist der Fussball auch ein Geschäft und es braucht strategisch und nach vorne gerichtete Entscheidungsträger, welche die Emotionen ab und zu im Zaume halten. Deshalb muss man sich jetzt von Costanzo trennen, auch wenn er der beste Goalie der Super League ist. Denn Yann Sommer gehört die Zukunft und dieser kann man, will man langrfristig und nachhaltig planen, nicht noch einen Saison versauern lassen. Auch er muss durch Stahlbald der Niederlagen und Fehlgriffe. Dann wir auch er ein ganz Grosser. Einer wie Franco Costanzo es schon ist. Danke Franco!





Wie der Blick bewusst Unruhe beim FCB schürt

4 04 2011

Noch immer steht der FC Basel mit 7 Punkten Vorsprung an der Spitze der Super League. Auch wenn der FCZ seine Spiele ebenfalls gewinnt, scheint es zurzeit kein Vorbeikommen an den Basler zu geben. Kein Wunder muss sich der Boulevard da was einfallen lassen. Nachdem monatelang auf Alex Frei und seinem Wirken in der Nationalmannschaft herumgehackt wurde, versucht der Blick nun auch Unruhe in den FCB zu bringen.

Das klingt dann so:

Neuer Wirbel um FCB-Stars

Beni Huggel: Gibt beim 1:0-Sieg sein Comeback nach knapp zwei Monaten Verletzungspause. Während seiner Abwesenheit hat Youngster Granit Xhaka mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. «Er kann ein grosser Spieler werden», gibt Huggel zu. Doch dann lässt er eine Spitze über seinen Konkurrenten los: «Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Zehn gute Spiele reichen nicht. In der Schweiz wird man viel zu schnell hochgejubelt.»

Dieselbe Aussage in der Basler Zeitung liest sich dann ein wenig anders:

Über ihn sagt Huggel bemerkenswerte Sätze: «Xhaka und auch Sandro Wieser haben eine tolle Entwicklung hinter sich. Aber das ist ein Problem in der Schweiz: Wenn einer drei Mal jonglieren kann, hat man hier schon das Gefühl, er werde der neue Maradona. Um ein Grosser zu werden, muss man drei Saisons durchhalten, auf konstant hohem Niveau. Ich bin aber überzeugt, dass es Granit schaffen kann.

 Also alles eine Sache der Positionierung. Unruhe wird man damit aber höchstens im Rest der Schweiz auslösen. Aber das ist ja anscheinend das Ziel des Boulevards. Den FCB als meistgehasst Mannschaft der Schweiz aufzubauen…