Was bleibt, ist die Erinnerung

26 06 2008

(Spanien greift nach 44 Jahren wieder nach der EM-Krone. Getty-Images)

Deutschland gegen Spanien lautet am Sonntag der Final der Fussballeuropameisterschaften in der Schweiz und Österreich. Wenn im Wiener Ernst-Happel Stadion zum Spiel angepfiffen wird, ist für viele das Turnier bereits Geschichte. Zurückbleiben Erinnerungen an ein dreiwöchiges Fussballfest. Vor allem in den letzten eineinhalb Wochen ist die Begeisterung in ganz Europa angestiegen. Zum einen hat dies mit dem schönen und heissen Wetter, zum andern mit der KO-Phase zu tun. Ab den Viertelfinals ging es endlich um etwas, jedes Spiel war entscheidend.

 

16 Mannschaften kämpften um den einen grossen Titel. Es gibt nur einen Gewinner und 15 Verlierer. Dies ist die sportliche Seite des Turniers. Es gibt aber auch jene Seite, die über den Sport hinausgeht. Den gerade Teamsportarten sind nicht nur pure Unterhaltung, die Mechanismen in der Gemeinschaft eines Teams sind auch lehrreich für den Alltag. Kein Wunder referieren viele Sportgrössen zum Thema Teamgeist und Motivation und verdienen dabei nicht schlecht.

 

Nun, dieses Geld müssen wir nach den drei Wochen EM nicht ausgeben. Die Lehren aus diesem Fussballturnier liegen auf dem Rasen und helfen auch im Alltag weiter.

1. Nie aufgeben. Dieser simplen und fast schon abgedroschenen Phrase haben die Türken Nachdruck verliehen. Gegen die Schweiz, Tschechien und Kroatien drehten sie schon fast verloren gegangen Spiel in letzter Minute.

2. Schön spielen, heisst noch lange nicht erfolgreich zu sein. Vor allem Holland und Portugal blieben wirkungslos, als es um etwas geht.

3. Nur jung und motiviert zu sein reicht nicht. Die Russen sind dies, aber nur dank der Erfahrung und des Führungsstils ihren Trainers Guus Hiddink sind respektive waren sie auch erfolgreich. Immerhin hat sie das bis ins Halbfinale gebracht.

 

Und schliesslich die Lehre für uns alle. Begeisterung verbindet, sogar über die Niederlage hinaus. Dies zeigte sich an unzähligen Fussballevents in Basel und anderswo in der Schweiz. Selbst die Verlierer freuten sich über die Leistungen ihrer Mannschaften, auch wenn es nicht zum ganz grossen Exploit gereicht hat. Denn vergessen wir eines nicht. Mit den Besten mitzuspielen ist nicht selbstverständlich. Dies muss man sich erst verdienen.

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Und wer hat jetzt die Narrenkappe an?

21 06 2008

(Findet Marco Streller auch in der Nati zum Jubeln zurück? EQ-Images)

Chapeau Marco Streller! So schrieb ich vor drei Wochen in meinem Blog. Hochachtung hatte ich vor seinem Entscheid. Die Gründe eines solchen Entscheides verdienen immer noch höchsten Respekt. Die Vehemenz mit der Marco Streller damals erklärte, es handle sich um einen reife Entscheidung, hätte eine solche eigentlich auch erwartet. Wieso hat er nur zwei Woche später wieder kehrt um halt gemacht? Sprechen die Gründe seiner damaligen Entscheidung doch ein klares Wort. Denn die Pfiffe werden nicht ausbleiben, auch in Zukunft nicht. Wurde Marco Streller schlecht beraten? Beim Entscheid des Rücktritts sowie beim Entscheid des Rücktritts vom Rücktritt?

Nun, Marco Streller ist noch jung. Die EM war eine Enttäuschung. Für ihn und das Team. Nach einer für ihn erfolgreichen EM, wäre es einfacher gewesen zurückzutreten. Kommt hinzu, dass die Lichtgestalt Ottmar Hitzfeld auf einen wie Streller, der doch noch jung an Fussballerjahren ist, Eindruck macht. In diesem Sinne hat er sich einsäuseln lassen und träumt wahrscheinlich schon vom WM-Abenteuer. Ein Erfolg in der Nati wäre ihm zu gönnen. Persönlich aber bin ich nach wie vor überzeugt, dass man keinen Beruf ausüben sollte, der einem nicht Spass macht. Ich habe meine Zweifel, dass Marco Streller diesen Spass im roten Dress mit dem Schweizer Kreuz auf der Brust je wieder finden wird.





Der Köbi hat seine Schuldigkeit getan, der Köbi kann gehen

15 06 2008

(Künftig sagen andere, wo‘s langgeht.)

Nett war er ja, der Köbi. Erfolg hatte er bisweilen auch. Vergessen wir nicht die phantastische Qualifikation für die Weltmeisterschaften 2006 in Deutschland. Spannung bis zum Schluss und eine Barrage gegen die Türkei, an die viele auch heute noch denken. Getragen von 30’000 begeisterten Fans im Stade de Suisse gelingt das 2:0 gegen die Türkei und dank Streller‘s Tor in Istanbul rettet ein 2:4 die Schweiz an die WM nach Deutschland. Was bleibt, ist, trotz der erfolgreichen Ära Kuhn, die Gegenwart. Die sieht düster aus. Daran wird auch das „Freundschaftsspiel“ heute Abend gegen Portugal nichts ändern.

Nach dem Penalty-Aus gegen die Ukraine in Deutschland und dem (Fehl)-entscheid, Frei damals vom Feld zu nehmen sowie zwei Jahren ohne Ernstkampf, steht man nach der Euro 2008 mit leeren Händen da. „Tiefer die Köpfe nie hängen“, schallt es durchs Land. Für die kleine Schweiz hängt der Erfolg zu hoch. Da kommen wir auch nicht heran, wenn wir uns strecken. Trotzdem: der Köbi war der richtige Mann zur richtigen Zeit. Nicht für den Erfolg des Schweizer Fussballs, aber für den persönlichen Erfolg einiger Herren im SFV, die nur an das Schweinwerferlicht der Euro im eigenen Land dachten und keinen wollten, der auch nur die Kleinigkeit an Polemik für den Fussball und den Staff der Nati aufflackern lassen würde. Wie gesagt, der Köbi war nett. Er hat seine Schuldigkeit getan und kann gehen.

Nun kommt Ottmar Hitzfeld. Ein Trainer mit Renommee. Der Lörracher hat im Gegensatz zu jedem einzelnen im Schweizer Team alles gewonnen, was man gewinnen kann – zumindest im Klubfussball. Kann er das Wettkampfglück auf die Schweizer Seite holen und das letzte aus den Spielern heraus kitzeln? Er muss! Mit dem Talent und der Jugendlichkeit des Kaders muss eine Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika möglich sein. Alles andere wäre eine Enttäuschung.

Was wir von Hitzfeld erwarten? Dass er die Entscheidungen am Rande und im Umfeld der Nationalmannschaft trifft, die Köbi Kuhn nie zu treffen bereit oder in der Lage war. Denn am Spielermaterial selbst, kann auch er wenig ändern. Goalgetter und Spielmacher wachsen in der Schweiz nicht auf den Bäumen. Seinen Einfluss kann er mit der Taktik und mit Nominationen auf und neben dem Feld geltend machen. Da dürfte einiges zu erwarten sein. Ausserdem stehen mit Senderos, Benaglio, Behrami, Fernandes, Derdiyok, Vonlanthen und Barnetta heute schon Spieler in der Startelf, die auch in acht Jahren noch locker mitspielen können. Das wären dann noch zwei Weltmeisterschaften und zwei Europameisterschaften. Genügend internationale Turniere, um vielleicht doch einmal über den Status eines unglücklichen und gut spielenden Verlierers hinaus zu kommen. Denn schlussendlich ist und bleibt der Verlierer vergessen, auch wenn er noch so aufopfernd gekämpft hat.

In diesem Sinne: Herzlich Willkommen Ottmar Hitzfeld – mögen Sie die Schweiz aus der Vergessenheit holen!





Profitgier, Naivität oder blinde Euphorie?

14 06 2008

(Die Holländer sollen die Euro-City Basel retten. AP)

Die Fanzonen sind nur spärlich gefüllt, das Rahmenprogramm findet mittags vor leeren Rängen statt und die Standbetreiber beklagen bereits nach einer Woche Fussball hohe Verluste. Die Euro Host-City Basel leckt sich die Wunden. Angesichts der Erwartungen, verwundert dies aber nicht. Gemäss der Basler Zeitung rechneten die Organisatoren tägliche mit 30‘000 ausländische Gästen! Eine Zahl aus der Welt der Phantasie. Eine Zahl, die nicht einmal bei bestem Wetter zustanden gekommen wäre.

Wieso aber hat man sich so verkalkuliert? Es ist nicht das erste Mal, dass gewisse Fussball -und Marketingexperten rund um Basels Fussball, die Lage überschätzen. Auch beim FCB kennt man das Problem. Dort hat man aufgrund der Euphorie in den Champions-League Jahren immer noch das Gefühl, der FCB verkaufe sich von selbst. Das Ergebnis sind leere Stadien im Uefa-Cup und Jahreskartenbesitzer die zu Tausenden zuhause bleiben, wenn es nicht gerade um die Entscheidung in der Meisterschaft geht.

Bei der Euro 2008 ist es nicht anders. Die Veranstaltung ist keine Geldruckmaschine, die von selbst läuft. Wo bitte schön hätten die 30‘000 Touristen täglich anreisen sollen. In Basel war schon lange bekannt, dass die Schweiz hier ihre Spiele austrägt. Aus der Schweiz sind keine Touristen zu erwarten, die auch an den Tagen, in denen in Basel nicht gespielt wird, in der Stadt ihr Geld liegenlassen. Genauso wenig war mit Strömen aus Italien, Frankreich, Deutschland, der Türkei und Portugal zu rechnen. Zum einen, weil die Länder so nahe an der Schweiz liegen, dass sie in Tagesausflügen erreichbar sind, zum andern, weil sich Bewohner dieser Länder keine mehrtägigen Ferien in der überteuerten Euro-Schweiz leisten können. Schlechtes Wetter hin oder her, 30‘000 Leute wären nie gekommen. Hier war eine Mischung aus Profitgier, Naivität und blinde Euphorie am Werk. Mitreissen davon haben sie sich alle, im Glauben, der Fussball ist ein Selbstläufer. Ist er aber nicht.

Hanspeter Weisshaupt , der Basler „Mister Euro“ outet sich als Anhänger der freien Marktwirtschaft, als er in der Aargauer Zeitung auf das Überangebot in Basel und die unternehmerische Verluste angesprochen wird. Recht hat er. Fussball ist ein Wirtschaftsfaktor. Dann wird es aber auch langsam Zeit, dass sich Leute damit befassen, die von Fussball und von Wirtschaft eine Ahnung haben. Für die Euro ist es zu spät. Das Wirtschafts- und Sportunternehmen FC Basel aber sollte sich ein Beispiel daran nehmen. Irgendwann werden auch seine Geschäfte nicht mehr von der Euphorie kaschiert und realistische Annahmen und Managemententscheide sind nötig, damit die Fussballstadt Basel auch in Zukunft eine solche bleibt.





Ein abruptes Ende – die Euro Krise

12 06 2008

(Die Schweiz steht im Regen)

Ja, ja… Es ist mal wieder so gekommen, wie es die grössten Pessimisten immer schon erwartet haben. Der Gastgeber ist nett, gibt sich Mühe und lässt den anderen den Vortritt. Schlimmer hätte es gar nicht kommen können, denn nun haben die Nörgler definitiv das Zepter übernommen. Das laue Wetter, der Misserfolg der Nati und das bisherige Ausbleiben der grossen Touristenströme lassen die Euro 2008 (noch) nicht in die Geschichte glorreicher Veranstaltungen eingehen. Täglich lesen wir neben den sportlichen Verlautbarungen auch andere Notizen.

Hatte man vor der Euro 2008 noch Angst vor Hooligans, so fürchtet man sich nur vor dem finanziellen Fiasko. Ob in der Schweiz oder in Österreich, Standbetreiber in den Fanzonen und in den Host-City laufen im roten Bereich. Noch ist keine Woche Fussball gespielt und die Ernüchterung ist bereits der Panik gewichen. Die Migros entlässt in Scharen angeheuerte Temporärangestellte für die Stände in Basel bereits vorzeitig und die täglich anfallenden Standmieten von alleine 40’000 CHF in Basel werden für die Migros zur Hypothek. Folgt jetzt nach der Immobilien-, der Banken- und Ölkrise die Euro-Krise?

Hoffentlich nicht. Noch haben wir zwei Wochen Zeit, dafür zu sorgen, dass die Euro zumindest unseren Gästen in guter Erinnerung bleibt. Ab nächster Woche wird es sportlich ernst. Die Entscheidungen rücken immer näher. Neue Woche, neues Glück. Die Schweizer Nati-Fussballer sind dann schon in den Ferien, während sich die Super-League Kicker auf die neue Saison vorbereiten, welche am 19. Juli beginnt. Die EM ein Randgeschehen für den aktiven Schweizer Fussballer. Noch aber gibt es ja den aktiven Schweizer Fan. Im Multikulti-Land Schweiz gibt es unzählige Möglichkeiten, wenn es um die Unterstützung anderer Fussballnationen geht.

Da wären die Portugiesen, die zwar einen schönen, aber oft auch theatralischen Fussball spielen. Oder die Italiener, von deren Hupkonzerten die Schweizer Städte bisher verschont blieben. Wie wäre es mit den Holländern, deren Fans sich jetzt schon in die Herzen der Schweizer gespielt haben oder doch die Franzosen, deren früherer Herrscher, die Schweiz erst den Bundesstaat zu verdanken hat? Nun, vielleicht halten wir schlussendlich auch mit den Deutschen. Deren Autos wir fahren, deren Fussballmeisterschaft wir fast so gut kennen wie die eigenen und deren Einwohner zu Tausenden in der Schweiz leben und arbeiten. Immerhin könnten wir so vielleicht noch ein „Sommermärchen light“ erleben. Und sollten es Jogi’s Jungs dann tatsächlich bis nach Wien schaffen, dann ist das nur der Schweiz zu verdanken. Obwohl sie möglicherweise kein einziges Spiel auf Schweizer Boden während dieser Euro machen werden, so haben sie zumindest ihre dauernden Aufenthalt im Tessin, genauer in Ascona. Nach Mallorca die zweite deutsche Enklave im Süden, wenn auch für betuchtere Gäste als Mallorca.





Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust

9 06 2008

Keine Angst, ich werde jetzt nicht literarisch. Goethes Faust findet aber auch im Fussball durchaus Anlehnung. Die Suche nach der Identität wird an der Euro 2008 in Österreich und der Schweiz sichtbarer als auch schon. Fussball und dem Sport im Allgemeinen wird ja oft eine integrative Funktion zugesprochen. Trotzdem fragen sich viele Fussballer in diesen Wochen frei nach Robert Lemke: Wer bin ich?

Besonders deutlich war die Frage Lukas Podolski ins Gesicht geschrieben, als der das Land seiner Geburt mit zwei Treffern quasi im Alleingang besiegte. Seine Reaktion nach den Toren gegen Polen: Verhalten. Dass er nicht zu Heulen begann, war schon fast ein Wunder. Sein Sturmpartner Miroslav Klose, ebenfalls mit polnischer Vergangenheit, war da schon abgeklärter. „Ich hab ein polnisches Herz“, sagte Podolski vor dem Spiel. Damit drückt er aus, was viele Secondos Tag für Tag erleben. Man bewegt sich zwischen zwei Welten und hofft, sich nie für die eine oder andere entscheiden zu müssen. Wenn doch, dann kann das durchaus tragisch sein.

Mladen Petric und Ivan Rakitic spielen für Kroatien, nicht ohne die entsprechenden Nebengeräusche in der Schweiz. Valon Behrami, Hakan Yakin, Eren Derdiyok und Göhkan Inler spielen für die Schweiz. Hamit Altintop, in Deutschland geboren, spielt für die Türkei. Die Liste ist lang und sie zeigt, dass trotz Integration und trotz Fussball man sich nicht schnell mal für die eine oder andere Seite entscheiden kann. Das gilt für Fussballer genauso wie für all die anderen Secondos.

Immerhin, es gibt auch jeden, die im Hinblick auf diese EM die Entscheidung nicht bereuen werden. Kazim Kazim ist so einer. Er ist ein in London geborener Türke und spielt für die Türkei. Er kann unbeschwert aufspielen, denn seine zweite Seele schaut sich die EM vor dem Fernseher an…





Wir sind Frei

8 06 2008

Weinen um Frei

(Keystone)

Zum Fussball gehören Tore. Das ist eine Binsenwahrheit. Vielleicht war Beni Thurnherr auch deshalb so schwarzmalerisch, als er nach dem Out von Goalgetter Alex Frei schon das Ende der EM für die Schweiz an den Fernsehbildschirm malte. Typisch Schweiz, sage ich da nur. Jetzt schreien sie wieder am lautesten, die Modefans. Man hätte es schon immer gewusst. Es reiche halt nicht. Ohne Frei haben wir keine Chance. Gut gespielt und verloren – so sind wir Schweizer halt. Und, und, und…

Doch halt. Was ist gestern eigentlich passiert? Betrachten wir die Sache doch mal nüchtern. Der beste Goalgetter der Schweizer Nati muss die EM auf tragische Weise ad acta legen. Das Team hat aber nach dem Aus von Frei nicht weniger schlecht gespielt (und das notabene im ersten Ernstkampf seit zwei Jahren gegen die Nummer 6 der Welt!!) und dann ein unglückliches Tor kassiert. So what! (frei nach Silvia Affolter‘s T-Shirt an der EM-VIP Party in Zürich). Halloooo, Aufwachen! Es sind noch sechs Punkte zu verteilen!

Vor vier Jahren hat Portugal das Startspiel auch verloren. Die Schweiz kann auch ohne Alex Frei gewinnen. Es wäre fatal, alles an einem Spieler aufzuhängen. Der nächste Gegner, die Türkei, hat sich im Spiel gegen die Portugiesen nicht gerade als Übermacht gezeigt. Gewinnen die Jungs das Spiel am Mittwoch, dann ist auch gegen Portugal im letzten Spiel noch alles möglich. Es ist nur das, worauf die Fussballschweiz und ihre Fans warten. Ein Fiebern bis zum Schluss.

Was wir nun brauchen ist Mut und Freude. Marco Streller, der seine Nati-Karriere in spätestens drei Wochen an den Nagel hängt, soll endlich die Freude zeigen, die im bisher abhanden gekommen ist. Er hat auf jeden Fall noch zwei Spiele vor sich. Zwei EM Spiele! Zwei Spiele im geliebten Joggeli. Deshalb sollte er uns zeigen, dass er in Alex Frei Fusstapfen als Ersatztorschütze stossen kann.

Wir brauchen aber auch Mut. Den Mut des Köbi Kuhn. Gestern hat er ihn nicht gezeigt. Er setzte mit Hakan Yakin auf Routine (und wurde fast dafür belohnt). Trotzdem! Tragische Momente wie jene des Alex Frei sind oft die Stunde neuer Helden: Eren Derdiyok könnte ein solcher heissen. Zeigen Sie Mut Herr Kuhn und lassen Sie den Jungen von der Leine. Er wird sie nicht enttäuschen.