Gratulation Beni Huggel

28 05 2010

Die Web-Gemeinde hat entschieden. Beni Huggel hat das schönste Goal Europas in der abgelaufenen Saison geschossen. Die Vernetzung der FCB-Gemeinde hat ebenfalls einen Sieg davon getragen….

Zum Ergebnis





Europas Tor der Saison

25 05 2010

(Quelle Foto: Foto SCHön, Badische Zeitung)

Benjamin Huggel ist in der Endausscheidung zum Goal der Saison in Europa. Lanciert hat die Umfrage die englische Zeitung „The Guardian“. Das Goal von Huggel ist nicht an sich eine Augenweide, der ganze Angriff ist wie aus einem Guss und dürfte in jeder Fussballschule als Anschauungsunterricht künftig zum Standardrepertoir gehören. Schaut euch das Goal an und stimmt für Beni Huggel!

Zum Voting





Glaubed nit an Gaischter…

10 05 2010

Noch sind zwei Runden zu spielen, aber erlauben sich die beiden stärksten und besten Super-League Mannschaften am Donnerstag keinen Ausrutscher, steuern wir auf eine Finalissima hin, welcher im Herbst niemand für möglich gehalten hätte.

YB vs. FC Basel heisst die Zauberformel, die kein Fussballherz unberührt lässt. Sollte der Meistertitel am letzten Spieltag entschieden werden, dann kommt dies einem „echten“ Finalspiel gleich: „No time für loosers“, „The winner takes it all!“.

Äusserlich spricht vieles gegen den FC Basel. Der Gummirasen im Stade de Suisse, das Verletzungspech sowie die Gelb-Gefahr. Vor dem Spiel gegen Xamax droht für nicht weniger als sieben FCB-Spieler eine Zwangspause in der Finalissima, falls einer von ihnen im Spiel gegen Xamax gelb sieht. Es sind dies Behrang Safari, Xherdan Shaqiri, Benjamin Huggel, Franco Costanzo, Toni da Silva, David Abraham und Cadgas Atan.

Trotzdem genau diese Spiele liegen dem FCB und es spricht auch einiges gegen YB.

YB hat schön früh das Double für sich behauptet. YB glaubte nach dem Ausscheiden im Cup schon die Meisterschaft im Sack (siehe auch Blogeintrag vom 21. März) und YB muss, ja muss einfach Meister werden! Der FCB, so blöd das klingt, darf.

Er hat in Saison 1 unter Thorsten Fink mehr erreicht als viele (auch ich) im Herbst für möglich gehalten haben. Er hat den Cupsieg auf souveräner Art nach Basel geholt und er hat die Meisterschaft bis zum Ende spannend gemacht und dies nach einem Rückstand von 13 Punkten auf YB und dies nach einer Saison, in welcher YB an gefühlten 33 von bisher 34 Spieltagen an der Spitze war. Wenn also jemand weiche Knie bekommt, dann die Berner, obwohl der Titel selbstredend verdient wäre.

Wie sagte doch Beni Huggel so schön: „ Wenn YB am Ende mehr Punkte hat, dann haben sie es auch verdient, den Pott in den Händen zu halten“. Wenn!!!





Auf den Spuren von Helmut Benthaus

7 12 2009

Ob Christian Gross sich wohl bei der anderen grossen FCB-Trainerlegende informiert hat, bevor er in Stuttgart unterschrieb? Fakt ist, nach dem Erfolgstrainer Helmut Benthaus wechselt mit Christian Gross eine weitere FCB-Trainerikone nach Stuttgart. 18 Jahr nach Benthaus stehen die Vorzeichen für Gross aber auf Sturm. Die Mannschaft steckt im Abstiegskampf, kann sich aber noch für die Achtelfinals der Champions-League qualifizieren. In der Meisterschaft heissen die Gegner vor den Weihnachtsferien Mainz (auswärts) und Hoffenheim (zuhause). Vier Punkte sind sicherlich das Ziel von Christian Gross. Es wird schwer, aber Herausforderungen liebt der ex-FCB Trainer ja. Wenn er Stuttgart diese Saison vor dem Abstieg rettet und dann in der nächsten Saison wieder auf einen Europacupplatz führt, ist ihm der Platz in der Ahnengalerie neben Helmut Benthaus sicher. Er muss ja nicht gerade das Kunststück von Benthaus vollbringen, der bereits in der zweiten Saison bei Stuttgart den Meistertitel mit den Schwaben holte.





Fussball ist ein Produkt

16 09 2009

Fans

(Fussballclubs buhlen um die Gunst und das Geld der Fans.)

Früher war alles besser und einfacher. Da gingen die Leute noch aus purer Begeisterung und Liebe zum Verein an Fussballspiele. Das ist heute zwar auch noch so, aber es ist unbestritten, dass Fussball heute auch ein Produkt ist. Die Konkurrenz in unsere Eventgesellschaft ist gross und die Angebote zahlreich.

Noch immer gibt es natürlich jene, die aus Liebe zum Verein an Fussballspiele gehen, doch genügen diese Zuschauer heute nicht mehr, um die explodierenden Kosten eines professionellen Fussballbetriebs zu decken. Werbe- und Sponsoringeinnahmen machen heute einen Grossteil des Budgets aus. So betragen zum Beispiel die Zuschauerreinnahmen bei Bayern München nur 24% der Gesamteinnahmen. Bei Schweizer Vereinen sind es weit über 90% im Schnitt. Die Schweizer Vereine haben es zum Teil aufgrund fehlender TV-Einnahmen und anderen wirtschaftlichen Grundvoraussetzungen als ausländische Clubs, aber auch aufgrund zum Teil miserabler Merchandising-Abteilungen verpasst, diesen Anteil zu verkleinern. Die Folge: Schweizer Vereine müssen konstant an ihrem „Produkt“ feilen, um die Massen und damit die Grundlage für ihr wirtschaftliches Überleben in die Stadien zu ziehen.

Am Beispiel des FC Basels zeigt es sich, dass diese Produkt zurzeit nicht stimmt. Das Preis/Leistungsverhältnis liegt nicht in den Erwartungen des Konsumenten. Dies zeigt, dass nur gerade 12’000 Packages für die drei Euroleaguespiele verkauft wurden und für den Knüller gegen die AS Roma bisher knapp 17’000 Tickets über den Ladentisch gingen. Dies müsste den Verantwortlichen zu denken geben.

Nun muss dringend das Produkt respektive die Leistung, welche der Konsument/Fan davon erhält verbessert, oder der Preis gesenkt werden. Ende Jahr werden zudem die Jahreskarten erneuert. Viele vor allem Firmen, welche bisher gleich mehrere Tickets kauften, werden sich fragen, ob sie diese erneuern. Es zeigt sich aber auch, dass die Kommunikation und damit die Vermarktung des Produktes eine grosse Rolle spielt. Auch der FCB wird bald merken, dass die Marke sich nicht von alleine verkauft und neue innovative Ideen nötig sind (siehe auch „Sport-PR: Der FC Basel„).





Sport-PR: Die Kommunikation der Schweizer Fussballvereine im Urteil

9 06 2009

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(Alle wollen was: Der Fussball steht im kommunikativen Brennpunkt.)

Im Gegensatz zu Unternehmen aus der Privatwirtschaft haben es Fussballklubs, vor allem sportlich erfolgreich, zum Teil einfacher. Die Kunden müssen nur selten überzeugt werden, dass Produkt zu konsumieren. Meist verkauft sich das Produkt quasi von selbst. Aber genau in diesem Trugschluss liegt das Hauptproblem vieler Fussballvereine. Die Kommunikation wird oft vernachlässigt oder nur semi-professionell gehandhabt. Die negativen Folgen sind vielfältig. Da wäre einmal der „Imageverlust“, was den Umgang mit Sponsoren, Politik und weiteren Stakeholdern erschwert und damit den Zugang zu „Ressourcen“ behindert. Des Weiteren führt es zu einer nicht vollends ausgeschöpften Kunden- sprich Fanbindung, auch hier lassen die Klubs dringend benötigte Gelder brach liegen und schliesslich kann ein kommunikativ schlecht geführter Klub im Extremfall auch dazu führen, dass er für potentielle Spieler wenig attraktiv ist.

In der Schweiz stehen punkto Kommunikation vor allem vier Vereine im Fokus: der FC Basel, der Grasshopper-Klub, die Berner Young Boys und der FC Zürich. Wenn wir hier von Kommunikation sprechen, dann beschränkt sich dies nicht auf die Medienarbeit der Vereine. Natürlich ist es immer schwer, die Situation von Aussen zu beurteilen. Trotzdem sei es hier gemacht, denn kaum einer der von den Fussballklubs angesprochenen Vereine hat Einblick ins Innenleben. Und damit beurteilt auch diese die Situation von Aussen. Die Vereine müssen mit dieser Beurteilung leben und umgehen. Genauso wie es Unternehmen in der Privatwirtschaft müssen.

„Hesch ghört“ masst sich an, in einer fünfteiligen Kurzserie, die Kommunikationsarbeit dieser vier Vereine sowie jene der Liga zu beurteilen. Die Vereine werden dabei alle nach demselben Raster beurteilt. Ausgangspunkt ist die Website des Klubs. Es geht nicht darum, den Auftritt als solches zu beurteilen, sondern diverse Punkte der Stakeholderkommunikation anhand der Website zu beurteilen. Im Vordergrund stehen die folgenden Punkte:

–         Gibt es eine Medienseite?

–         Welchen Inhalt haben die News?

–         Welche Informationen gibt es für potentielle Sponsoren?

–         Was wird den Fans geboten?

–         Wie ist das Angebot im Bereich Merchandising?

Ebenfalls in die Beurteilung mit ein fliesst die Berichterstattung in den Medien.

Den Anfang machen wir morgen mit dem Grasshopper-Klub. Bis dahin sei der folgenden Podcast empfohlen. 009_Sport-PR_fuer_die_Bundesliga





Professionell ist anders

27 05 2009

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Es sollte kein Schnellschuss werden. Man wollte die Saison eingehend analysieren. Nun ist es doch ein Schnellschuss geworden und Christian Gross ist seinen Job noch vor Ende der Meisterschaft los. Gut, rein vertraglich gesehen erst nach der Meisterschaft, aber kommunikativ ist er weg.

Kritiker meinten, Gross sei der Erfolg in letzter Zeit in den Kopf gestiegen. Er sei verblendet gewesen und habe Ausreden gesucht. Die heutige Aktion könnte von Aussen den Anschein haben, als ob der Erfolg auch den Vorstand leicht geblendet hat.

Zu den Fakten:

Christian Gross hat in einer Zeit, in welcher der Fussball athletischer und schneller geworden ist, in 10 Jahren 4 Meisterschaften und 4 Cupsiege errungen, davon zweimal das Double. Selbst Benthaus holte nur einmal das Double und seine Erfolge fallen in einer Zeit statt wo der Kampf um den Titel mit der heutigen Situation nicht vergleichbar war. Gross hat in 10 Jahren Spieler wie Yakin, Atouba, Giminez, Rossi, Rakitic, Delgado, Petric, Majstorovic, Caicedo, Kleber, Nakata, Kuzmanovic, Huggel, Streller, die Degens und und und verloren und wieder ersetzt. Er hat junge Schweizer Spieler aufgebaut wie Rakitic, die Degens, Kuzmanovic, Sommer, Frei, Derdiyok: alles Nationalspieler! Er hätte wäre der 13. Mai und der Fall Muntwiler nicht gewesen, zwei Meisterschaften zusätzlich geholt. Der FCB war unter Gross seit 2002 nie schlechter als auf Platz 2 klassiert und ist das auch heute, am Tag als Gross entlassen wurde. Wieso also muss er gehen?

Nun, es scheint, als ob der Vorstand dem Druck der Medien und ein paar Supportern (und vielleicht einflussreichen Sponsoren) nachgegeben hat. Nicht mal eine Woche konnte man dem Druck standhalten. Das scheint von Aussen betrachtet nicht professionell: professionell ist definitv anders.

Beim FCB scheint man vergessen zu haben, dass der FCB seine Erfolge zwei Trainern verdankt: Benthaus und Gross. Dazwischen war Mittelmass und Beinahe-Konkurs. Die jüngsten Erfolge scheinen nun aber vielen Fans und auch Verantwortlichen in den Kopf gestiegen zu sein. Jetzt will man nicht nur Titel, sondern auch Fussball à la Manchester United. Das wird aber in der Schweiz nie möglich sein.

Noch kann der Vorstand beweisen, dass er weiss was er tut. Er muss einen Nachfolger suchen der dies auch wert ist, er muss die Mannschaft für 2009 zusammenstellen und er ist verantwortlich für Erfolg und Misserfolg in den nächsten Jahren.

Hoffen wir nicht, dass das Ende der Ära Gross auch das Ende des Erfolges beim FCB ist. 22 Jahre sind eine lange Zeit. Danke Christian Gross!





Gigi Oeri holt Benthaus: Gross gefeuert!

11 05 2009

Dies ist die Schlagzeile, welche sich die Nostalgiker nach der Niederlage gegen den FC Aarau wohl wünschen. Aber ehrlich: wir sind der FCB wie Basel und nicht B wie Bayern. Aus diesem Grunde wird die Meisterschaft fertig gespielt und dann analysiert.

Diese Analyse muss aber knallhart und schonungslos sein. Die vergangenen Erfolge aller Involvierten sind in den höchsten Tönen zu loben und zu ehren. Seit der Ära Benthaus war der FCB nicht mehr so erfolgreich. Trotzdem: Damit jetzt nicht eine der 80er und 90er Jahre ähnliche Depression ins Land zieht, muss gehandelt werden. Erst wenn alle Karten auf dem Tisch sind und eine zukunftorientierte Lösung gefunden wurde, darf man sich auf die Sommerferien freuen.





Folgt jetzt die grosse Zäsur?

27 11 2008

Die Köpfe in den Chefetagen des FC Basels rauchen spätestens seit gestern. Katerstimmung zu St. Jakob. Zum zweiten Mal im Rahmen der Champions-League Spiele fängt der FCB eine 0:5 Klatsche ein. Autsch! Europa und die Schweiz machen sich lustig über den Verein vom Rheinknie, während der zypriotische Meister Famagusta für Furore sorgt. Was ist schief gelaufen?

Nun, die Antwort ist ganz einfach: die Teilnahme für die Champions-League kam zu früh. Natürlich will jeder Spieler gewinnen und die Ambitionen beim Klub und den verwöhnten Sponsoren sind hoch. Trotzdem: mit dieser neue, jungen und vor allem unerfahrenen Mannschaft wäre eine Reise durch den Uefa-Cup besser gewesen. Nun stellt sich die Frage, wie weiter? Kein Wunder will Eren Derdiyok jetzt bereits im Winter nach Leverkusen. Er hat doch keine Lust, bis im Sommer noch um den Schweizermeistertitel zu spielen, selbst wenn es für lange Zeit der letzte Titel ist, den er in den nächsten Jahren holen sollte. Kein Wunder ist das Umfeld jetzt enttäuscht und kein Wunder fragen sich jene, welche Jahr für Jahr um ein Millionenbudget besorgt sind, ob das der richtige Weg ist.

Es ist schon frustrierend, wenn man national Massstäbe setzt aber international anerkennen muss, dass selbst ein Klub wie Shaktar Donezk für einen Spieler fast soviel Geld ausgibt, wie dem FCB als Klub im Jahr zur Verfügung stehen. Die Kluft zwischen dem FCB und den Vereinen, die Jahr für Jahr am grossen Topf der Champions-League laben ist in etwa so gross, wie zwischen einem Smart und einem Aston Martin. Beides sind Autos, beide bringen einem von A nach B, aber der Aston ist und bleibt eine Klasse besser.

Ist der Gross der Mann für die Zukunft?

Im Mittelpunkt der Gedanken um die Zukunft steht eine Name: Christian Gross. Er prägt den Verein seit fast zehn Jahren wie kein anderer und kommt mit seinen Erfolgen schon fast an die Ära Benthaus heran und das notabene in einer Zeit, in welcher der Fussball athletischer und die Unterschiede zwischen den Klubs kleiner geworden sind. Seine Visitenkarte ist voll mit Titeln und Spielern, denen er den Sprung in die europäischen Ligen und in die Nationalmannschaften verschiedenster Länder ermöglichte (Streller, Huggel, Ergic, Kuzmanovic, Rakitic, Petric, Derdiyok, Atouba, Gimenez, Rossi, Delgado, etc.). Der FCB war von 2002 bis heute eigentlich eine Durchgangsstation für Fussballer auf dem Weg nach oben. Und trotzdem eilte Gross mit seiner Mannschaft von Erfolg zu Erfolg. Der Mann weiss also was er macht. Wäre da nicht eine Frau namens Gigi Oeri. Auch sie weiss was sie macht und auch sie hat sich ihre Sporen im Geschäft Männerfussball abverdient. Sie ist es aber letztendlich, welche mit dem Vorstand und Christian Gross über Weihnachten entscheiden muss, wohin die Wege von Christian Gross und dem FC Basel in Zukunft führen.

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Müsste man heute ein Nachfolger für Christian Gross suchen, dann stünde nur ein Name auf dem Zettel: Marcel Koller. Nur er kann wirklich in die Fusstapfen eines Christian Gross treten und nur er hätte das Charisma, die Erfahrung und die Kenntnisse um den Schweizer Fussball, welche es braucht, um den FC Basel weiterhin erfolgreich Fussball spielen zu lassen.