Christian Heeb ist zurück

27 05 2009

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Der Gründer von Radio Basilisk und ehemalige Radiopirat und eine der Stimmen  vom Pizzo Groppera ist zurück. Dort wo er am liebsten ist. Mitten in der Radioszene. Christian Heeb hat sich Basel 1 von der Basler Mediengruppe gekauft. Oder soll man sagen, er hat sich die Konzession gekauft. Der Basler Mediengruppe gelang es nie, das Radio zu integrieren. Nun konzentriert man sich in der Krise wieder auf’s Kerngeschäft: das Zeitung machen. Damit ist man natürlich selbst für Übernahmen und Kooperationen wieder interessant. Denn die meisten Verläge besitzen bereits Lokalradios und haben deshalb wegen des drohenden Stellenabbaus und der Doppelspurigkeiten bisher nicht nach Basel geschielt. Das könnte sich in den nächsten Monaten ändern.

Und was geschieht mit Basel 1? Es wird zum vierten Mal (Raurach, Edelweiss, Basel 1) einen neuen Namen erhalten. Radio für „mündige Bürger“ will Heeb machen, was rechtlich gesehen Radio für Leute ab 18 Jahren ist. Er will die redaktionelle Leistung ausbauen.

Kann man damit Erfolg haben? Ich denke ja, professionelle Information hat auch im Radio ihren Wert, wie die Erfolge der Regionaljournale und von DRS 1 bis 3 zeigen.

Kann man damit Geld verdienen? Ich denke, das wird schwieriger. Information kostet Geld und dies wird kaum nur aus Werbegeldern zu finanzieren sein. Obwohl, gerade in der Krise sollte Radiowerbung eine günstige und effektive Werbeform für Firmen sein.

Man kann gespannt sein, was der Radiopionier für die Zukunft alles plant





Gigi Oeri holt Benthaus: Gross gefeuert!

11 05 2009

Dies ist die Schlagzeile, welche sich die Nostalgiker nach der Niederlage gegen den FC Aarau wohl wünschen. Aber ehrlich: wir sind der FCB wie Basel und nicht B wie Bayern. Aus diesem Grunde wird die Meisterschaft fertig gespielt und dann analysiert.

Diese Analyse muss aber knallhart und schonungslos sein. Die vergangenen Erfolge aller Involvierten sind in den höchsten Tönen zu loben und zu ehren. Seit der Ära Benthaus war der FCB nicht mehr so erfolgreich. Trotzdem: Damit jetzt nicht eine der 80er und 90er Jahre ähnliche Depression ins Land zieht, muss gehandelt werden. Erst wenn alle Karten auf dem Tisch sind und eine zukunftorientierte Lösung gefunden wurde, darf man sich auf die Sommerferien freuen.





GC und der 300 Millionen Irrtum

29 04 2009

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(Die Grasshopper flirten mit einem Investor)

Jetzt ist’s also klar. GC wird nicht zum Manchester United der Schweiz und kein Grossinvestor wird Millionen in den Klub der „Heugümper“ investieren. Morgen will GC Details an einer Pressekonferenz bekannt geben. Liest man heute die diversen Zeitungen wird eines klar: der angebliche Investor wollte kein Geld investieren, sondern Geld verdienen!

Wie das?

Ganz einfach. Er schloss mit GC einen Vetrag mit einer Geheimhaltungsklausel. Bei Nichteinhalten dieser Klausel muss die andere Partei 3 Millionen CHF zahlen. Dann sorgt der Investor dafür, dass die Story in den Medien kolportiert wird (wie im Blick geschehen). Nun muss er eigentlich nur noch warten, bis GC sich durch die Medien so unter Druck gesetzt fühlt, dass jemand aus dem Umfeld plaudert. Und schon wäre GC 3 Millionen los gewesen und der mysteriöse Investor hätte eine Stange Geld verdient.

Immerhin: so blöd waren die Herren der Grasshoppers dann nicht, als dass sie auf diese Masche hereinfielen.

Oder war es doch alles anders? Vielleicht erfahren wir es morgen, vielleicht auch gar nie.





Zwei Teams für die Champions League

27 04 2009

champions-league-logo_kleiner(Foto: Uefa)

Laut dem aktuellen Länderranking der UEFA, belegt die Schweiz Platz 15 und liegt damit knapp vor Dänemark. Dieser 15. Platz berechtigt sowohl den Erst- als auch den Zweitplatzierten der Meisterschaft zur Teilnahme an der Champions League Qualifikation. Unklar ist noch, wo der Schweizermeister sowie der Zweitplatzierte in den Wettbewerb eingreifen. Auf jeden Fall hätte der FC Basel die beste Ausgangslage. Egal, in welcher Runde er eingreift, er würde zu den gesetzten Teams zählen. In der aktuellen Teamrangliste der Uefa liegt der FCB auf Platz 37, während der diesjährige Titelmitfavorit FCZ auf Platz 116 und die Berner Young Boys auf Platz 178 liegen.

Der 2. Champions-League Platz ist allerdings erst ab er Saison 2010/2011 gesichert. In diesem Jahr spielt nur ein Team um den Einzug in die „Sternennächte“.





Streller hat die Seuche

10 04 2009

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(Der FCB Strum auf der Bank: Der eine sollte, der andere muss dort sitzen.)

Christian Gross hält unvermindert an seinem einzigen Stürmer Marco Streller fest. Eren Derdiyok, der im Sommer nach Leverkusen soll, schmorrt weiterhin auf der Bank. So auch gestern gegen Xamax Neuenburg. Aber auch gestern hat Marco Streller kein Tor gemacht: und genau das wäre die Aufgabe eines Stürmers. Ein Kopfball an den Pfosten und eine 100-%-ige Chance vergeigt, das die magere Ausbeute. Was der Arlesheimer auch anpackt, es gelingt ihm nichts.

Nun, mangelender Einsatz ist ihm nicht vorzuwerfen. Bei jedem Auskick von Costanzo, bei jeden langen Pass in die Spitze, versucht er seinen Mitspieler via Kopf zu lancieren. Hinzu kommt, dass die Schiedsrichter dieses Landes jedesmal, wenn ein Gegenspieler neben Streller umfällt, auf Stürmerfoul entscheiden. Trotzdem: es sei nochmals gesagt, Stürmer müssen Tore machen. Erst recht, wenn man nur einen aufbietet.

Wie soll es also weitergehen? Riskiert Christian Gross mit dem Festhalten an der Personalie Streller noch die Meisterschaft und damit seinen Kopf. Wird Streller je wieder seine Form finden? Die Kurve steht hinter ihm, das zeigen auch die Sprechchöre im gestrigen Spiel. Der Rest des Zuschauer und vor allem der Bahndamm aber pfeiffen ihn aus, wenn er wie gestern jeden Ball Richtung Tor verstolpert.

Die Fragen bleiben unbeantwortet. Schon am Donnerstag geht es im Cup weiter gegen YB. Schiesst Streller den FCB in den Final, dann ist er der Held. Trifft er bis Saisonende nicht mehr und der FCB verspielt seine Titel, dann muss sich nicht nur Streller seinen Gedanken machen. Der Klub ist dann gefordert, muss dringend Stürmer verpflichten und sich vorwerfen lassen, dass man Eren Derdiyok wegen Gross Starrsinn ein halbe Jahr auf der Bank versauern liess.





Wieso?

5 04 2009

Wieso lässt der FCB immer gegen die „Kleinen“ Punkte liegen? Wieso bringen die FCB-Spieler gegen die „Kleinen“ immer nur halbe Leistungen und kassieren den vollen Lohn? Wieso gelingt dem FCZ immer in der 90. Minute der Siegestreffer? Wieso reden die FCB-Spieler eine schlechte Leistung immer schön? Wieso kehrt YB selbst verloren geglaubte Spiele noch um? Wieso machen Vaduz, Luzern, Bellinzona & Co gegen den FCB das Spiel des Jahres und gegen den FCZ bringen sie kein Bein vors andere? Wieso ist der FCB trotz schlechten Leistungen im Meisterrennen immer noch dabei? Wieso muss der FCB jede Saison gegen YB beginnen? Wieso hat Laperriere im Spiel gegen Bellinzona keinen Penalty nach dem Foul an Ergic gepfiffen? Wieso hat Laperriere das 1:0 des FCB wegen eines nicht-existierenden Fouls an Bellinzona Goalie Zotta aberkannt? Wieso wird immer nur beim FCZ über schlechte Schiedsrichter diskutiert? Wieso freut sich der „Blick“ immer über Niederlagen des FCB? Wieso gibt der FCZ nicht zu, dass er mindestens soviel Geld wie der FCB zur Verfügung hat, er versteckt es einfach besser? Wieso soll der FCB nach diesen schlechten Leistungen diese Saison überhaupt Meister werden?

Wieso eigentlich nicht?





Der Frust des Roger F.

5 04 2009

Roger Federer ist ein Mensch! Im Halbfinal von Miami verlor die ehemalige Nummer 1 der Welt komplett die Nerven und schmiss sein Racket wutentbrannt auf den Boden. Die Szene geht um die Welt und nun wissen es alle: Roger Federer ist vom Tennis-Olymp wieder bei den Sterblichen gelandet. Roger Federer muss nun schauen, wie er in Würden „altern“ kann. Keine Frage, er ist immer noch ein aussergewöhnlicher Spieler und jedem mag ihm den Rekord von Sampras gönnen, sollte er ihn je erreichen. Aber Roger Federer war nicht nur der erfolgreichstes Spieler aller Zeiten, er war auch ein Vorbild auf dem Platz. Das er sein Racket zertrümmert, ist eine Sache. Dass er nach dem Spiel dem Schiedrsichter das „Handshake“ verweigeret eine andere. Und die gibt mir weit mehr zu denken, vor allem deshalb, weil alle Journalisten dieser Welt (noch) beiseite gesehen haben und dies nicht ansprachen.

Es wird höchste Zeit, dass Roger wieder zu sich findet: Auf und neben dem Platz.





Was ist aus den FCB-Transfers geworden?

16 03 2009

Der FC Basel hat in den letzten Jahren viele junge Spieler ausgebildet, sie zum Teil viel zu früh verloren und dabei rund 37.6 Millionen CHF an Transfererlösen eingestrichen. Für den FCB zumindest finanziell unter dem Strich ein gutes Geschäft. Wie aber sieht es mit den fussballerischen Karrieren der Spieler aus. Wo stehen sie heute?

 

Daniel Majstorovic, AEK Athen (Transfersumme ca. 3.8 Mio. CHF)

AEK Athen spielt dieses Jahr kaum um den Titel mit. Majstorovic ist aber Stammspieler und hat immerhin schon ein Tor geschossen. Damit ist er nicht ganz so torhungrig wie er das in der Schweiz war, aber sportlich scheint sich der Wechsel gelohnt zu haben.

Zukunft: AEK wird sportlich ein schöner Abschluss werden, bevor er sich wahrscheinlich dann in Schweden zurückzieht

 

Matthias Delgado, Besiktas Istanbul (Transfersumme ca. 7.5 Mio. CHF)

Der Argentinier hat sich im anspruchsvollen Umfeld der türkischen Liga durchgesetzt. Er ist meist Stammspieler und hat in der aktuellen Saison schon 7 Tore geschossen. Sein Team Besiktas spielt dieses Jahr um den Titel in der „Super League“.

Zukunft: vielversprechend

 

Zdravko Kuzmanovic, AC Fiorentina (Transfersumme ca. 4.5 Mio. CHF)

Nach durchzogener erster Saison hat sich Kuzmanovic zum Stammspieler gemausert. Die italienische Presse lobt den jungen Mittelfeldspieler. Fiorentina spielt oben mit und ermöglicht ihm trotzdem weiter an sich zu arbeiten.

Zukunft: vielsprechend

 

Ivan Rakitic, Schalke 04 (Transfersumme ca. 6 Mio. CHF)

Der „Möhlner“ spülte Millionen in die Vereinskasse und hinterliess beim FCB im Mittelfeld ein Riesenloch. Er hatte es von Anfang an schwer. Sah man im jungen Rakitic doch bereits den Nachfolger für den Brasilianer Lincoln: ein schweres Erbe. Zu Beginn lief es nicht schlecht. Doch Schalke ist eine „Fussballwundertüte“ und heute stehen die Knappen wieder einmal vor einem Neuanfang. Die BILD-Zeitung (vom 16.3.2009) geht nicht unzimperlich mit ihm um: „4-Mio-Missverständnis Ivan Rakitic (21/Vertrag bis 2011) trägt die Rücken-Nummer 10 nur spazieren.“.

Zukunft: ungewiss.

 

Mladen Petric, Borussia Dortmund/Hamburger SV (Transfersumme ca. 5 Mio. CHF)

Petric hat alles richtig gemacht. Er wechselte erst spät ins Ausland. Dortmund war für in Angewöhnungszeit. Beim Hamburger SV ist er nicht mehr wegzudenken und spielt um einen Titel in einer der grössten europäischen Ligen.

Zukunft: vielversprechend.

 

Felipe Caicedo, Manchester City (Transfersummer ca. 10.8 Mio. CHF)

Finanziell der Hammer, da sich englische Klubs wirklich alles leisten können- Sein Leistungsausweis bei City ist durchzogen, was aber auch an der immensen Konkurrenz liegt. In der Meisterschaft kam er bisher auf 11 Einsätze, wovon er viermal in der Stammformation stand. Immerhin hat er bisher zweimal ins Schwarze getroffen.

Zukunft: aufgrund der grossen Konkurrenz im Sturm ungewiss.





Wann kommt Alex Frei?

6 03 2009

Es wird Zeit, dass die Verantwortlichen des FCB mal Alex Frei anrufen. Der Stürmer versauert in Dortmund (siehe BILD-Zeitung). Wenn der FCB wieder zu einem torgefährlichen Zweimannsturm zurückkehren will, dann wäre die Kombination Streller/Frei sicherlich nicht das Schlechteste.

Der grosse Streller und der quirrlige und mit Goalinstinkt versehene Frei würden endlich wieder für Gefahr sorgen.

Ich bin sicher, dass Frei nach Rennes und Dortmund die Welt gesehen hat und sich nicht mehr bei einem anderen internationalen Klub abmühen will. Die Zeit für den FCB wäre reif und auch Ottmar Hitzfeld hätte sicher seine Freude!





Gedanken zur Krise

22 02 2009

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(Ein wenig JFK würde in der heutigen Wirtschaftskrise nicht schaden.)

Die „Krise“ hat uns fest im Griff. Doch wie kommen wir aus ihr raus. Längst ist sie zum Medienereignis geworden. In der Schweiz wird Krise mit UBS gleichgesetzt, in den USA und europäischen Ländern wie Deutschland oder Grossbritannien ist die Krise gleich dem Niedergang der Autoindustrie. Den Durchschnittsbürger lässt es kalt, solange sein Arbeitsplatz nichts selbst betroffen ist und ob der tagtäglichen Meldungen an Milliarden von staatlichen Unterstützungsgeldern und Jobs die nun auf der Strasse liegen, wird man gleichgültig.

Es scheint so, als ob es wie mit den Hungertoten in Afrika und den Selbstmordanschlägen in den arabischen und asiatischen Staaten ist. Je mehr wir darüber lesen, hören und sehen, desto wenig scheint es uns zu interessieren. Und das ist fatal. Denn schlussendlich geht uns die Krise alle an. Wer die Milliarden an Geldern sieht, welche die Staaten in die Unternehmen pumpen, um die Wirtschaft am laufen zu halten, sollte eigentlich sofort merken, wer dies zahlt: jeder einzelne Steuerzahler.

In diesem Sinne sollte man meinen, dass wir alle eines gemeinsam haben. Wir sind alle Teil der Krise und nur gemeinsam kommen wir wieder heraus. Doch es ist allzu menschlich, dass es in der Krise nicht anders ist als im Aufschwung. Jeder ist sich selbst am nächsten: so fordern Gewerkschaften im Abschwung höhere Löhne, es gibt immer noch Wirtschaftsmanager, welche das Gespür für ihre eigene Löhne nicht haben und jeder träumt davon, dass wenn man die Augen nur lang genug zumacht, sich alles als schlechter Traum herausstellen sollte.

Dabei wäre Lösungen doch manchmal so pragmatisch, wenn jeder bereit wäre zu verzichten! Die Umsätze purzeln, die Gewinne brechen ein und der Wachstum stottert, wie seit 30 Jahren nicht mehr. Wieso also nicht einfach auf das Lohnniveau von vor 10 Jahren zurückkehren? Im Schnitt macht das je nach Branche vielleicht 8 bis 20’000 CHF pro Jahr aus. Zugegeben, das ist viel Geld und würde im Einzefall für viele sicherlich eine Privatinsolvenz bedeuten, oder man müssten vom 6-Zimmerhaus zurück in eine 3-Zimmer Wohnung, das zweite Auto verkaufen und so weiter. Allerdings würde es überall die Lohnkosten reduzieren, die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber anderen Ländern wieder stärken und Arbeitsplätze sichern. Denn wenn keiner auf Lohn verzichten muss, führt das dazu, dass Arbeitnehmer entlassen werden müssen, um kosteneffizient und konkurrenzfähig zu bleiben.

Zugegeben, die Lösung ist nicht durchdacht. Sie würde natürlich insbesondere dort keinen Erfolg bieten, wo Unternehmen eh strukturelle Probleme haben. Aber überlegen Sie mal nur eine Minute, was der eigentlichs Sinn der Lösung ist: nur wenn jeder bereits ist, zu verzichten, nur dann werden wir aus der Krise herauskommen. Und das ist nun wahrlich nicht zuviel verlangt. Meinen Sie nicht auch.

Irgendwie so waren auch John F. Kennedeys Gedanken als er meinte: don’t ask, what your country can do for you, ask what you can do for your country. Und dieser Aufruf beschränkt sich heute bei weitem nicht nur auf das eigene Land.