Noch eine „Expertenmeinung“ zu Roger Federer

2 07 2010

Foto: Wimbledon.org

Nachdem Roger Federer an den letzten beiden Grand-Slam Turniere in Paris und Wimbledon bereits in der Viertelfinals die Segel gestrichen hat (notabene gegen die nachfolgenden Finalisten Söderling und Berdych), schallt es von allen Seiten Ratschläge und Meinungen zur Zukunft des „King of Tennis“. Björn Borg meint, Federer denke wohl an Rücktritt, während Tim Henmann die besten Jahre von Federer noch vor sich sieht. So habe auch er, Henmann, erst mit knapp 30 Jahren sein bestes Tennis gespielt.

Nun, ich bin kein Experte in Sachen Tennis und schon gar kein Experte in Sachen Roger Federer. Allerdings verstehe ich etwas darin, Situationen zu analysieren und danach meine Schlüsse zu ziehen. So gesehen befähigt mich dies bestens, um auch meinen Senf dazu zu geben.

Federer hat ein Problem keine Frage. Also müssen wir in der Analyse diesem Problem auf den Grund gehen. „What’s the problem“ hat ein ehemaliger Professor immer gesagt, bevor es zur Lösung diese geht. Nun das Problem ist, dass Roger Federer die Messlatte für Erfolg auf eine Höhe gesetzt hat, die er selbst kaum mehr erreichen kann. Wer über Jahre das Männertennis dominiert hat, wer 23-mal ununterbrochen einen Grand-Slam Halbfinal erreicht hat, der wird anders beurteilt als der Rest der Welt. Ein Problem dabei war auch seine Beständigkeit. Wo sind die Federer Bezwinger 2009 Dawydenko und Del Potro in diesem Jahr? Hab sie nicht gesehen. Federer ist aber immer noch dabei.

Wie aber kann dieses Problem gelöst werden? Hier wird es bereits schwieriger. Rücktritt, wie es Borg vorschlägt? Nochmals alles geben, das Letzte aus sich herausholen, um mit all den jungen Wilden mithalten zu können? Ich glaube, dass keine der beiden Varianten die Lösung für Federer ist.

Ein Rücktritt käme für einen, der dieses Spiel wie kein anderer liebt zu früh. Sich nochmals schinden, um auch im Herbst seiner Karriere nochmals alles zu gewinnen, ist wohl auch nicht realistisch, zumal er neben dem Tennisplatz auch andere Prioritäten setzt.

Die Lösung ist einfach. Nicht Federer muss sich ändern, das Publikum muss es. Der Zuschauer muss seine Erwartungen anpassen, muss auch einen Einzug in ein Viertelfinale eines Grand-Slam oder ein Sieg bei einem der kleineren Turniere wieder als das anerkennen was es ist: Eine tolle sportliche Leistung. Denn der Druck, den die Öffentlichkeit über die Jahre aufgebaut hat und dem Federer gerecht werden möchte, estimiert nur Grand-Slam Siege. Wieso also von einem, der bereits alle überflügelt hat, Dinge erwarten, denen keiner der heute in den Top 10 der ATP-Rangliste vertretenen Spieler gerecht werden kann.

Wenn Federer merkt, dass sich das Publikum an seinem Spiel und auch „einfachen“ Siegen freut, dann wird auch bei ihm der Spass zurückkommen und er wird noch den einen oder anderen Pokal in die Höhe stemmen. Es muss nicht immer ein Grand-Slam sein. Federer hat dem Tennispublikum in den letzten Jahren soviel gegeben, jetzt liegt es an diesem, dem „King of Tennis“ etwas zurückzugeben. Erst durch seine Vormachtsstellung sind die anderen Spieler besser geworden und hat sich die Qualität des Spiels erst verbessert. Es ist Zeit, dies zu anerkennen, dann werden wir alle noch lange Freue an seinem Spiel haben.





England diskutiert über die Zukunft der Three Lions

29 06 2010

 

Das grosse Aufräumen fängt erst an. England ist in einer Sinneskrise und macht sich Gedanken über die Zukunft des englischen Fussballs, die Chancen an der WM 2014 und die Nationalmannschaft. Fabio Capello wird die nächsten Tage kaum überleben und ein Engländer muss als Nationalcoach her. Können Hodgson, Redknapp oder Beckham die Three Lions retten? Dabei war das Debakel absehbar. Die Nationalmannschaft heisst so, weil nur Spieler des entsprechenden Landes spielberechtigt sind. Die Klasse der Nationalmannschaft ist nicht mit der Klasse der heimischen Liga gleichzusetzen. Das vergessen sie auf der Inseln manchmal. Ist ja auch schwer, ob der ganzen Selbstbeweihräucherung der Premier League und der Unsummen, welche dort umgeschlagen werden.

Dabei zeigen die Ranglisten der Bundesliga und der Premier League sowie ein Blick auf das Kader offensichtlich, wo die Probleme liegen.

Bundesliga: Die fünf Erstplatzierten (Bayern München, Schalke 04, Werder Bremen, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund) haben 85 Deutsche im Kader.

Premier League: Die fünf Erstplatzierten (Chelsea, Manchester United, Tottenham, Manchester City und Arsenal) haben 37 Engländer im Kader.

Noch Fragen? Im Kader der englischen Mannschaft befinden sich 13 Spieler aus diesen Klubs, im deutschen Kader 14.  Mit anderen Worten, der englische Nationaltrainer Fabio Capello muss jeden 3. Engländer aus den Topklubs nominieren, egal ob dieser nun das Zeug zum Nationalspieler hat oder im Klub auch Stammspieler ist. Der deutsche Nationaltrainer Jogi Löw muss nur jeden 6. aus den Topklubs nominieren. Mehr Auswahl, mehr Möglichkeiten, grösserer Verdrängunskampf um einen Platz in der Nationalmannschaft und damit auch mehr Wettbewerb und Qualität.





Was bleibt hängen? Die WM 2010

29 06 2010

Die WM in Südafrika geht oder ist bereits in der entscheidenden Phase und irgendwie mag keine Stimmung aufkommen, trotz Sommermärchen-Wetter. Was bleibt hängen, nachdem der Ball nun mehr als zwei Wochen rollt? Eigentlich wenig bis nichts, zumindest fussballerisch. Fatale Schiedsrichterentscheidungen, halbleere Stadien und alles übertönt vom Surren der Vuvuzelas. Die Massen in Südafrika wurden genauso wenig vom WM-Fieber angesteckt wie der Rest der Welt. Gefeiert wird wenn überhaupt in den Fanmeilen Südamerikas und in Deutschland. Hoffen wir, dass sich ab den Viertelfinals doch noch so was die Dramatik ergibt. Enge Spiele, Verlängerung und Tragödien nach einem Aus im Penaltyschiessen. Die Paarungen Deutschland – Argentinien und Brasilien – Holland versprechen zumindest vom Papier her eine gewisse Spannung.

Trotzdem: etwas Positives hat die WM 2010 bisher. Es gibt keine Strassenschlachten und Ausschreitungen, da selbst den Hooligans der Weg ans Kap zu weit ist. Das wird sich an der EM 2012 un Polen und der Ukraine leider wieder ändern…





Public-Viewing oder der Traum vom grossen Geld

28 06 2010

Die Betreiber der Public-Viewing Anlage im Schänzli in Muttenz sind ratlos. Gemäss der Basler Zeitung von heute, ist der Platz vor dem grössten LED-Bildsschirm Europas (Eigenwerbung, nicht nachgeprüft) meist leer. Woran liegt es? Die Rahmenbedingungen würden doch stimmen? Auch in Deutschland sind die Fanmeilen rappelvoll. Nun, die Ratlosigkeit scheint ziemlich naiv, war das Projekt doch von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Und ich kann euch auch sagen wieso.

  1. Die Lage: Nahe bei der Stadt ist halt nicht in der Stadt! Es müsste jedem klar sein, dass Herr und Frau Basler ihre Feste IN der Stadt zu feiern pflegen. Das ist eine Tatsache. Der Barfi oder der Marktplatz wären hier ideal gewesen (aber natürlich gäbe es dafür nur schwer Bewilligungen).
  2. Die Schweizer Nati: Wir sind eine Fussballstadt aber keine Fussballnation. Der Erfolg gegen Spanien kam überraschend und eigentlich war nicht damit zu rechnen, dass die Schweiz länger für drei Spiele in Südafrika ist.  Das ist in Deutschland anders, dort herrscht quasi Planungssicherheit bei Betreibern von Fanmeilen.
  3. Die WM ist in Südafrika!: Mit anderen Worten, es kommen keine Spontanfans aus anderen Ländern vorbei und gehen mal kurz in eine Public-Viewing Anlage. WM-Euphorie in der Stadt gibt es so nicht. Ist und war eigentlich schon im Vorfeld logisch.
  4. Kleinigkeiten: Dass ausgerechnet an den ersten Wochenenden Regen und kaltes Wetter den Umsatz vermieste, war unglücklich, aber mit schlechtem Wetter muss man rechnen. Ausserdem kommt es keinem in den Sinn, zwei oder dreimal pro Woche für ein Public-Viewing ins Schänzli zu gehen und dabei schon fast 50.- nur für den Eintrittspreis liegen zu lassen. Auch ist die Dimensionierung völlig falsch. Stimmung kommt in der Anlage nur auf, wenn sich Tausenden versammeln. Da die Anlage aber meist leer und stimmungslos ist, zieht das auch keine Kurzentschlossenen an. 

Wir wollen ja nicht besserwisserisch sein und Privatunternehmern ihren nicht erreichten Erfolg vorhalten. Aber wenn private Investoren mit solcher Naivität und Blauäugigkeit eine Idee verfolgen, dann ist das wie Lotto spielen und hat mit Geschäftssinn nichts zu tun. Und mit Lotto spielen ist das halt so eine Sache: in den meisten Fällen verliert man.

Übrigens: Noch bleiben zwei Wochen WM. Platz genug hat es im Schänzli: http://www.public-viewing-basel.ch/





Wimbledon over FIFA Worldcup

24 06 2010

Ich gebe es zu. Die Fernbedienung war gestern Abend mein ständiger Begleiter und ich hab das Tor von Özil gegen Ghana verpasst. Eigentlich hab ich kaum was vom Spiel gesehen, da ich ständig auf BBC 2 war um dem Jahrhunderereignis schlechthin zuzuschauen: John Isner vs. Nicolas Mahut. Was die beiden gestern (und vorgestern) ablieferten war nicht zu toppen. Jetzt hab ich eigentlich heute nur ein Problem, falls die beiden tatsächlich wieder um 16.30 Uhr auf dem Court No. 18 stehen, der künftig sicher Isner/Mahut Court heissen wird. Auf Wilmaa Schweiz gibt es kein BBC, hingegen eine Menge Sender die Fussball bringen. Wie lanngweilig.





SVP vs. Gadaffi

24 06 2010

Der Vorschlag der SVP, die Schweiz für künftige Erweiterungen zu öffnen, entwickelt sich in den Medien zu einen Vor-Sommerlochthema. Das Fricktal diskutiert heiss, wie es wäre, wenn Baden-Württemberg zur Schweiz stossen würde. Jenseits wie diesseits des Rheines wird der Vorschlag natürlich mit einem Lächeln beurteilt. Trotzdem, gerade für die Deutsche gäbe es einige Vorteile. Aber da steht ja auch noch der Vorschlag von Wüstenherrscher Muhamar al-Gadaffi im Raum. Dieser brachte unlängst die Aufteilung der Schweiz ins Spiel und damit den umgekehrt Weg. Nun, wir wollen das mal zum Anlass nehmen, eine nicht ganz ernst gemeinte Gegenüberstellung dieser beiden Vorschläge am Beispiel Baden-Württemberg zu erstellen.

 Der SVP-Vorschlag

Die Deutschen könnten von tieferen Benzinpreisen profitieren und wir Schweizer könnten den Schwarzwald und den Europa-Park zu unseren Tourismus Highlights zählen. Mercedes und Porsche wären Schweizer Automarken und Christian Gross auf einen Schlag wieder Trainer in der Schweiz. Schlechte Nachrichten gäbe es hingegen für die Schweizer Konsumenten. Das wöchentlich Einkaufsritual im grenznahen Deutschland zu günstigen Preise und die Rückerstattung der Mehrwertsteuer fallen weg.

 Der Gadaffi-Vorschlag

Wir Schweizer wären auf einmal dreimaliger Weltmeister!

Nun, der SVP-Vorschlag hätte doch mehr Vorteile. Zumal die Engländer es uns vorgemacht haben. Zu Träumen und zu Scheitern, gerade an Fussballweltmeisterschaften, ist viel spannender und aufregender, als immer mit dem Gefühl an eine WM zu reisen, tatsächlich reelle Chancen zu haben…





Wie bringe ich das meinem Kind bei?

21 06 2010

Früher, ja früher war alles besser. Der Ferdy Kübler ist damals noch ohne Blutdoping und Motor (nur ein Witz Herr Cancellara) von Sieg zu Sieg gestrampelt. Der Karli Oder matt und seine Kollegen sassen in den bekannten Restaurants und Bars der Stadt mit den Fans zusammen, tranken einen über den Durst und haben am Tag darauf die Meisterschaft gewonnen. Und früher, ja früher, da waren Fussballweltmeisterschaften noch ein Ereignis für die ganze Familie. Angefangen hat dann alles mit der Hand Gottes (Maradona im Viertelfinal Spiel der WM 1986 in Mexiko gegen England). Seit diesem Tag, weiss jeder Knirps auf dem Fussballplatz, dass „Schummeln“ zum Sport dazu gehört.

Doch die Weltmeisterschaften in Südafrika (O-Ton Sepp Blatter am Tag des Finalspiels am 11. Juli 2010 „Die besten Weltmeisterschaften aller Zeiten“) toppen alles Bisherige. Fussball, das Spiel aller Schichten der Gesellschaft,  ist immer mehr zum Spiegelbild dieser geworden. Die heile (Vorbilds-)Welt können Messi, Ronaldo & Co. nur noch bedingt vorgaukeln.

Das fängt bei den Löhnen an. Ein Cristiano Ronaldo soll bei Real Madrid rund 20 Millionen Franken verdienen. Das ist das 500-fache eines Gartenarbeiters in der Schweiz, der jederzeit in der Lage ist, einen Rasen anzulegen, auf dem auch Ronaldo seine Schnelligkeit und seine Dribblings ausleben kann. Ungerecht? Nein, Spiegelbild unserer Gesellschaft.

Die französischen Fussballer sind zwar als Einzelspieler begnadete Fussball, menschlich haben Sie sich aber kaum weiterentwickelt. „Sie stammen fast alle aus den „Banlieu“, sie haben gelernt, wie man den Ball stoppt und weiterspielt, aber sie haben keinen Respekt. Sie stellen das Spiegelbild der Probleme der französischen Gesellschaft dar“, meint denn auch Gilbert Gress auf Newsnetz. Heisst das jetzt, dass jeder Bub mit einem Trikot von Anelka künftig seinen Lehrer darauf hinweisen kann, dass er sich im „Pfefferland selbst vergnügen“ soll?

Die Brasilianer werden wahrscheinlich Weltmeister und ein Schiedsrichter sieht nicht alles, kann nicht alles sehen. Wenn er wie gestern aber den Torschützen fragt, ob er den Ball mit der Hand genommen hat und dieser (Luis Fabiano) das Unschuldslamm spielt, spricht lügt, dann ist es schwer, einem Kind zu erzählen, dass dies nicht richtig ist.

Es ist sicherlich nicht Aufgabe des Fussballs besser als die Gesellschaft zu sein, aber man könnte sich durchaus überlegen, ob Fussballspiele künftig einer Freiwilligen Schutzkontrolle (FSK) unterliegen sollten. Was man dort zu sehen und hören bekommt, ist sicherlich nicht harmloser, als in einem Film, welcher nicht unter 16 Jahren freigegeben ist. Das ist natürlich nicht Ernst gemeint (für alle jene, die das Wort Ironie nicht kennen), aber die Tendenz geht in diese Richtung. Der Fussball hat sein Unschuld längst verloren…

P.S.:Übrigens sind auch die Äusserungen an den anschliessenden Medienkonferenzen nicht immer druckreif, wie das Beispiel Carlos Dunga zeigt. Die FIFA ermittelt und wir sind froh, werden die Medienkonferenzen zumindest in unsere Stuben nicht live übertragen.





Nordkorea vs. Portugal – Memories

21 06 2010

Heute ist es wieder soweit. Portugal trifft auf Nordkorea. Die Kicker aus dem Land hinter dem eisernen Vorhang machten schon 1966 an der WM in England (ja genau, das ist die WM bei der die Engländer ihren bisher einzigen Titel holten) von sich reden. Nachdem sie in der Vorrunde Italien ausgeschaltet haben, trafen sie auf Portugal. 3:0 führten die Nordkoreaner und verzückten das englische Publikum. Doch dann hatte ein Mann genug. Portugals Fussball-Legende Eusebio traf 4 Mal und schliesslich gewann Portugal 5:3 und zog sich nochmals aus der Affäre. Wie sieht das heute Nachmittag wohl aus?





„Gute Nachricht“ für alle Schmugglerinnen und Schmuggler

18 06 2010

St. Galler Richter haben heute in Sachen „Pyros“ ein wegweisendes Urteil gefällt. Demnach verstösst nur das Abbrennen von „Pyros“ gegen das Sprengstoffgesetzt, nicht aber das Mitführen von Feuerwerk. Dies ist auf den ersten Blick eine gute Nachricht für all jene, welche mit dem „Schmuggeln“ von Pyros quasi Beihilfe leisten. Sie sind, was das Sprengstoffgesetz betrifft, aus dem Schneider. Aber Achtung: Stadien sind privatrechtlicher Grund. Das heisst, es gilt eine Hausordnung. Wer als Pyros mit ins Stadion bringt, mag zwar von einem öffentlichrechtlichen Richter freigesprochen werden. Der Stadionbetreiber kann ihn aber wegen Verstoss gegen die Hausordnung trotzdem mit einem Stadionverbot belegen. Das Katz und Maus Spiel geht also weiter….





Sprachkurs für Sportjournalisten

18 06 2010

Nun, wir wollen eigentlich ja nicht klugscheisserisch sein. So haben wir uns daran gewöhnt, dass die Journalisten alle vier Jahre davon reden, was die Olympioniken jetzt so alles an der Olympiade machen. Nun eigentlich warten die Olympioniken während der Olympiade (der Zeitraum zwischen den Spielen) auf die olympische Spiele. Aber das nur nebenbei.

Bei der Fussball-WM in Südafrika hat sich nun, aufgrund der grottenschlechten Leistungen der Equipe tricolore aus Frankreich, der Begriff „Vize-Weltmeister“ durchgesetzt. Noch so ein sprachliches Gebilde, das jeder verwendet, ohne vorher den Kopf einzuschalten. Also liebe Journalisten bei ARD, ZDF, SF TV, SWR usw.: Frankreich ist der WM-Finalist von 2006, Frankreich wurde an der WM 2006 Zweiter, aber Frankreich ist NICHT Vize-Weltmeister. Das würde nämlich heissen, dass sie nachrücken, wenn den Italienern was passiert. Die Engländer reden ja auch nicht von Vice-Champion.

Gut, jetzt mag ein anderer Klugscheisser zu recht einwenden, dass bei den Italienern sowieso nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Doping, Bestechung etc. , so das denen der Titel bald aberkannt würde. Dann, ja dann wären die Franzosen doch noch Weltmeister! Aber keine Angst. Sepp sorgt schon dafür, dass dies nicht passiert.