D Fasnacht isch grettet!

19 01 2011

Kürzlich zitierte ich hier einen Blick-Online Artikel, wonach farbige Räppli in Basel verboten seien. Wie gewünscht, gibt es heute Klarheit darüber im BaZ-Regionateil. Verboten sind lediglich „mehrfarbige Räppli“, also Säcke, welche mit Räppli diverser Farben verpackt sind.

Die „drey scheenschte Däg“ sind also grettet und farbig wie eh und je!





Jagdferien in Tunesien

18 01 2011

In Tunesien herrscht zurzeit ein Volksaufstand und die offiziellen Stellen in der Schweiz raten von Reisen in das nordafrikanische Land ab. Natürlich hat mich die Meldung auf Blick-Online heute betroffen gemacht, wonach 13 Schwedische Jäger fälschlicherweise für Milizen gehalten wurden und dabei fast gelyncht worden wären. Doch gleichzeitig stellt sich mir auch die Frage: Wer kommt überhaupt auf die hinrissige Idee, nach Tunesien in die Jagdferien zu gehen?

Die Antwort ist im Netz schnell gefunden. Die Jagd in Tunesien ist bei Skandinaviern tatsächlich beliebt und zwar werden dort „wilde“ Wildschweine gejagt. Jagdsport in Ehren, es gibt auch Grenzen und wenn man die Zeitung lesen würde, hätte man schon im Dezember merken können, was in Tunesien schief läuft. Wer es nicht glaubt, kann sich hier davon überzeugen (wenn man norwegisch kann, aber die Bilder sagen schon alles!). Ich erspare mir jeglichen Kommentar…





E Fasnacht ohni Räppli?

17 01 2011

Glaubt man Blick-Online, welche den „Zürcher Oberländer“ zitiert, dann sind in Basel farbige Räppli aus hygienischen Gründen verboten (siehe Meldung). Hab ich was verpasst oder gibt es dieses Jahr eine farblose Fasnacht?

Bin gespannt, ob die Basler Zeitung dieser Geschichte auf den Grund geht.





Der nächste Mike Shiva

8 01 2011

Vor einem Jahr habe ich diverse Voraussagen gemacht. Dies in der Annahme, dass jeder Dahergelaufene in die Glaskugel schauen kann, um die Ereignisse des Jahres vorauszusagen.

Schauen wir doch mal, ob ich zum nächsten Mike Shiva tauge und ins Schwarze getroffen habe. Ich beschränke mich auf eine Auswahl. Wer alles kontrollieren will, soll den alten Blogeintrag lesen.

Die Börsenkurse werden wieder steigen und sinken, Ottonormalverbraucher wird je nach Budget konsumieren oder auch nicht und die Medienlandschaft wird bei jedem „Up“ – das Ende der Krise und bei jedem „Down“ – die Misere ausrufen.

Diese Aussage war so vage (ACHTUNG: Vage sein ist einer der grössten Wahrsager-Tricks), dass sie als eingetroffen taxiert werden kann.

Im Frühjahr werden wir alle wettern, weil die Banker und Chefs der SMI-Unternehmen wieder ihre Boni erhalten, dabei aber vergessen, dass der Durchschnittslohn von uns allen in den letzten Jahren immer gestiegen ist und viele Arbeitnehmer gerade in den Betrieben, wo die Chefs Millionen kassieren, sehr gut verdienen. Nach dem Motto: spart bei den andern, nicht bei mir.

Die Boni sind tatsächlich wieder gestiegen, aber für die Meisten gab es auch eine Reallohnerhöhung. Richtig getippt!

Am Genfer Autosalon werden alle die Hybrid-, Elektro- und sonstige Ökoautos bestaunen und sich dabei keine Gedanken darüber machen, wer all die Batterien einmal entsorgt. Der Konsument wird aber weiterhin Benziner kaufen, weil es sich in der Krise erst recht keiner leisten kann, den hohen Kaufpreis für ein solches Auto zu bezahlen und damit die Entwicklungskosten der Hersteller mitzutragen.

OK, zugegeben. Um das vorauszusagen, mussten man nicht wirklich Wahrsager sein. Stimmt trotzdem.

Die Berner Young Boys werden Schweizer Meister und der FCB gewinnt den Cup und zieht danach im Gegensatz zu YB in die Gruppenphase der Champions-League ein.

Sport ist immer heikel. Hier muss man konkret werden. Trotzdem: Abgesehen davon, dass YB nicht Meister wurde, ist alles eingetroffen.

Roger Federer gewinnt Wimbledon und nimmt Pete Sampras auch den letzten Rekord, allerdings wird er das Jahr nicht als Nummer 1 beenden.

Roger ist tatsächlich nicht mehr die Nummer 1, aber Wimbledon ging leider in die Hose.

Spanien wird Fussball-Weltmeister, weil es die Iberer den  Deutschen (72 und 74) nachmachen wollen. Seither hat keiner mehr die EM und anschliessend die WM gewonnen. Den Franzosen ist das Kunststück 1998 und 2000 umgekehrt geglückt. Sepp Blatter wird anschliessend von der „besten WM aller Zeiten reden“.

Ohne Worte! Besser hätte es man nicht voraussagen können.

Im Winter wird kein Schnee fallen. Die Hoteliers machen sich Sorge über das Weihnachtsgeschäft und die Medien werden das Ende des Schweizer Wintertourismus ausrufen. Im Dezember stellen wir dann aber fest, dass es doch keine bezahlbaren Betten mehr für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr gibt.

Nun, das Wetter macht halt was es will, Schnee hat(te) es bis vor ein paar Tage auch im Flachland genug.

Aber wie heisst es so schön. Kein Wahrsager ist vor der Realität gefeit. Oder so!





Oh my dear, another year!

3 01 2011

Wir starten in die erste Woche im neuen Jahr. Auch 2011 wird es sicherlich wieder einiges zu bloggen geben. Ganz unter dem Motto „hesch ghört?!“.

Wir freuen uns auf etliche Geschichten und natürlich auch auf Carlos Varela (wenn’s denn klappt), der zu Servette zurückkehren wird und damit den Schweizer Fussball wieder aufmischt!





2 x Weihnachten

23 12 2010

Morgen ist Bescherung. Viele von uns werden die Tage „im Überfluss“ geniessen. Wer überflüssiges hat oder dasselbe Geschenke zweimal erhalten hat oder auch sonst darauf verzichten kann, denke zwischen den Jahre doch auch mal an die Aktion 2 x Weihnachten. Eine tolle Sache, in einer Zeit, in der wir nicht nur an uns denken sollten.

Wie heisst es doch so schön: Geben ist seeliger denn nehmen (zumindest einmal im Jahr).

http://www.redcross.ch/aid/donations/contribute/campagne-de.php?id=3





Die Top 10 „Must do“-Liste für die Weihnachtstage

20 12 2010

1. Am 24. Dezember 1 Stunde vor Ladenschluss Geschenke einkaufen und einpacken lassen.

2. DEN Weihnachtsfilm überhaupt anschauen: Christmas Vacation

3. Am „Boxing Day“ (26. Dezember) sich die Konferenz der englischen Premier League zu Gemüte führen.

4. „Stille Nacht“ singen, während das Patenkind auf der Blockflöte spielt.

5. Dieses Video abspielen, wenn das Patenkind „Stille Nacht“ nur auf der Wii spielen kann oder man kein Patenkind hat.

6. Den Satz fallen lassen „Früher war alles besser !“.

7. Soviel Rotwein trinken, dass man „Rudolph the red nose reindeer“ Konkurrenz machen kann.

8. Auf erhaltene Geschenke immer mit „Oh, vielen Dank, genau was ich mir gewünscht habe.“ antworten.

9. Seine Mutter ehren und Ihr sagen, dass Sie sich beim Essen einmal mehr übertroffen hat.

10. Blue Christmas von Elvis auf Vinyl (das ist diese schwarze Scheibe) hören.





Die FIFA-WM 2026

3 12 2010

Nach den gestrigen Entscheiden mache ich mir natürlich so meine Gedanken, wo die WM 2026 stattfinden wird. Das wird dann also in 16 Jahren sein. Sepp Blatter ist dann 90 Jahre alt und kandidiert wahrscheinlich zum letzten Mal als FIFA-Präsident. Rund 2/3 der heutigen FIFA-Exekutivmitglieder dürften dann nicht mehr im Amt sein. Entweder weil Sie mittlerweile verstorben sind oder weil Sie von der strengen Hand des FIFA-Ethikkommission gesperrt worden sind. Aber keine Angst, hinter jedem FIFA-Exekutivmitglied steht ein weitere Person, welche die hohle Hand macht und so wird es auch für die WM 2026 zu einer Wahl kommen. Hier ein paar mögliche Kandidaten:

– Grönland (James Bond war schon da und nach klimatisierten Stadien in Katar, ist es technisch auch möglich Stadien zu heizen)

– Die Kanalinseln Jersey und Guernsey zusammen mit der Isle of Man (tiefe bis gar keine Steuerabgaben)

– Hawaii (immerhin grösser als Katar)

– Kanada (mit fortschreitender Klimaerwärmung mutiert das Eishockeyland zur Fussballnation)

– Schweiz (ein Abschiedsgeschenk des altersmilden Sepp Blatter)





Ich glaub, ich bin im falschen Film!!

2 12 2010

For the good of the game, heisst der saloppe Slogan der FIFA. Spätestens seid heute wissen wir, das ist alles eine leere Worthülse. Wenn es noch einen Beweis für die Kommerzialisierung des Fussballs gebraucht hat, dann wurde dieser heute Mittag in Zürich erbracht. For the good of our pockets, müsste es aus Sicht der FIFA heissen.

Russland wird die Weltmeisterschaft 2018 ausrichten. Dies war vorhersehbar. Hier ist viel Geld zu machen, der Staat kontrolliert alles und greift bei Problemen wirksam ein. Ebenfalls fehlt eine freie Presse, was ganz im Sinne der FIFA ist. Dass die Engländer trotz der inhaltlich und aus wirtschaftlicher Sicht überzeugenderen Bewerbung verloren haben, war absehbar.

Mein letzter Funken Glaube an eine korrekte Wahl ging aber verloren, als Katar aus Austragsungsort für die FIFA-WM 2022 gewählt wurde. Das Wüstenland muss seine gesamte Infrastruktur erst aufbauen und während die Herren der FIFA in klimatisierten VIP-Logen sitzen, werden wir Standfussball bei 50° Celsius zu sehen bekommen respektive Fussball in klimatisierten Stadien! (Ja sind wir denn bei der Hallenfussball-WM?). Was dies mit Sport zu tun hat, verstehen wohl nur die 22 Exekutiv-Mitglieder, welche heute in Zürich diese Entscheidung getroffen haben.

Man kann diesen Entscheid aus Sicht einer nachhaltigen Entwicklung und Wirtschaftlichkeit des Fussballs nur bedauern. „For the good of the game“ ist definitiv zur Farce verkommen. Wenn die FIFA nicht so stark wäre, müsste man sich echt überlegen auszutreten und eine Alternativ-WM auf die Beine stellen. Aber solange Fernsehsender, Geldgeber und viele Verbände Jahr für Jahr dank der Geldmaschine FIFA Einnahmen generieren, wird dies wohl Utopie bleiben.

Die FIFA hat heute einmal mehr eine Chance verspielt und ihren Ruf als undurchsichtiges Unternehmen zementiert.





Anti-Offroader Initiative

29 09 2010

(An den Hummer gedacht und damit Hunderttausende Nicht-Hummer Fahrer getroffen.)

Die Schweiz wird sauber. So wünschen es sich die Initianten der „Anti-Offroader Initiative“. Da wir nicht Mitglied der EU sind, wird das auch gelingen, denn schliesslich macht der Feinstaub an der Grenze halt! Spass auf’s Velo (welche Analogie)! Seien wir ehrlich. Es scheint in der Politik nur etwas zu gehen, wenn man mit Verboten reagiert oder die Leute über den Geldbeutel zu einem anderen Verhalten zwingt. Das ist ein Fakt, dem wohl niemand – von rechts bis links – widersprechen mag. In diesem Sinne ist auch die Anti-Offroader Initiative folgerichtig. Dass diese von Personen getragen wird, die in einem urbanen Umfeld wohnen und sich deshalb den Luxus leisten können, Kind, Hund und alles andere im gut erschlossenen Nahverkehr zu transportieren, ist eine andere Geschichte.

Ich möchte auch gar nicht gross auf das Verbot einzelner Personenwagen eingehen. Alternativen gibt es immer. Grundsätzlich wäre es natürlich schöner, es gäbe europaweit Alternativen und wir Schweizer wären dann nicht die einzigen mit einer limitierten Auswahl an Fahrzeugen. Aber die Bewohner der DDR durften sich ja nichts kaufen, was aus dem Westen kam. Somit werden auch wir Schweizer uns an diesen „Neu-Kommunismus“ gewöhnen.

Viel schwerer wiegt die Tatsache, dass Fahrzeuge, welche vom Verbot betroffen sind und bereits in der Schweiz immatrikuliert sind, nur noch 100 km/h fahren dürfen. Dies ist meines Erachtens das grosse Übel dieser Initiative. Was gut gemeint ist (man will verhindern, dass Fahrzeuge im Ausland gekauft werden) ist nicht nur eine Beschneidung der eigenen Freiheit (im Zeitpunkt des Kaufes war das Fahrzeug nämlich gesetzeskonform), es geht auch ans Eingemachte. Das Schweizer Volk kann nämlich darüber entscheiden, ob ich von einem Tag auf den anderen ein wertloses Fahrzeug habe. Es ist also ein direkter Eingriff in meine Vermögensverhältnisse. Mein legal gekauftes Fahrzeug kann nicht mehr in der dafür bestimmten Weise verwendet werden und der Wiederverkaufswert sinkt massiv. Ganz abgesehen davon, dass eine ganze Industrie (Auto-Occasionshändler) in ihrer Existenz bedroht sind, weil sie auf wertlosem Bestand an Fahrzeugen sitzenbleiben.

Es ist in etwa so, wie wenn Sie ein 6-Zimmerhaus bauen und ihnen dann eine Initiative vorschreibt, dass Sie ab sofort nur noch vier dieser Zimmer nutzen dürfen. Die restlichen zwei werden blombiert und bleiben leer!

Da diese Initiative nur auf unsere Kleinland beschränkt ist, werden die ausländischen Autoproduzenten kaum genug Druck spüren, neue Modelle rasch genug zu entwickeln, damit gangbare Alternativen zur Verfügung stehen. Kommt hinzu, dass die Mehrzahl der angepeilten Fahrzeuge, darunter auch Sportwagen, die selten tagtäglich gefahren werden, der ausländischen Autoindustrie grosse Gewinne bringen. Diese fallen nun weg und die Industrie müssten wohl einfach die Preise für die sogenannten „normalen“ Fahrzeuge erhöhen, um doch noch was herauszuholen. Dies könnte dazu führen, dass die Hochpreisinsel Schweiz um ein weiteres Kapital reicher wäre und die Kaufkraft der Schweizer Bevölkerung strapaziert würde. Ist ja aber keine Problem, der Schweizer Wirtschaft und damit dem Schweizer Arbeitnehmer geht es ja blendend! (ACHTUNG: Zynismus)

So sympathisch der Titel „Für eine menschenfreundlichere Mobilität“ auch klingen mag, mein Rechtsverständnis wird dann strapaziert, wenn bereits erworbene Rechte wie im Falle der bereits immatrikulierten Fahrzeuge tangiert werden und damit auch meine persönliche Wirtschaftlichkeit. Hätte man sich doch nur auf ein Verbot für die Zukunft beschränkt unnd damit ein klares Signal gesetzt, aber bereits erworbenen Besitzstand nicht beschnitten.