Fussballmafia SFV!

14 08 2009

Einfach nur lachhaft! Die Super League und ihre Disziplinarorgane sind unberechenbarer denn je. Franco Costanzo wird für drei Spiele gesperrt, weil er Beg Ferati an den Haaren riss. Costanzo selbst weiss, welchen Blödsinn er gemacht hat. Drei Spielsperren für einen bisher unbescholtenen Spieler auszusprechen und dabei gegen den FC Luzern nach einen Becherwurf nur eine Busse zu verhängen, entbehrt jeder Logik.

Die Super League verkommt zur Farce. Spieler werden härter angegangen als Vergehen von Zuschauern. Man darf gespannt auf die weiteren Urteile der Super League sein. Eines Tages wird der Meister noch beim SFV ermittelt. Aber halt, das hatten wir ja schon. 2007 beim Fall Muntwiler….





Das Duell der Schönredner

3 08 2009

Im Duell der Schönredner liegt Thorsten Fink noch vor Ciriaco Sforza. Allerdings nur vier Punkte. Nun, dass GC, welches mit dem Rücken zur Wand stand auf Sforza setzte, ist irgendwie verständlich. Deshalb ist den Verantwortlichen auch kein Vorwurf zu machen. So lange Sforza nicht wirklich ernsthaft auf einen Abstiegsplatz kommt und die Luft nach oben dünn wird, solange wir er beim GC wirbeln und gute Miene machen.

Anders ist die Situation in Basel. Fink hat Cadgas Atan und Toni Da Silva geholt. Zwei aus der Bundesliga, beide von Absteigern. Cadgas macht seine Sache in der nicht gerade überwältigenden Abwehr gut. Da Silva ist bisher eine Enttäuschung. Nicht weil er körperlich Defizite hat, sondern weil auch seine Technik zu wünschen übrig lässt. Ausserdem hat man das Gefühl, die Mannschaft habe falsch trainiert. Wenn am Anfang der Saison nach 60 Minuten keine Luft mehr da ist, dann muss sich das Trainergespann den Vorwurf gefallen lassen, man habe in der Vorbereitung etwas versäumt.

Wir wollen wahrlich nicht den Teufel an die Wand malen. Aber nach vier Spielen ist eines klar. Auch wenn es Alex Frei gerne so hätte, der FCB ist kein Titelkandidat. Thorsten Fink hat noch bis Winter Zeit, zu zeigen, dass er als Trainer auf diesen schwachen Start reagieren kann. Selbst wenn der FCB zu seinem Spiel findet, mehr als Platz 2 hinter YB liegt nicht drin. Aber immerhin, dieser zweite Platz berechtigt diese Saison zur Teilnahme an der Champions-League.

Eines aber ist nun allen klar geworden. Wenn es noch einen Beweis gebraucht hätte, welche Arbeit Christian Gross geleistet hat, dann ist er jetzt erbracht. Trainer des FCB Basel kann man nicht werden, Trainer des FCB muss man sein. Thorsten Fink ist es (noch) nicht.





Misserfolge Schönschreiben

14 07 2009

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(Thorsten Fink: Nicht der erste FCB-Trainer, der eine Startniederlage erklären muss: Bild: nzz.ch)

Thorsten Fink ist nicht zu beneiden. Nach dem Aus von Christian Gross setzt eine Fussballregion all ihre Hoffnung in den neuen Messias. Doch schon das erste Spiel zeigte, dass Euphorie und frischer Wind nicht den Erfolg alleine bringen. Noch will keiner die Lanze über der Trainerneuverpflichtung brechen. Dazu ist es sicherlich auch zu früh, doch die Behutsamkeit, mit der die Startniederlage bewertet wird, ist doch erstaunend.

Die Basler Zeitung rechtfertigt die Startniederlage mit den Erkenntnissen aus der kürzeren FCB-Vergangenheit. Seit Karl Engel hat kein neuer FCB Trainer mehr ein Startspiel gewonnen und auch Christian Gross erreichte bei seinem Debüt vor 10 Jahren nur ein 1:1 auswärts gegen Lugano. Kritische Betrachtungen werden mit den fehlenden Mechanismen erklärt. Wirkliche Kritik ist noch keine zu hören, dabei könnte man sich durchaus fragen, wieso Fink am Sonntag Stocker vom Feld nahm, und zudem mit Mustafi einen dritten Stürmer für einen Mittelfeldmann sowie mit Perovic einen Mittelfeldspieler für einen Verteidiger brachte. Sicherlich, alles nach Vorne hiess die Devise, aber Systematik schien das, zumindest von Aussen betrachtet, nicht zu haben. Hier merkte man, dass die Ruhe nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz fehlte.

Es ist definitiv zu früh, ein abschliessendes Urteil über den FCB Ausgabe 2009/2010 zu fällen. Sicher aber ist seit Sonntag, dass die Durststrecke länger anhalten wird, als manchem lieb ist. Die Mittellandzeitung tippt den FCB auf Rang 3 und lag damit zu Beginn der Meisterschaft sicherlich nicht schlecht. Ob dies aber im Frühling 2010 dem erfolgsverwöhnten Anhang und der Vorstandsspitze des FCB auch reicht, hängt in erster Linie von der Art und Weise ab, wie Fussball in den kommenden Wochen gespielt wird. Schnell, wirblig und offensiv, das sind die Vorgaben. In St. Gallen war davon noch wenig zu sehen.





Machen Strafen Sinn?

8 07 2009

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(Die Fans bleiben draussen: Geisterspiele in der Super League. Foto: amade.ch)

Juristen und Pädagogen diskutieren das Thema seit Jahren. Machen Strafen Sinn? Wie hart oder weich müssen sie sein? Die aktuelle Strafe gegen den FCZ und den FCB, wonach beide Klubs in der bald startenden Meisterschaft ein Geisterspiel auszutragen haben, bringt die Diskussion nun auch im Sportbereich aufs Parkett.

Nun, Strafrechtler sagen schon lange. Nicht die Härte der Strafe ist entscheidend, sondern das Abwägen zwischen der Härte der Strafe und der Chance erwischt zu werden. Eines vorneweg: in Schweizer Stadien ist die Chance erwischt zu werden relativ klein, zumindest bisher. Deshalb ist auch die Aussage im Kommentar in der Basler Zeitung von 7. Juli zumindest nachvollziehbar: „Hat eine Strafe keinen Anspruch darauf, dass aus ihr gelernt werden kann, hilft sie in der Sache nicht weiter.“ Gleichzeitig stellt sich hier aber eine grundsätzliche Frage. Welchen Sinn hat die Strafe. Soll sie wie das Wort sagt, einen „Bestrafung“ für eine Verfehlung sein, oder soll sie erzieherischen Anspruch haben. In einer vollkommenen Welt sicherlich auch das zweite, nur ist dies in unserer Gesellschaft illusorisch.

Laut Bundesamt für Statistik ist die Rückfallquote von Straffälligen Personen in den Jahren 1987 bis 2003 zwar von 30% auf 22% zurückgegangen, allerdings ist diese höher bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Interessant auch, dass die Chance eines Rückfalls in Kantonen mit härteren Strafen nicht häufiger ist. Was lernen wir daraus für den Sport?

  1. Die Härte der Strafe hat kaum einen Einfluss.
  2. Die erzieherische Funktion der Strafe wirkt immerhin bei knapp drei Viertel der Täter.
  3. Jugendliche und junge Erwachsene werden häufiger rückfällig (und zu dieser Gruppe zählen sich die Problemfälle in den Schweizer Stadien)

Was also tun? Helfen Stadiensperren um das Problem zu lösen? Sicherlich nicht, hier gebe ich der BaZ recht, auch wenn das Problem nicht darin liegt, dass die Strafe keinen Lerneffekt hat, sondern schlicht darin, dass die eigentlichen Täter gar nicht erwischt werden und damit auch nicht selektiv bestraft werden können. „Bestraft“ werden nämlich die Nicht-Täter.

FCZ Sportchef Fredy Bickel würde es laut BaZ vom 8.7.2009 begrüssen, Teile der Matcheinnahmen in einen Fonds zu bezahlen und damit die Gewaltprävention zu fördern. Sicherlich ein guter Ansatzpunkt, allerdings können sich die Klubs nicht einfach mit Geld „freikaufen“ und dann die Lösung des Problems der Gesellschaft alleine überlassen. Auch wenn das Gewaltproblem kein eigentliches Problem des Fussballs ist.

Ein Teufelskreis, den es zu durchbrechen gilt. Ist die Gesellschaft oder der Fussball das Problem? Wer löst es? Schlussendlich können nur die Fanarbeit und die vielzitierte „Selbstkontrolle“ innerhalb der Fanreihen mithelfen, die Probleme zu lösen. Aber auch hier gilt: es braucht couragierte Fans, die das Heft in die Hand nehmen, womit wir wieder bei einem gesellschaftliche Phänomen wären: der Zivilcourage.

Eines ist klar. Irgendwann läuft sich die Spirale tot und es kommt zum Unglück. Soweit darf es nicht kommen. Deshalb sind Taten gefordert, hinter denen sich weder Klubs, noch Fans, noch der Verband, noch die Gesellschaft verstecken können. Stadionsperren gehören definitiv nicht dazu. Denn es ist eine Strafe, die in keinem Fall zur Lösung beiträgt. Dafür ist sie zu einfach und zu schnell ausgesprochen.





Sport-PR (Teil 3): Der FC Zürich

24 06 2009

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In Teil 3 der kleinen Serie „Die Kommunikation der Schweizer Fussballvereine im Urteil“ wenden wir uns dem aktuellen Schweizer Meister der Super League zu, dem FC Zürich. Natürlich erwartet man von einem Meister auf dem Rasen auch, dass er zu den Meistern der Kommunikation gehört. Hat doch der Zürcher Stadtklub genau wie die Berner Young Boys, die Grasshoppers sowie der FC Basel einen vollamtlichen Medien-/Kommunikationschef.

Bei der Beurteilung wird nach folgendem Raster vorgegangen. Ausgangspunkt ist die Website des Klubs: http://www.fcz.ch. Es geht allerdings nicht darum, den Internetauftritt als solches zu analysieren, sondern diverse Punkte der Stakeholderkommunikation anhand der Website zu beurteilen. Im Vordergrund stehen folgende Punkte:

–         Gibt es eine Medienseite?

–         Welchen Inhalt haben die News?

–         Welche Informationen gibt es für potentielle Sponsoren?

–         Was wird den Fans geboten?

–         Wie ist das Angebot im Bereich Merchandising?

Ebenfalls in die Beurteilung fliesst die Berichterstattung in den Medien sowie das Bild, welche die Vereine in den Medien abgeben.

Der FC Zürich ist in den letzten Jahren dreimal Meister geworden und hat sich vom Arbeiterklub zu einem professionell (100%-Präsident Canepa und Sportchef Bickel) geführten Klub entwickelt. Immer noch spielt man gerne mit der Rolle des Underdog , aber längst ist der Arbeiterklub in höheren Budgetsphären angekommen.

Medienkontakt

Zumindest vordergründig top. Ob dann hinten raus auch geliefert wird, was versprochen ist, können wir nicht beurteilen. Auf jeden Fall gibt es alle notwendigen Informationen im „Medien-Corner“. Telefonnummer und eMail des Medienchefs sowie alle Pressemitteilungen sind auch auf fcz.ch. Zudem ist der FCZ der einzige Klub in der bisherigen Serie, der verschiedene Pressemappen mit historischen und aktuellen Informationen zum Download anbietet. Ein sehr guter Dienst, auch wenn die eigentlichen Informationen noch ergänzt werden können. So wäre dieser Bereich auch die Gelegenheit mehr Informationen über Fan- und Jugendarbeit sowie weitere Engagements zu platzieren.

News-Gehalt

Es gibt regelmässig News. Querbeet und nicht nur auf die sportlichen Aktivitäten beschränkt. Sehr gut auch die Möglichkeit, sich News via RSS zu abonnieren. Dies zeigt, dass man auch den elektronischen Kanälen sowie Web 2.0 Applikationen aufgeschlossen gegenüber steht.

Potentielle Sponsoren

Vorbildlich! Es gibt unzählige Informationen unter einem speziellen Punkt „Sponsoringmöglichkeiten“. Wo es keine weiterführenden Informationen per PDF gibt, ist für jeden einzelnen Sponsoringbereich eine Person mit eMail und Telefonnummer angegeben. Hier stimmt nicht nur der Inhalt sondern auch die Verpackung.

Ausserdem wird auch gleich die Möglichkeit für Sponsoring bei den FCZ Frauen, den Letzikids und der Academy angeboten. Ein wahrlich integrativer Ansatz, der sehr positiv ist.

Kleiner Wehrmutstropfen auch hier, genau wie bei den anderen beurteilten Klubs bisher: Man erfährt praktisch immer nur, welche geldwerte Leistung man für sein Sponsoring erhält. Zu wenig wird aus dem Brand FCZ und der Vermittlung seiner Werte gemacht.

Angebot für Fans

Interessant ist, dass es keinen speziellen Fanbereich gibt. Entweder sind alle, die zum FCZ kommen Fans und es erübrigt sich deshalb, oder man legt keinen Wert darauf. Immerhin ist das Angebot mit FCZ-TV und dem Shop grosszügig und vielfältig. Auch der FCZ hat eine Zeitschrift. Im Bereich „Club“ findet man dann doch noch etwas für Fans. Zum einen Porträts verschiedener Fanklubs, zum anderen Informationen zur Fanarbeit. Informationen übrigens, die wir uns auch im Download-Bereich im Medien-Corner vorstellen können. Denn die Fan-Arbeit hat zwar als erste Zielgruppe die Fans, aber im Spannungsfeld der Öffentlichkeit, muss man auch den Medien darlegen, was man in diesem Bereich unternimmt.

Ziemlich umständlich hingegen ist der Weg herauszufinden, ob und wie man Mitglied beim FCZ wird.

Das Bild in den Medien

Der FCZ kommt in den Medien sehr gut weg. Bodenständig und volksnah. So standen die sportlichen Exponenten des Klubs während des Meisterschaftsfinales fast jederzeit zur Verfügung, während man sich beim FCB an feste Termine und Gesprächspartner hielt. Die einen mögen dies unprofessionell andere eine offene Kommunikation nennen. Solange es die Spieler nicht von ihre Arbeit abbringt ist es auf jeden Fall kommunikativ zu begrüssen.

Ein weiterer Vorteil des Klubs ist es, das er immer noch vom Ruf des Arbeiterklubs profitieren kann. Geld und Budget stehen kommunikativ nicht im Vordergrund und das obwohl er der einzige Klub in der bisherigen Serie ist, der einen Bereich „Management“ hat, wo auch Finanzkennzahlen transparent kommuniziert werden. Hier sieht man, dass der Klub auch wirtschaftlich ganz oben mitreden will.

Fazit

Der Meister wird seinem sportlichen Anspruch auch kommunikativ gerecht. Fast ohne Negativpresse und immer bodenständig und trotzdem professionell im Hintergrund. Die Kommunikation stimmt hier.

Nächste Woche schliessen wir die Serie ab und schauen dem Branchenprimus, dem FC Basel kommunikativ auf die Finger.

Bisher erschienen:

Sport-PR: Die Kommunikation der Schweizer Fussballvereine im Überblick

Teil 1: Der Grasshopper-Club Zürich

Teil 2: Die Berner Young Boys





Sport-PR (Teil 2): Der BSC Young Boys

15 06 2009

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In Teil 2 der kleinen Serie „Die Kommunikation der Schweizer Fussballvereine im Urteil“ wenden wir uns dem diesjährigen Meisterschafts-Zweiten, den Berner Youngs Boys zu. Mit 11 Meisterschaften und 6 Cuperfolgen gehört der Hauptstadtklub ebenfalls zu den erfolgreichen dieses Landes.

Bei der Beurteilung wird nach folgendem Raster vorgegangen. Ausgangspunkt ist die Website des Klubs: http://www.bscyb.ch. Es geht allerdings nicht darum, den Internetauftritt als solches zu analysieren, sondern diverse Punkte der Stakeholderkommunikation anhand der Website zu beurteilen. Im Vordergrund stehen folgende Punkte:

–         Gibt es eine Medienseite?

–         Welchen Inhalt haben die News?

–         Welche Informationen gibt es für potentielle Sponsoren?

–         Was wird den Fans geboten?

–         Wie ist das Angebot im Bereich Merchandising?

Ebenfalls in die Beurteilung fliesst die Berichterstattung in den Medien sowie das Bild, welche die Vereine in den Medien abgeben.

Die Berner warten seit der Eröffnung des „Stade de Suisse“ auf die ganz grossen Erfolge. Sie waren in den letzten beiden Jahren mit zwei zweiten Plätzen jeweils nahe dran und verloren in diesem Jahr gegen den FC Sion. Mit einem Schnitt von knapp 18’000 Zuschauern liegen sie nur knapp hinter dem Branchenprimus, dem FC Basel. Die Fanbasis ist denn auch die Grundlage für einen erfolgreichen Klub, sportlich wie wirtschaftlich.

Medienkontakt

Der Medienkontakt ist klar ersichtlich und einfach zu erreichen. Die Medienmitteilungen sind alle auch auf der Internetseite publiziert, zusätzlich kann man sich für einen Newsletter anmelden. Einzig fehlt ein Gesicht, respektive eine Person, welche in Medienbelangen zuständig ist. Es gibt nur eine allgemeine Medienadresse. Auch gibt es keine Telefonnummer für die Medienschaffenden.

News-Gehalt

Der Newskanal wird regelmässig gefüttert. Da auch die offiziellen Medienmitteilungen auf der Website publiziert werden, gehen die Inhalte über die eigentlichen „sportlichen“ Informationen hinaus. So wie im aktuellen Falle die Stellungnahme des Klubs zum Urteil der Swiss Football League aufgrund der Ausschreitungen nach dem Meisterschaftsspiel gegen Neuenbur Xamas. Dies erhöht die Transparenz rund um die Klubpolitik und ist positiv zu werten.

Potentielle Sponsoren

Die Berner scheinen finanziell abgesichert. Sie brauchen keine neuen Sponsoren, denn es gibt keine Möglichkeit, sich ein Bild darüber zu machen, wie man Sponsor wird und was man dafür erhält. Stattdessen wird den aktuellen Sponsoren eine Plattform geboten.

Immerhin sind genügend Dokumentationen für potentielle Werbetreibende vorhanden. So gibt es diverse Arten der Stadionwerbung (bis hin zur Toilettenwerbung!) und sogar Angebot speziell auf KMU zugeschnitten. Hier steht YB dem Grasshoppers-Klub in nichts nach.

Trotzdem: für eine Topbewertung fehlen klare Sponsoring-Konzepte und Angebote. Selbst wenn diese in den Schubladen der Geschäftsstelle schlummern, müssen sie pro-aktiv kommuniziert werden. Denn Sponsoreneinnahmen kann ein Fussballklub, gerade in der Schweiz, nie zu wenig haben.

Positiv ist hingegen das Angebot für VIPs sowie die dazugehörenden Hospitality-Angebote. So gibt es sogar die Möglichkeit, eine 12er Loge für ein Spiel zu buchen. Eine intelligenter Marketing-Schachzug, denn dadurch bleibt das VIP-Segment keine geschlossene Gesellschaft. Im Gegenteil: YB erschliesst sich so von Spiel zu Spiel immer neue Fans im oberen Preissegment.

Angebot für Fans

Dieses Angebot lässt kaum Wünsche offen. Die Beiträge des Stadion TV können auch Tage nach einen Spiel angeschaut werden, womit das „Erlebnis YB“ weit über die 90 Minuten im Stadion hinausgeht. Ausserdem wird ein eigenes YB-Radio vom Klub zumindest kommunikativ unterstützt. Für die Fans gibt es zudem SMS-Dienst, eine Magazin und Foren. Der Online-Shop biete zudem ein sehr grosses Angebot. Kein Wunder kann der BSC YB auf eine so grosse Fangemeinde zählen, denn den Fussballanhängern wird einiges geboten.

Die Fanarbeit schlägt damit jene der Grasshoppers, welche letzte Woche bewertet wurden, um Längen!

Das Bild in den Medien

Sportlich stimmt bei den Bernern vieles. Die Mannschaft spielt einen ein begeisternder Fussball und macht kaum negative Schlagzeilen. In letzter Zeit gab es des öfteren Probleme wegen Fan-Ausschreitungen. Hier hat man sich kommunikativ relativ souverän geschlagen. Weit komplexer waren hier die „politischen Diskussionen“ mit dem ehemaligen Stadion CEO sowie dem YB-Verwaltungsrat. Insgesamt aber hat der BSC Young Boys nicht zuletzt wegen seines offensiven Fussballs auch im Bild der Öffentlichkeit ein positives Image. Die Berner profitieren dabei aber sicherlich auch davon, dass sie im Gegensatz zur Konkurrenz aus Basel und Zürich nicht ganz so im Fokus der nationalen Medien stehen und sich das nationale Interesse eher auf die Geschehnisse auf dem Rasen, als auf jene daneben konzentriert.

Fazit

Die Berner machen kommunikativ eine gute Falle. Hier ist die Aufbruchstimmung mit dem neuen Stadion auch in der Kommunikationsarbeit zu spüren. Wichtig ist es nun, dies weiterhin halten zu können und dem Anspruch auch dann gerecht zu werden, wenn man wirklich Probleme auftreten respektive wenn das Interesse weiter steigt, sollten sie endlich mal einen Titel holen.

Nächste Woche schauen wir was beim aktuellen Meister, dem FC Zürich, an der Kommunikationsfront läuft.

Bisher erschienen:

Sport-PR: Die Kommunikation der Schweizer Fussballvereine im Überblick

Teil 1: Der Grasshopper-Club Zürich





Sport-PR (Teil 1): Der Grasshopper-Club Zürich

10 06 2009

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Im ersten Teil der Serie „Die Kommunikation der Schweizer Fussballvereine im Urteil“ befassen wir uns mit dem Branchenprimus, zumindest was das Palmarès betrifft: dem Grasshoppers-Club Zürich, dem Rekordmeister. Bei der Beurteilung wird nach folgendem Raster vorgegangen. Ausgangspunkt ist die Website des Klubs: www.gcz.ch. Es geht allerdings nicht darum, den Internetauftritt als solches zu analysieren, sondern diverse Punkte der Stakeholderkommunikation anhand der Website zu beurteilen. Im Vordergrund stehen folgende Punkte:

– Gibt es eine Medienseite?

– Welchen Inhalt haben die News?

– Welche Informationen gibt es für potentielle Sponsoren?

– Was wird den Fans geboten?

– Wie ist das Angebot im Bereich Merchandising?

Ebenfalls in die Beurteilung fliesst die Berichterstattung in den Medien sowie das Bild, welche die Vereine in den Medien abgeben. Die Zürcher Grasshoppers sind, was die Titel betrifft der Branchenprimus. Lange Zeit hat der GCZ die Schweiz im Internationalen Fussball vertreten, weshalb der Brand „GC“ dort einen guten Ruf hat resp. hatte. Seit dem Abgang der Mäzene Spross und Gerber, werden beim GCZ kleiner Brötchen gebacken. Jetzt wo das Geld nicht mehr da ist, zeigt sich, dass der Verein in einer Identitätskrise ist. Eine Situation, deren Verbesserung mit einem klaren Kommunikationskonzept zumindest unterstützt werden könnte.

Medienkontakt

Medienseitig wird man zuerst enttäuscht. Kein Bereich deutet beim Rekordmeister daraufhin, dass es so was wie einen Medienkontakt gibt. Erst bei näherem hinschauen findet sich unter News/Media Releases ein Kontakt und eine Ansprechperson. Allerdings sind die Medienmitteilungen für das gemeine Volk nicht einsehbar. Dieser Bereich ist passwortgeschützt, was genauso verwundert, wie die Tatsache, dass ein Login nur telefonisch angefordert werden kann. Dazu passt auch die Medienarbeit zu den aktuellen Abgängen dieses Sommers. Der VfB Stuttgart hat den jungen Alessandro Riedle geholt und dies auch kommuniziert, Murat Yakin geht als Trainer nach Thun und Scott Sutter wechselt ablösefrei zu den Berner Young Boys. Und was machen die Grasshoppers? Sie schweigen. Keine Meldung auf der Homepage, keine offizielle Stellungsnahme zu den Abgängen. Das findet nicht nur die NZZ vom 9. Juni 2009 sonderbar und stellt richtig fest: „In einer Zeit, in der sich viele fragen, wohin der Weg des Rekordmeisters führt, wäre eine Erwähnung der offizialisierten Transfers ein Communiqué wert“.

News-Gehalt

Der Newskanal wird regelmässig gefüttert. Dazu gibt es ein Klubmagazin und einen Newsletter. Quantitativ stimmt es also, qualitativ kann und soll dies auf die Schnelle nicht beurteilt werden.

Potentielle Sponsoren

Zuerst wird man enttäuscht, denn unter dem vielversprechenden Titel „Unser Sponsoren-Konzept“ erfährt man nur gerade, dass es 5 Kategorien gibt. Fehlanzeige was ein Konzept betrifft. Allerdings findet man dann trotzdem noch Angebote für Werbung und Hospitality und diese Unterlagen lassen wirklich kaum Wünsche offen. Hier zeigt sich die Professionalität des GCZ. Als potentieller Sponsor und Werbeträger erfährt man fast alles. Was in den Unterlagen einzig fehlt, ist eine bessere Positionierung des Brandes „GC“. Für was steht der Klub, welche Werte vertritt er? Mit seinem Palmarès und der Fussballschule hätte der Klub einiges zu bieten. Er muss es nur zu Papier bringen. Trotzdem, der „Business-Bereich“ ist besser als man von einem Fussballklub erwarten könnte.

Angebot für Fans

Lob verdient die GC Community „Das Team – 100% GC“. Mitglied wird man mit Saisonkarte oder für 49.- im Jahr. Man geniesst diverse Vorteile wie das Magazin oder mittels eines Prozentbuches Vergünstigungen im Bereich Sport & Freizeit, Ausgang & Lifestyle oder Gastronomie & Hotellerie. Der Fan-Shop ist mager. Dieser wird von einem Sportgeschäft, welches Sponsor ist gehostet und die Auswahl entspricht etwa der Brotauslage im Coop kurz vor Ladenschluss. Ein Armutszeignis.

Und hier zeigt sich auch eine der Achillesferse vieler Vereine. Weil das Merchandising vernachlässigt wird, produzieren Dritte allen voran Fanklubs die Fan-Utensilien selbst, mit welchen eigentlich der Klub Geld machen könnte.

Das Bild in den Medien

Der Rekordmeister machte in letzter Zeit kaum mehr sportlich Schlagzeilen. Die Affäre um die angeblichen Millionen eines Hochstaplers (siehe auch „GC und der 300 Millionen Irrtum“)  gaben den einstigen Branchenprimus eher der Lächerlichkeit preis, als dass man den Eindruck hatte, hier sind Profis am Werk. Das hat auch mit der Kommunikation zu tun. Präsident Roger Berbig hält sich im Hintergrund und Erich Vogel ist kommunikativ nur schwer zu kontrollieren. Das eigentlich Professionalität, gerade auch was das Angebot für Sponsoren betrifft, da wäre, zeigt unsere Untersuchung. Nur gelingt es zurzeit nicht, diese guten Ansätze kommunikativ gewinnbringend zu vermitteln respektive zu vermarkten.

Ganz aktuell passt zum Durcheinander in der Kommunikation auch die Freistellung von Hanspeter Latour. Während dieser heute bei blick.ch bestätigt, dass er gestern abend freigestellt wurde, liest man dazu auf der Website der Hoppers nicht. Nähere Informationen gäbe es am Mittag. Ein recht dehnbarer Zeitbegriff in einer Welt der schnellen Informationsverbreitung…..

Fazit

Die Ansätze sind gut, aber von einem Rekordmeister eines Landes muss und kann man mehr erwarten. Vielleicht kommt mit dem neuen Stadion auch wieder Euphorie in den Klub. Das wirtschaftliche Potential ist auf jeden Fall riesig.

Nächste Woche schauen wir, was die Berner Young Boys kommunikativ vorweisen können.





Thorsten Fink soll’s richten

9 06 2009

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(Ein Trainer Neuling aus der 2. Bundesliga beim FCB. Thorsten Fink. Foto: imago)

Die Ära der deutschen beim FCB bricht wieder an. Nach dem Experiment in den 90er Jahren mit Jörg Berger und alt gedienten deutschen Fussballprofis wie Maurizio Gaudino, Franco Foda, Markus Schupp, Axel Kruse und Jürgen Hartmann, soll es wieder eine Mann aus dem Land des mitteleuropäischen Fussballs richten: Thorsten Fink. Nichts gegen deutsche Trainer, aber eine Schweizer Lösung wäre für den Branchenprimus FC Basel zu favorisieren gewesen. Denn junge Spieler zu fördern, heisst auch, den Schweizer Fussball zu kennen und sich der Verantwortung als Grossklub auch gegenüber der Nationalmannschaft bewusst zu sein. Was Fink mit der Schweiz und den FCB verbindet, ist dass er seine beste Zeit ebenfalls bei einem FCB hatte. Der aber hiess Bayern und hat mit Basel sonst wenig zu tun.

Als Trainer ist Fink in mancher Hinsicht ein Experiment auf dünnem Eis. Er muss mit dem Stempel des „Fussballdeutschen“ leben, zudem hat er kaum Trainererfolge vorzuweisen. Nichts gegen die 2. Bundesliga und den FC Ingoldstadt, den er dorthin gebracht hat (und der auch nach seiner Entlassung wieder in die 3. Liga abgestiegen ist), aber Ingoldstadt und Basel sind andere Welten. Als Spieler hat er oben mitgespielt, als Trainer bisher nicht. Und gerade weil er ein Internationaler war, wird er als Trainer auch an seiner fussballerischen Vergangenheit gemessen.

Eine Bürde die zu gross ist? Man wird es sehen. Vielleicht hat der Vorstand ja auch noch andere Hintergedanken. Vielleicht hofft man ja durch die Beziehungen von Fink zum grossen FCB, mal den einen oder anderen Spieler ausleihen zu können. Wir werden es sehen. Auf jeden Fall könnte das Erbe für den Neuling schwerer nicht sein. Nicht nur wird er Nachfolger vom erfolgreichsten Schweizer Klubtrainer der Neuzeit, er hat dem selbst auch keine eigenen Erfolge in die Wagschale zu werfen. Sein Respekt gegenüber den Spielern muss er sich also anderswie erarbeiten.

Stellvertretend für viele Kommentare, welche in den nächsten Tagen zu Fink abgegeben werden, möchte ich jenen von Sportjournalist Benjamin Schmid nicht vorenthalten (mit seiner freundlichen Genehmigung). 

„Irgendwenn het är jo müesse koh: Dr neui Trainer vom FC Basel. Aber es isch nit irgend e Trainer, es isch dä Trainer, wo nach em Christian Gross kunnt – und drmit nach däm Maa, wo us eme durchschnittlige Nati A-Klub e Schwiizer Spitzeklub mit europäische Ambitione gmacht het. Es isch für jede Maa schwer, Nochfolger vom Christian Gross z’si – zue gross und zue kompakt sin sini Spure, wo är z’Basel hinterloht. Jetzt söll dr Thorsten Fink die FuessSpure also usfülle. – Vornewäg: D’FCB-Füehrig dürfti us de 40 seriöse und de tuusig unseriöse Trainer, wo ihne abotte worde sin oder wo si prüeft hän, mit Sicherheit dä usgwählt ha, wo us ihrer Sicht dr Beschti Maa isch für dr FC Basel. Und wohrschinlig dürfti’s bi jedem vo dene 40 seriöse und tuusig unseriöse Trainer mindeschtens 95 Prozänt vo de Fans gäh ha, wo no die besseri Lösig parat kah hätte und sich ganz sicher nit für dä Maa entschiede hätte, wo sich dr FCB ebbe entschiede het. Und trotzdäm: Ich ha mini Zwiefel, ob dr Thorsten Fink wirklich dä Maa isch, wo dr FC Basel in dr jetzige Situation bruucht. E Maa, wo vor allem als Spieler vo Bayern Münche bekannt worde isch, sunscht aber als Trainer no keini grosse Strick verrisse het. E Maa, wo als Dütsche sicher nit s’Ziel het, in dr Super League z’schaffe, sondern dä Poschte sowieso numme als DurchlaufErhitzer gseht, zum mögligscht schnäll in d’Bundesliga z’koh – e Maa, wo e SälbschtBewusstSii nach Basel mitbringt, wo ebbe genau ins Klische iinepasst vom Dütsche, wo meint, är müess de Schwiizer erkläre, was Fuessball isch, bzw. dass dr Ball ebbe rund isch und keini Löcher het… als Bispiel eins vo sine Zitat us sinere Ziit bi Ingolstadt:  villicht schwinge do au z’viil Erinnerige mit an s’Abverheyt Experimänt mit em Jörg Bärger vor über 10 Joor, wo aber elai scho vo sim Palmares und Alter e ganz e anders Kaliber gsi isch – villicht sött ich mi au eifach an e andere dütsche Trainer in dr Gschicht vom FCB erinnere, an Helmut Benthaus: Und trotzdäm bliib ich drby, au wenn ich drmit als unmöglige Nörgler und Skeptiker abgstämplet wird: Dr Thorsten Fink isch dr falschi Maa für dr FC Basel. – S’schöne dra isch: Erschtens bi-n-ich mit dere Meinig ganz sicher nit elai – und zweitens isch es jo denn dopplet schön, wenn dr HöheFlug vom FC Basel au unter em neue Trainer ebbe trotzdäm wittergoht.“ (Benjamin Schmid, Sportjournalist)





Sport-PR: Die Kommunikation der Schweizer Fussballvereine im Urteil

9 06 2009

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(Alle wollen was: Der Fussball steht im kommunikativen Brennpunkt.)

Im Gegensatz zu Unternehmen aus der Privatwirtschaft haben es Fussballklubs, vor allem sportlich erfolgreich, zum Teil einfacher. Die Kunden müssen nur selten überzeugt werden, dass Produkt zu konsumieren. Meist verkauft sich das Produkt quasi von selbst. Aber genau in diesem Trugschluss liegt das Hauptproblem vieler Fussballvereine. Die Kommunikation wird oft vernachlässigt oder nur semi-professionell gehandhabt. Die negativen Folgen sind vielfältig. Da wäre einmal der „Imageverlust“, was den Umgang mit Sponsoren, Politik und weiteren Stakeholdern erschwert und damit den Zugang zu „Ressourcen“ behindert. Des Weiteren führt es zu einer nicht vollends ausgeschöpften Kunden- sprich Fanbindung, auch hier lassen die Klubs dringend benötigte Gelder brach liegen und schliesslich kann ein kommunikativ schlecht geführter Klub im Extremfall auch dazu führen, dass er für potentielle Spieler wenig attraktiv ist.

In der Schweiz stehen punkto Kommunikation vor allem vier Vereine im Fokus: der FC Basel, der Grasshopper-Klub, die Berner Young Boys und der FC Zürich. Wenn wir hier von Kommunikation sprechen, dann beschränkt sich dies nicht auf die Medienarbeit der Vereine. Natürlich ist es immer schwer, die Situation von Aussen zu beurteilen. Trotzdem sei es hier gemacht, denn kaum einer der von den Fussballklubs angesprochenen Vereine hat Einblick ins Innenleben. Und damit beurteilt auch diese die Situation von Aussen. Die Vereine müssen mit dieser Beurteilung leben und umgehen. Genauso wie es Unternehmen in der Privatwirtschaft müssen.

„Hesch ghört“ masst sich an, in einer fünfteiligen Kurzserie, die Kommunikationsarbeit dieser vier Vereine sowie jene der Liga zu beurteilen. Die Vereine werden dabei alle nach demselben Raster beurteilt. Ausgangspunkt ist die Website des Klubs. Es geht nicht darum, den Auftritt als solches zu beurteilen, sondern diverse Punkte der Stakeholderkommunikation anhand der Website zu beurteilen. Im Vordergrund stehen die folgenden Punkte:

–         Gibt es eine Medienseite?

–         Welchen Inhalt haben die News?

–         Welche Informationen gibt es für potentielle Sponsoren?

–         Was wird den Fans geboten?

–         Wie ist das Angebot im Bereich Merchandising?

Ebenfalls in die Beurteilung mit ein fliesst die Berichterstattung in den Medien.

Den Anfang machen wir morgen mit dem Grasshopper-Klub. Bis dahin sei der folgenden Podcast empfohlen. 009_Sport-PR_fuer_die_Bundesliga





GC und der 300 Millionen Irrtum

29 04 2009

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(Die Grasshopper flirten mit einem Investor)

Jetzt ist’s also klar. GC wird nicht zum Manchester United der Schweiz und kein Grossinvestor wird Millionen in den Klub der „Heugümper“ investieren. Morgen will GC Details an einer Pressekonferenz bekannt geben. Liest man heute die diversen Zeitungen wird eines klar: der angebliche Investor wollte kein Geld investieren, sondern Geld verdienen!

Wie das?

Ganz einfach. Er schloss mit GC einen Vetrag mit einer Geheimhaltungsklausel. Bei Nichteinhalten dieser Klausel muss die andere Partei 3 Millionen CHF zahlen. Dann sorgt der Investor dafür, dass die Story in den Medien kolportiert wird (wie im Blick geschehen). Nun muss er eigentlich nur noch warten, bis GC sich durch die Medien so unter Druck gesetzt fühlt, dass jemand aus dem Umfeld plaudert. Und schon wäre GC 3 Millionen los gewesen und der mysteriöse Investor hätte eine Stange Geld verdient.

Immerhin: so blöd waren die Herren der Grasshoppers dann nicht, als dass sie auf diese Masche hereinfielen.

Oder war es doch alles anders? Vielleicht erfahren wir es morgen, vielleicht auch gar nie.