Parkieren am Tag der Frau

9 03 2012

Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf bedient anlässlich der Eröffnung des Autosalons in Genf (und notabene am Tag der Frau) alle gängigen Klischees.





Danke FCB!

24 02 2012

Es ist wieder mal an der Zeit, dass der Schweizer Fussball ein Dankesschreiben Richtung Rheinknie absetzt. Der 1:0-Erfolg gegen Bayern München in der Champions-League ermöglicht den anderen Schweizer Klubs in der nächsten Saison nämlich einen weiteren Platz in europäischen Wettbewerben. Zwei Klubs können 2013 mit der Qualifikation zur Champions-League liebäugeln, drei dürfen in die Europa-League. Bei unserer 10-er Liga können also 50% der Klubs an internationalen Wettbewerben teilnehmen. Eine auch finanziell nicht unerhebliche Tatsache. Dies sollte Ansporn für andere Klubverantwortliche sein, in die Infrastrukturen ihrer Klubs zu investieren. Denn mit der Teilnahme als solches ist es nicht getan. Es reicht nämlich nicht, wenn Jahr für Jahr nur der FC Basel Punkte für das UEFA-Ranking sammelt. Da muss auch von anderen Klubs mehr kommen. Der FC Basel hat in den letzten fünf Jahren über 51 Punkte für die Schweiz gesammelt, allein über 18 in dieser Saison. Da sieht es bei den anderen europäisch spielenden Schweizer Klubs weniger gut aus.

Wahrscheinlich ausser Reichweite dürfte ein Platz für die direkte Chapions-League Qualifikation liegen. Dazu fehlen aktuell noch 3,6 Punkte. Dazu müsste der FCB gegen die Bayern weiterkommen und weitere Punkte sammeln. Hätten in diesem Jahr andere Klubs mehr an den Fussball als an anderes gedacht (zB. Sion), wäre es am Ende nicht an Basel gelegen, diese 3,6 Punkte noch zu holen…





Xherdan Shaqiri hat alles richtig gemacht

9 02 2012

Nun ist es definitiv. Xherdan Shaqiri wechselt zu den Bayern. Man muss ihm und seiner Familie ein Lob aussprechen. Im Gegensatz zu anderen Beispielen beim FC Basel (Rakitic, Kuzmanovic) liess er sich nicht vom ersten verlockenden Angebot den Kopf verdrehen. Der Junge weiss, was er will. Mit dem FCB ist er nach dieser Saison auf dem Höhepunkt angelangt. Der dritte Meisterschaftstitel kann sich die Mannschaft nur selbst versauen, im Cup ist auch noch alles möglich und in der Champions-League steht der FCB so gut wie noch nie in seiner Geschichte dar. Sportlich kann es für ein Talent wie Shaqiri in der Schweiz nicht mehr besser kommen.

Er hat den richtigen Zeitpunkt für einen Wechsel gefunden. Wer ihm ein Wechsel nur des Geldes wegen vorwirft, tut ihm Unrecht. Würde er noch eine Saison anhängen, würde das seiner sportlichen Entwicklung nicht viel bringen. In München sprechen sie seine Sprache und obwohl immer vom FC Hollywood gesprochen wird, sind die Verantwortlichen Leute mit Bodenhaftung – so wie Shaqiri. Sicher muss er um einen Platz in der Stammelf kämpfen, aber er hat den Vorteil, dass er im Gegensatz zu praktisch all den anderen Stammspielern keine Einsätze an der EM hat.

Er wird ausgeruht sein, kann die volle Vorbereitung mit den Bayern absolvieren und dürfte diesen Vorteil mit etwas Glück dazu nutzen, sich so in den Vordergrund zu spielen. Es sei denn, Shaqiri will an die olympischen Spiele, die finden von Mitte Juli bis Mitte August statt und die Bundesliga startet bekanntlich Ende August. Aber dieses Problem wird er auch meistern, denn die olympischen Spiele sind ein Highlight, dass nicht jedem Fussballer vergönnt ist.

Eine Karriere kann man nicht planen, aber Xherdan Shaqiri hat zumindest alles unternommen, sie sich nicht mit einen überhasteten Wechsel von Anfang an zu erschweren! Gratulation!





Fussballklubs sind auch nur Unternehmen

3 02 2012

«Die fehlenden Einnahmen wegen der Winterpause und der Absenz von Heimspielen haben einen beachtlichen Einfluss auf unseren Finanzplan», so der Iraner. «Trotz allem haben wir am 2. Februar eine Zahlung über 30’000 Franken an die Cleantonic ausgeführt, wie beim Treffen am 27. Januar verlangt wurde.»

Ist was ganz neues, keine Einnahmen in der Winterpause und den Spielplan kennt man in Genf offenbar auch nicht. Nun die Finanzplanung macht in Genf ja auch kein Geschäftsmann. Oder doch?

Präsident Majid Pishyar ist im normalen Leben Chef über ein Megakonglomerat (32Group). Aber wahscheinlich ist es einfacher die Finanzplanung eines Multis zu machen, als jene eines Fussballklubs…

P.S. Servette hätte es besser wissen müssen.





Wenn Millionengehälter nicht dasselbe sind

3 02 2012

Rafael Nadal soll ein Steueroptimierer sein. So what? Anscheinend gelten für die Millionengehälter von Sportlern andere Kriterien in der Öffentlichkeit wie für Manager. Wieso eigentlich? Sind der Öffentlichkeit die „Freude“, welche diese Sportler uns bescheren wichtiger, als die Arbeitsplätze, welche (auch) Manager mit ihren Unternehmen schaffen? Wie auch immer. Ein Gedanke bezüglich der Relationen sollte man trotzdem darüber verschwenden, bevor man jemanden, ob Sportler oder Manager, unüberlegt an den Pranger stellt. Wir sind alle menschlich.

Gerade auch bei der Aussage von Nadal zum Thema „Geld sparen“.

Im letzten Herbst kündigte Nadal an, in Zukunft nicht mehr das Wimbledon-Vorbereitungsturnier im Queens-Club zu bestreiten. «Wenn ich in Grossbritannien spiele, verliere ich wegen der Steuergesetze viel Geld», begründete der 2-fache Wimbledon-Champion seinen Verzicht. Stattdessen wird Nadal künftig in Halle aufschlagen.





Saisonziel erreicht

25 01 2012

Lucien Favre ist nach dem ersten Spieltag in der Rückrunde bereits am Ziel. Nicht weil er wieder einmal die Bayern geschlagen hat und die ehemaligen Weltmeister Netzer und Beckenbauer voll des Lobes sind.Nein. Er hat nämlich sein Saisonziel bereits erreicht. Dieselbe Mannschaft, welche im letzten Jahr fast abgestiegen wäre, hat nun bereits 36 Punkte auf dem Konto. Der Abstieg ist kein Thema mehr. Jeder weitere Punkt ein Plus in Gladbach. Minimalistische Einschätzung: sicherlich nicht. Denn Thorsten Fink ist mit seinem HSV vom Ziel Klassenerhalt noch weit entfernt. In der Saison 2010/2011 war der HSV mit 45 Punkten auf Rang 8. Ein weiter Weg. Da fehlen noch 26 Punkte….





Neues von Shaqiri

13 01 2012

Galatasaray ist ein Top-Club

meint Xherdan Shaqiri. Klar, aber erst im Sommer. Was er auch nicht ganz ausser Acht lässt. In der Süper Ligue ist noch Geld vorhanden respektive es intessiert dort nicht, wo es herkommt. Und eines ist auch klar: die heissblütige Stimmung in türkischen Stadien ist unvergleichlich. Sowas braucht ein Shaqiri.

Aber eben: erst im Sommer und nicht unter 10 Millionen!





Wetten dass?

10 01 2012

Thorsten Fink mag den Süden. Schon zu seinen Zeiten beim FC Basel verbracht er manches verlängertes Wochenende in Ibiza. Dort fanden auch die intensiven Gespräche mit HSV-Arnesen statt, welche in der „Hals-über-Kopf“ Verabschiedung beim FC Basel gipfelten. Nun geht es wieder Richtung Süden, in die andalusische Sonne der Costa del Sol. Allerdings nicht zum Ausspannen sondern ins Traingslager. Tür an Tür mit seinem früheren Arbeitgeber, dem FC Basel. Und wieder ist helle Aufregung im Stall, denn Fink hat seine Fühler nach FCB-Juwel Granti Xhaka ausgestreckt.

Doch diese Mal dürfte er auf sprichwörtlichen Granit beissen. Wer wechselt schon zu einem maximalen UI-Cup Anwärter, wenn er im Februar in der Champions-League und um den Titel spielt? Die Zeiten in denen junge Schweizer Talente Hals über Kopf beim ersten Angebot ins Ausland wechseln, sind zumindest beim FC Basel vorbei. Granit Xhaka würde es sich ausserdem einfach machen, wenn er zu einem Klub wechselt, nur weil der Trainer ihn kennt und will. Der ist nämlich schneller weg als man denkt. Wenn er das nicht glaubt, soll er sein Telefon in die Hand nehmen und sich mal mit Beg Ferati auf einen Kaffee verabreden. Der kann ihm was erzählen (auch wenn die Beweggründe bei Ferati ein wenig anders lagen).

Deshalb ist die These, dass dieses Mal in der Sonne Spaniens tatsächlich „nur“ trainiert wird auch wenig gewagt.

Xhaka wechselt erst im Sommer. Sicherlich in die Bundesliga, aber nicht zum HSV und Shaqiri spielt ab Sommer 2012 bei Manchester als Ersatz für Nani (nur ein Scherz). Noch einmal lässt sich Bernhard Heusler nicht auf dem falschen Fuss erwischen…





Keine Weihnacht im Martigny

23 12 2011

Alle feiern Weihnachten im Kreise der Familie und freuen sich auf ein paar geruhsame Tage. Alle? Nein, nicht alle: Da ist ein Mann im Unterwallis, welcher die Tage im Kreise seiner Anwälte verbringt. Was holt er als nächstes aus seinem Sack? Wir sind gespannt und hoffen auf ein Sportjahr, in welchem die Resultate auf dem Platz und nicht in der Gerichten erzielt werden…





Diktator Blatter und Krieger Constantin

19 12 2011

An was erinnern Sie solche Aussagen? „Es wird in vielerlei Hinsicht ein Blutvergiessen geben“ und „Es wird wohl ein Blutbad geben.“ Nun angesichts der tagtäglichen Schlagzeilen der Ereignisse aus Syrien, Ägypten, Lybien etc. ordnet man diese Aussagen der Berichterstattung aus dem Ausland zu. Dieser Fall hier ist aber anders. Es sind Aussagen von Präsidenten Schweizer Fussballklubs (FCB Heusler und YB Känzig). Es scheint, wir sind im Krieg und das ist tatsächlich so. FIFA-Diktator Blatter hat den Zweihänder ausgefahren und will die Schweiz aus der FIFA werfen (notabene das Land, welches ihm aufgrund seines liberalen Vereinrechts erlaubt, haufenweise Gelder zu scheffeln und dabei keine Steuern zu zahlen). Gegner ist der Krieger Constantin, welcher keinem juristischen Schlachtfeld aus dem Weg geht. Die Verlierer werden wie in jedem Krieg die Zivilisten sein, sprich die Fussballschweiz und der FCB.

Es sei denn, Diktator Blatter oder Krieger Constantin zeigen Einsicht. Die Weltgeschichte hat uns aber gelehrt, dass es im Krieg selten ein Nachgeben gibt. Wieso soll das in dieser Sportposse anders sein. Vor diesem Hintergrund sind die zitierten und martialischen Aussagen durchaus angebracht.

Für den SFV und den FCB brennt der Baum, bevor die erste Kerze überhaupt gezündet wurde.