Hans Jucker R.I.P.

20 02 2011

Eine Legende ist von uns gegangen. Damit gewinnen seine Highlights nun traurige Bedeutung. Bye, bye Hans Jucker!





Garfunkel and Oates

18 02 2011

Mal eine ganz andere Nummer. Und man lernt neue englische Wörter wie „the douche„:-)

Die beiden könnten sich zu einer meiner neuen Favoriten entwickeln. Humor haben sie!





Doktorentitel werden überschätzt

18 02 2011

Der Fall des ehrenwerten Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg gibt uns die Gelegenheit, uns wieder mal allgemein über die akademische Würde der Dissertation Gedanken zu machen. Der Doktortitel, von vielen mit Stolz getragen und oft auch Bestandteil der e-mail-Adresse, ist fast schon ein Statussymbol. Aufwändig zu erlangen und rechnet man den entgangenen Lohn im Berufsleben bei einer rund 3-jährigen wissenschaftlichen Arbeit dazu, mindestens so teuer wie ein Aston Martin oder Ferrari. Mit dem Unterschied, dass dieses Statussymbol ein Leben lang hält.

Was aber ist der Titel wirklich wert? Sind deren Titelträger bessere Manager, Politiker oder Unternehmer? Nun, es ist auf jeden Fall in der heutigen Gesellschaft immer noch so, dass deren Titelträger oft als etwas Besonderes behandelt werden. Es gibt Unternehmen, welche Träger der Doktorenwürde Salärmässig höher einstufen und das auch bei Stellenbeschreibungen, bei denen eine Dissertation keinen Mehrwert bringt. Nun, das mag den Doktoren auch gegönnt sein, schliesslich sind mit einer Dissertation oft Entbehrungen verbunden und man will dafür schliesslich auch etwas zurückhaben.

Die Kernfrage die sich mir aber stellt, ist eine andere. Und zwar welchen Einfluss die Dissertation auf die berufliche Qualifikation eines Menschen hat? Mit anderen Worten: Wann zeigt uns der Titel, dass diese Person „mehr auf dem Kasten“ hat und wann ist er ein Anhängsel gleich einem echten oder falschen Adelstitel?

Ich wage aber zu behaupten, dass eine Dissertation nur bedingt einen beruflichen Mehrwert bringt. Offensichtlich ist dieser dort gegeben, wo die Dissertation mit der eingeschlagenen beruflichen Karriere korreliert. Sei dies bei Forschern, bei Ärzten oder teilweise auch bei Juristen, welche sich auf Spezialgebiete fokussieren. In vielen Bereichen ist der Doktortitel aber kaum oder gar nicht dafür verantwortlich, was ein Mensch beruflich zu leisten vermag. Abgesehen vielleicht von der Tatsache, dass eine abgeschlossene Doktorarbeit Beleg dafür ist, dass man sich drei Jahre in etwas reinhängen kann, selbständig arbeitet, organisatorisch versiert ist und am Schluss auch in der Lage sein muss, sich mit Worten zu artikulieren.

Trotzdem darf man sich fragen, ob Christoph Blocher auch ohne seine Dissertation zum Thema „Die Funktion der Landwirtschaftszone und ihre Vereinbarkeit mit der schweizerischen Eigentumsgarantie“ ein erfolgreicher Unternehmer geworden wäre. Ich meine ja. Oder hat Roger Schawinski seine Diss. zum Thema „Die sozio-ökonomischen Faktoren des Fremdenverkehrs in Entwicklungsländern: Der Fall Guatemala“ im Rahmen seiner Tätigkeit als Privatradio- und TV-Pionier vorwärts gebracht? Wohl kaum und die Liste liesse sich beliebig verlängern.

Und genau so verhält es sich auch beim lieben Herr zu Guttenberg. Selbst wenn ihm seine Doktorenwürde aberkannt würde, hätte das keinen Einfluss auf seine Qualitäten als Politiker. Er ist und leistet was er ist auch ohne seinen Titel. Es stellt sich höchstens die Frage, ob ein Politiker Ansprüchen der höchsten Glaubwürdigkeit und Integrität genügen muss. Und hier sieht die Welt dann vielleicht wieder anders aus… Hätte er sich doch nur mit dem Adelstitel begnügt. Er wäre auch so in der Politik gross rausgekommen, denn Doktorentitel werden überschätzt.

Ausser natürlich in hierarisch aufgebauten und deutsch geprägten Unternehmen. Dort ist es immer von Vorteil, hat man einen solchen Titel.

P.S. Der Verfasser wäre zu einer Dissertation zugelassen gewesen, hat es aber vorgezogen praktische Berufserfahrung zu sammeln und Geld zu verdienen. Und natürlich habe ich höchste Achtung vor all jenen, welche sich in eine wissenschaftliche Arbeit einer Dissertation stürzen und dafür einen nicht geringen Teil ihres kurzweiligen Lebens opfern.





Männer können nicht anders:-)

18 02 2011

Das kommt davon, wen man genug Zeit hat. Absolut genial und schonungslos. Hier bleibt kein Blick versteckt. Leider bleibt dem Youtube-Beobachter der wirklich interessante Anblick verwehrt, aber immerhin reicht es bei Youtube schon für fast 2 Millionen Klicks.





Überschätzt sich der FCB?

16 02 2011

Ein Tag vor dem Europaleague-Spiel des FC Basels gegen Spartak Moskau kratzt der Vorverkauf erst knapp an der 10’000 Zuschauer-Marke. Was ist los? Interessiert der FCB nicht mehr, angesichts der Tatsache, dass er seit Jahren zwischen 20’000 und 25’000 Jahreskarten verkauft?

Vor Jahren sagte mir ein FCB-Vorstandsmitglied in der Euphorie der Championsleague, dass die Zahl von 25’000 Zuschauern dem „harten“ Kern der FCB-Gemeinde entspräche. Schon damals reibte ich mir nach Jahren in der Nati B die Augen. Meines Erachtens liegt der, immer noch erstaunliche, harte Kern der FCB Fangemeinde zwischen 7’000 und 11’000 Zuschauern. Das lukrative Geschäft mit den Jahreskarten hat den Verantwortlichen in den letzten Jahren aber ein wenig die Sicht für die Realität genommen. Ausserdem wurden im Hype des sportlichen und finanziellen Erfolges auch Fehler gemacht.

Jahreskartenbesitzer waren (und sind es heute meist noch) mehr Wert als Mitglieder. Die Jahreskarte wurde quasi zu einer für den FCB finanziell einträglichen zweiten Art der Mitgliedschaft. Dies mag und soll man dem FCB gönnen, allerdings dürfen daraus nicht die falschen Schlüsse gezogen werden.

Jahreskartenbesitzer sind Käufer. Vielleicht langjährige, das mag sein, aber keine Kunden. Ausserdem ist die emotionale Verbundenheit zum Verein eine andere. Mitglieder sind stolz auf ihren Status und künden eine solche Mitgliedschaft auch nicht einfach auf Jahresende. Noch heute ist es ein Privileg, das manchen mit Stolz erfasst, wenn er nach 25 Jahren Klubzugehörigkeit „Freimitglied“ wird! (Bei mir dauert es noch 7 Jahre.)

Mitglieder muss man pflegen, sie sind die Seele eines Klubs. Sie sind da, wenn es schlecht läuft.

Jahreskartenbesitzer mögen gewisse dieser Eigenschaften ebenfalls besitzen. Allerdings überlegen Sie sich auch jedes Jahr aufgrund der finanziellen Möglichkeiten und der sportlichen Aussichten, ob Sie ihre Karte verlängern. Ein Mitglied zögert keine Sekunde! Jahreskartenbesitzer sind zudem oft auch Firmen, die ihren Mitarbeitern und Kunden mal was bieten wollen. Im nächsten Jahr kann aber durchaus was anders „hip“ sein.

Langer Rede kurzer Sinn. Die Tatsache, dass nur knapp 10’000 FCB Fans Karten für das Spiel gegen Spartak gekauft haben, hängt (abgesehen vielleicht von der späten Anspielzeit) vor allem damit zusammen, dass die Zahl dem „harten“ Kern entspricht. Der FCB und die Verantwortlichen sollten sich dieser Tatsache mal wieder bewusst werden und versuchen, diesen etwas zu bieten.

Ein Klub lebt von Geschichten und Mythen. Die Mitglieder prägen diesen über Jahre mit und geben ihre Liebe entlang des Stammbaums weiter.

„FCB Fan kasch nit wärde, FCB Fan das muesch sy!“





Fehler gleichen sich aus

14 02 2011

Es scheint, als ob die Schiedsrichter keinen Winterkater verspühren. Ihre Entscheidungen waren auch in der 2. Runde der Rückrunde fehlerlos. Damit bleibt alles beim Alten.

1. Luzern +4

2. FCZ, Bellinzona +1

3. Xamax, YB, St. Gallen, FCB, Sion, GC 0

3. Thun – 4





Das nächste FCB-Juwel?

13 02 2011

Gut, St. Gallen war kein Gradmesser, aber FCB-Neuling Aleksandar Dragovic, seiner Zeichens 19-jährig und österreichischer Nationalspieler, hat in Basel eingeschlagen. Thorsten Fink meint zwar, der Junge sei noch nicht bei 100%. Gestern aber hat er abgesehen von einer einzigen Aktion jeden Zweikampf gewonnen, null Fehlpässe gezeigt, eine gute Übersicht bewiesen und ist auch ein zweimal nach vorne mitgegangen. Dieser Mann ist ein Versprechen für die Zukunft. Und wenn er so weitermacht, wir der FCB nicht nur sehr viel Freude an ihm haben, sondern in vier bis fünf Jahren auch einen schöne Stange Geld erhalten, wenn Dragovic sich für höhere europäische Aufgaben empfohlen hat.

Einmal mehr gebührt der FCB Scouting-Abteilung ein grosse Lob.





Fehler gleich sich aus – Rückrundenstart

7 02 2011

Nun wird also wieder Fussball gespielt. Die Schiedsrichter und ihre Leistungen waren denn auch in der Winterpause ein Thema. Zum Rückrundenstart blieb es ruhig. Das nicht gegebene „Wembley-Tor“ im Spiel St. Gallen – GC war bei weitem nicht so klar, wie das St. Gallen Trainer Uli Forte gern hätte. Da selbst die Fernsehbilder keinen eindeutigen Beweis hergeben, ist der Schiedsrichter entlastet. Wir gehen also ohne krassse Fehlentscheide in die Rückrunde. Die Tabelle präsentiert sich daher wie zum Ende der 1. Saisonhälfte.

1. Luzern +4

2. FCZ, Bellinzona +1

3. Xamax, YB, St. Gallen, FCB, Sion, GC 0

3. Thun – 4

P.S. Damit sich die Weisheit „Fehler gleichen sich über die Saison aus“ auch bewahrheitet, müsste also Luzern noch etliche Male benachteiligt und Thun bevorteilt werden. Das Mittelfeld hingegen ist relativ homogen.





Die Machtlosigkeit der Diplomatie

3 02 2011

Ägypten ist nicht Tunesien. Was friedlich begann und fast nach einem Märchen für einen friedlichen Umbruch aussah, scheint nach den aktuellsten Vorkommnissen zu eskalieren. Der Fall zeigt aber einmal mehr die Machtlosigkeit der Diplomatie und der internationale Politik. Ägyptens Machthaber provozieren die Unruhe und legitimieren ihre Position durch die „Wiederherstellung“ der Ruhe: Ausländische Einmischung unerwünscht. Kann ein Umbruch in einer faktischen Dikatur überhaupt friedlich über die Bühne gehen? Wie soll der Westen reagieren? Mit Waffengewalt und Armeen oder doch mit Diplomatie?

Wo Macht und Uneinsichtigkeit aufeinandertreffen, sind Lösungen nur schwer zu finden. Aus der Ferne stimmt einem das nachdenklich. Man wagt sich kaum vorzustellen, was passieren wird, wenn die Massen der Wirtschaftsmacht China einst den Aufstand proben sollten…





Super Bowl Weekend

1 02 2011

Am Sonntag ist es wieder soweit. Eines der wichtigsten Sportereignisse der Welt, der Super Bowl, wird in Dallas ausgetragen. Neben der sportlichen Affiche interessiert natürlich auch die berühmte Half-Time Show (man erinnere sich nur an „Nipplegate“) und die Werbefilme, für welche sich die Unternehmen jedes Jahr was Spezielles ausdenken.

Hier schon mal ein Vorgeschmack darauf: Super-Bowl Ads vom letzten Jahr.