Fehler gleichen sich aus

11 04 2011

In der 27. Runde der Super League machten die Schiedsrichter wieder mal von sich reden, allen voran Massimo Busacca.

Seine beiden Penaltyentscheide glichen sich wenigstens im Spiel selbst wieder aus, so dass keine Mannschaft sonderlich benachteiligt wurde. Anders die Situation im Duell der Kellerkinder. Im Spiel St. Gallen gegen Xamax war der Penaltyentscheid zugunsten der Xamaxien höchst fragwürdig. Die Hand ging sicher nicht zum Ball und der Entscheid aus meiner Sicht ein Fehlentscheid. Er brachte den Neuenburgern den Ausgleich, was im Abstiegskampf doppelt wichtig oder eben bitter aus der Sicht der St. Galler ist. Demnach gibt es leichte Verschiebungen in der Tabelle der Profiteure und der Benachteiligten von Fehlentscheidungen.

1. Luzern +4

2. Bellinzona +2

3. FCZ +1

4. YB, Xamax, FCB, Sion, GC 0

5. St. Gallen -1

6. Thun – 4







Salto-Penalty bei den Junioren

8 04 2011

Da soll einer nochmals behaupten, Schweizer Fussball sei unspektakulär. Der B-Junior des FC Baar, Joonas Jokin (ein ehemaliger finnischer U16-Spieler), zeigt, was man sonst nur aus Brasilien kennt.

Trotz der akrobatischen Leistung verliert Baar das Spiel 1:4. Aber das Video geht um die Welt! („Dasch isch Hammer Mann. He Mann, was für es Gool“)





Der Blick muss sich andere Feindbilder suchen

5 04 2011

(Quelle: Blick.ch)

Alex Frei und Marco Streller haben heute ihren sofortigen Rücktritt aus der Schweizer Nationalmannschaft erklärt. Die Kampagnen der letzten Wochen haben sogar soweit geführt, dass auch das Privatleben der beiden betroffen war. Dies ist heute in einer gemeinsamen Erklärung zu entnehmen. Damit haben die beiden den konsequenten Schritt nach einer gegen Spieler des FCB geführten Kampagne in der Nationalmannschaft gezogen.

Was sollen wir von diesem Schritt und diesen Entwicklungen halten? Hesch ghört hat schon mehrfach über die Thematik geschrieben:

Typisch Schweiz, Die Causa Frei, Chapeau Marco Streller, Und wer hat jetzt die Narrenkappe an

Damals wie heute stehe ich hinter einem Rücktritt in einer solchen Situation. Es stimmt allerdings nachdenklich, wenn sich bei den Fans der Schweizer Nationalmannschaft die Animositäten gegen einzelne Klubs auch dann zeigen, wenn alle für die Nation auflaufen. Die Kleinkariertheit eines Landes (oft von Alex Frei bemängelt) zeigt sich hier in Reinkultur. Die Nationalmannschaft und ihre Spieler werden erst dann wieder mit vollem Einsatz und Stolz für ihr Land spielen, wenn die Fans wie eine Wand hinter ihnen stehen und die Klubebene für einmal ausblenden. Diese Verschworenheit haben uns andere Nationen vor und machen schlussendlich einen starke Nationalmannschaft aus.

Wenn die Rücktritt von Streller und Frei dazu führen, dass auf Fanseite ein Umdenken stattfindet, dann hatten sie durchaus ihren Sinn. Denn in einer Nationalmannschaft spielen nunmal die Besten eines Landes und die spielen im Falle der Schweiz nicht nur im Ausland, sondern eben auch in der heimischen Liga, beim FCZ, bei YB oder beim FCB. Um in die Nationalmannschaft zu kommen, muss man ehrgeizig sein. Wenn Ehrgeiz (wie im Falle des Alex Frei) aber dazu führt, dass man gehasst wird, dann verstehe ich die Fussballwelt nicht mehr.

Im Gegensatz zum Angebot einer Klubmannschaft, schlägt man das Aufgebot in die Nationalmannschaft nicht aus. Wenn es so weitergeht, wird dies aber bald dazukommen, wenn Exponenten einzelner durch Kampagnen des Boulevard systematisch an den Pranger gestellt werden.

P.S. 42 Tore in 84 Spielen. Es wird lange dauern, bis jemand wieder ein Quote von 0,5 Toren pro Spiel erreicht!





Wie der Blick bewusst Unruhe beim FCB schürt

4 04 2011

Noch immer steht der FC Basel mit 7 Punkten Vorsprung an der Spitze der Super League. Auch wenn der FCZ seine Spiele ebenfalls gewinnt, scheint es zurzeit kein Vorbeikommen an den Basler zu geben. Kein Wunder muss sich der Boulevard da was einfallen lassen. Nachdem monatelang auf Alex Frei und seinem Wirken in der Nationalmannschaft herumgehackt wurde, versucht der Blick nun auch Unruhe in den FCB zu bringen.

Das klingt dann so:

Neuer Wirbel um FCB-Stars

Beni Huggel: Gibt beim 1:0-Sieg sein Comeback nach knapp zwei Monaten Verletzungspause. Während seiner Abwesenheit hat Youngster Granit Xhaka mit starken Leistungen auf sich aufmerksam gemacht. «Er kann ein grosser Spieler werden», gibt Huggel zu. Doch dann lässt er eine Spitze über seinen Konkurrenten los: «Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer. Zehn gute Spiele reichen nicht. In der Schweiz wird man viel zu schnell hochgejubelt.»

Dieselbe Aussage in der Basler Zeitung liest sich dann ein wenig anders:

Über ihn sagt Huggel bemerkenswerte Sätze: «Xhaka und auch Sandro Wieser haben eine tolle Entwicklung hinter sich. Aber das ist ein Problem in der Schweiz: Wenn einer drei Mal jonglieren kann, hat man hier schon das Gefühl, er werde der neue Maradona. Um ein Grosser zu werden, muss man drei Saisons durchhalten, auf konstant hohem Niveau. Ich bin aber überzeugt, dass es Granit schaffen kann.

 Also alles eine Sache der Positionierung. Unruhe wird man damit aber höchstens im Rest der Schweiz auslösen. Aber das ist ja anscheinend das Ziel des Boulevards. Den FCB als meistgehasst Mannschaft der Schweiz aufzubauen…





Fehler gleich sich aus – Runde 25

4 04 2011

Die Schiedsrichter sind offenbar gut aus der Nationalmannschaftspause gekommen. Nicht, dass ihre Leistungen nicht zu reden geben. Es gibt immer mal wieder Entscheidungen, die für Diskussionsstoff sorgen. Dennoch: es gab in der vergangenen Runde keinen krassen Fehlentscheid, welcher das Spiel zugunsten oder ungunsten einer Mannschaft beeinflusst hätte.

Damit bleibt unsere Fehlentscheidungsprofiteure-Tabelle gleich. Sie zeigt aber auch, dass schlussendlich die sportliche Leistung entscheidend ist. Obwohl Luzern von Fehelentscheidungen bisher am meisten profitiert hat, schlägt sich das insgesamt nicht in der Tabellensituation der Innerschweizer in der Super League nieder.

1. Luzern +4

2. Bellinzona +2

3. FCZ +1

4. YB, St. Gallen, FCB, Sion, GC 0

5. Xamax -1

6. Thun – 4







1. April Scherze

1 04 2011

Heute ist der 1. April und wir werden wieder den ganzen Tag auf den Arm genommen. Um die Bandbreite der „lustigen“ Einfälle der diversen Redaktionen aufzuzeigen, aktualisieren wir hier laufend den Stand gefundener Scherze:

– Basler Zeitung: „Nur noch zwei Bummelsonntag“ –  Die Fasnächtler machen ab 12.30 Uhr vor dem Rathaus mobil

– TagesAnzeiger: Erdbebentests für den Prime Tower – Zivilisten gesucht

– Basellandschaftliche Zeitung: Nach der Wahl von Isaac Reber tagt die Baselbieter Regierung neu im Schloss Ebenrain in Sissach – das wird heute um 12.45 Uhr in ebenselben mit einem Apéro für die Bevölkerung gefeiert.

– Berner Zeitung: Gigi Oeri wirbt mit FCB-Logo auf Berner Trams





Und Sport ist eben doch ein Geschäft

30 03 2011

Der Tages-Anzeiger beschreibt kurz und prägnant, wie das Geschäft im US-amerikanischen Sport funktioniert (oder eben auch nicht). Eine wirklich gute Übersicht über das System der Franchises im amerikanischen Sport.

Mehr zum Thema bietet auch Wikipedia.





Deutschland ist ein Autoland

30 03 2011

Man staunt schon ein wenig, wenn man folgende Zeilen liest.

Tempo 290 hat ein junger Raser in Hamburg erreicht – fast 200 Kilometer pro Stunde schneller als erlaubt. Die Polizei hatte Schwierigkeiten, dem 22-Jährigen zu folgen. Sie fuhr etwa 30 Minuten lang hinter ihm her. Den Fahrer erwarten drei Monate Fahrverbot und eine Geldstrafe von 1800 Euro.

Wer in der Schweiz auf der Autobahn rechts überholt (und da gilt bereits das rechts Vorbeifahren als Überholen), den erwarten ebenfalls drei Monate Führerausweisentzug und eine saftige Busse im obigen Bereich oder höher! Wir fragen jetzt nicht nach der Verhältnismässigkeit dieser beiden Verkehrsverletzungen…





Wenn es denn so einfach wäre

28 03 2011

Alex Frei muss jetzt weg! Das meint zumindest der Blick, welcher seit Monaten ein Kampagne gegen den Nati-Captain reitet. Unter ihm können sich die Jungen nicht entwickeln. Horch, horch! Das sind alles gestandene Profis (Inler, Schwegler, Barnetta, etc.), weshalb ich mich frage, wieso es denn an einem Alex Frei liegen soll. Fakt ist, die Schweiz hat ihren Zenit überschritten. Bewährte Kräfte sind zurückgetreten (N’Kufo, Huggel) oder am Ende ihrer Karriere (Yakin, Frei, Streller?).

Übrige bleiben Spieler, denen die Schweiz zu klein war und die im Ausland gross rauskommen wollten (Inler, Dzemaili, Barnetta, Derdiyok, Ziegler) oder Spieler, die bei keinen Spitzenklub der Super League oder gar nicht in der Super League spielten und im Ausland meist die Bank drücken (Senderos, Djourou, Ben Kalifa, Gavranovic, etc.).

Dazwischen sind noch ein paar bewährte und gestande Super League Spieler und Legionäre (Benaglio, Lichtsteiner, Shaquiri, Stocker).

Klar ist, die EM-Qualifikation war schon vor dem Bulgarien-Spiel gegessen. Es gilt schon lange, sich auf die WM vorzubereiten. Hier ist Ottmar HItzfeld gefordert, eine völlig neue Mannschaft zu formen.

Jene schwache Pflänzchen, welche angeblich unter Alex Frei litten, haben nun keine Ausreden mehr und müssen zeigen, was sie drauf haben. Aufgedrängt hat sich bisher keiner. Die Schweiz liegt irgendwo zwischen Übersättigung aus vergangenen Erfolgen und Selbstüberschätzung aufgrund der vielen Jungen, welche es im Ausland versuchen. Es ist zu hoffen, dass Hitzfeld den richtigen Mix findet. Am schwersten wiegt die Tatsache, dass uns ein Spielmacher fehlt.

P.S. Da jeder mitreden kann, wenn es um die Nati geht, werde ich das nicht tun.





Wo bei schwarzen Frauen der Spass aufhört

23 03 2011

St. Pauli Stürmer Gerald Asamoah hat Zuhause Stress. Seine Frau ging mit einem Messer auf zwei Freundinnen los, die der Fussballer nach Hause brachte. Problem aber war nicht die Eifersucht.

Die drei Frauen geraten in Streit, eine Besucherin reisst Linda einen Haarbüschel aus. Asamoahs Ehefrau zieht ein Messer aus dem Messerblock, geht auf die Frauen los.

Es waren die Haare! Denn beim Thema Haare sind schwarze Frauen äusserst heikel. “ Never touch a black woman’s hair“ lautet die Devise für jeden Mann.

US-Comedian Chris Rock machte sogar einen Film dazu.