Gratulation John Mc Cain!

1 11 2008

John Mc Cain ist der neue Präsident der Vereinigten Staaten. Was, das glauben Sie nicht? Barack Obama hat die Welt begeistert und die Umfragen dominiert. Trotzdem, der Bradley Effekt hängt wie ein Damokles Schwert über diesen Wahlen. Umfragen sagen nichts und kein Amerikaner würde zugeben, dass er Barack Obama nicht wählen wird, weil er schwarz ist. Das wäre nicht anders gewesen, wenn Hillary Clinton anstelle von Obama gegen John Mc Cain angetreten wäre.

Die Demokraten haben schon von Anfang an einen Fehler gemacht. Denn Amerika ist noch nicht bereit, eine Frau oder einen Schwarzen zum Präsidenten zu wählen. Ich weiss, das ist diskriminierend, aber es ist so. Wir werden ab dem 4. November wohl oder übel mit einem alten Kriegsveteranen vorlieb nehmen müssen. Die Börse wird jubeln und die Kurse für ein paar Tage nach oben klettern. Es ist nur zu hoffen, dass Mc Cain vier Jahre durchhält, denn wenn Sarah Palin nachrücken würde, dann hätten wir einen weiblichen George W. Bush im Weissen Haus: das ist zwar lustig, wenn Sie Komiker sind, aber ein weiterer Dämpfer für die internationale Politik.

Noch gibt es einen Schimmer Hoffnung, dass der Bradley-Effekt nicht spielt. Obama muss die siegesgewissen Wählerinnen und Wähler mobilisieren. Er braucht jede Stimme. Es wird spannend, das steht ausser Diskussion. Falls der Bradley Effekt doch spielt, informieren Sie sich hier mal, dann können Sie ab dem 5. November mitreden.





Bush wird uns fehlen

30 10 2008

Am 4. November wählt Amerika einen neuen Präsidenten. Eines steht jetzt schon fest, ob Mc Cain oder Obama. Keiner der beiden wird uns so zum Lachen bringen wie Goerge W.

Late Night Talker und Komiker werden ihn genauso vermissen wie all jene, die der Politik trotz allem eine witzige Note abringen können. Es gibt unzählige Fehltritte in seiner achtjährigen Laufbahn. Hier die besten 10 (völlig unrepräsentativ).





Web 2.0 Werbung ad absurdum

16 10 2008

Alex Frei wurde beim Penalty im WM-Qualifikationsspiel gegen Griechenland mit einem Laserpointer gestört. Was für eine Frechheit, denkt sich da der geneigte Schweizer Fussballfan. Zum Glück hat Frei den Penalty trotz den Ablenkungsversuchen sicher verwertet. Nun, eigentlich wollen wir diese Unart auf Schweizer Fussballplätzen nicht weiter fördern. Kommt hinzu, dass die Sache auch gefährlich sein kann, wenn so ein Laserpointer tatsächlich auf die Augen gerichtet werden sollte. Die neuen Art der Web 2.0 Werbung wie Google-Anzeigen führen eine solche Meldung aber ad absurdum. So gesehen auf der Website von BaZ-Online.

http://www.bazonline.ch/sport/fussball/Frei-beim-Penalty-laserscharf/story/13189031

Wie funktionieren Google-Anzeigen? Ähnlich einer Suchmaschine werden die wichtigsten Worte herausgefiltert und mit Werbeangeboten im Internet verglichen und dann sogleich als Suchergebnis aufgeschaltet. So kommt es also, dass jeder der die Meldung liest, sofort auf Website verwiesen wird, auf denen man Laserpointer kaufen kann. Seid also gewarnt ihr Penaltyschützen der Super-League. Dank Google-Anzeigen müsst ihr euch bald schon Sonnenbrillen zulegen. (Anmerkung 7.11.08: Mittlerweilen haben die Anzeigen geändert und es wird keine Webrung für Laserpointer mehr gemacht!)





Der Wahnsinn an den Aktienmärkten

11 10 2008

(Alles schon mal da gewesen. Der „schwarze Freitag“ am 25.10.1929)

Eines gleich vorne weg. Ich bin kein Finanzspezialist. Ich kenn mich weder mit den theoretischen noch den psychologischen Mechanismen des Kaptialmarktes wirklich aus. Ja, eigentlich habe ich nie verstanden, dass Analysten von den Unternehmen immer höhere Gewinne und schnelleren Wachstum verlangen, da wir doch alle wissen, dass dies einmal endlich ist. Mit anderen Worten, man kann nur wieder etwas Neues aufbauen, wenn man Altes abgebrochen hat. Und so ist es doch irgendwie auch mit dem Aktienmärkten, der Weg nach oben ist endlich. Ohne den Absturz, gäbe es die Börse gar nicht.

Da ich kaum Aktien habe, nehme ich die Sache locker. Und ich glaube, das ist auch gut so. Panik ist fehl am Platz. Wer jetzt auf die Bank rennt und sein Geld unters Kopfkissen steckt, der handelt vorschnell. Natürlich sehen einige Pensionäre ihr Felle davon schwimmen. Hat man sein Vermögen in Schweizer Blue-Chips investiert, dann hat sich dieses in drei Wochen nahezug halbiert. Trotzdem: ich denke nichtstun ist für „Otto-Normalverbraucher“ zurzeit das Beste.

Sehen wir die Sache doch mal realistisch. Noch ist der SMI nicht auf dem Stand von 2003. Noch ist keine Bank oder Versicherung in der Schweiz pleite gegangen (unnötige Hysterie kann das ändern) und noch werden keine Leute in Massen entlassen. Es sollte aber auch jedem klar sein, dass die Zeiten härter werden. Anfang Jahr war es der hohe Ölpreis, welcher alles verteuerte, jetzt ist es die drohende Rezession, welche unsere Geldreserven schrumpfen lässt.

Vielleicht ist das aber alles auch gut so. Wir lernen endlich wieder mal das Einfache zu schätzen und nicht jeden Luxus für selbstverständlich zu nehmen. Eine Gesellschaft in der jeder meint, sich alles leisten zu müssen (meist auf Kredit) hat langfristig keine Zukunft. Früher hatten die Leute weniger und waren auch nicht unglücklicher.





Gute Idee, schlecht ausgeführt

4 10 2008

Der FC Basel will den Nachwuchs unterstützen und hat deshalb vier Aufkleber für’s Auto entwerfen lassen. Die „Mini-Kleber“ kosten 10 Franken. Ein schöne Summe, aber für den Nachwuchs greift man ja gerne tiefer in die Tasche.

Nur haben sich die „Marketing-Spezialisten“ echt wenig überlegt. Selbst für den Nachwuchs ist der sonst schon bei Eintrittspreisen heftig geschröpfte Basler Fussballfan nicht bereit 10 Franken zu zahlen, wenn das, was er sich damit kauft, keinen Wert hat. Sinn eines Aufklebers ist es, dass man ihn sieht. Dies ist bei diesem Vierer-Sets leider nicht der Fall. Der Kleber ist so klein, dass man dem Vordermann auf die hintere Stosstange auffahren muss, um zuerst den Kleber und mit etwas Glück auch das FCB-Signet sowie den Schriftzug lesen zu können.

Einmal mehr versucht man hier ein Merchandising-Artikel nach dem Motto, „so lange FCB draufsteht, kaufen es die Leute“ zu verscherbeln. Der Kleber wird ein Ladenhüter bleiben, als Aufkleber funktioniert er leider nicht.

Schaden eigentlich: vor allem für die Nachwuchsabteilung, welche auf das viele Geld verzichten muss.





Fackelwurf von Basel: Öffentliche Diskussion nötig

29 09 2008

Das Thema darf nicht ad acta gelegt werden. Die öffentliche Diskussion muss weitergehen und die Täter zum Wohle aller identifiziert und bestraft werden.

Der Blick bringt neueste Entwicklungen und hält das Thema am Kochen. Für einmal hat Boulevard auch seine guten Seiten:

Mehr Infos direkt bei Blick Online.





Der Fussball zeigt sein hässliches Gesicht

28 09 2008

(Diese Bilder wollen wir in Schweizer Stadien nicht mehr sehen).

Einmal mehr zeigt sich der Fussball von seiner hässlichen Seite. Man fragt sich, wann die ersten Verletzten oder Toten zu beklagen sind. Die Dummheit eines Zuschauers im YB-Sektor (die Bezeichnung Fan ist hier völlig fehl am Platz) lässt das Geschehen auf dem Rasen zur Nebensächlichkeit werden. Der Fackelwurf von Basel im gestrigen Spiel zwischen dem FCB und YB (Endstand: 1:2) ist bereits der zweite seiner Art im Joggeli. Diesmal kam ein Familienvater und sein kleiner Sohn nur knapp an schwersten Verbrennungen vorbei. Ob dieses Kind je wieder an eine Fussballspiel will?

Harte Sanktionen

Jetzt ist die Swiss Football League gefordert. Es müssen harte Strafen ausgesprochen werden. Geisterspiele im Stade de Suisse sind unausweichlich! Wieso Tausenden wegen eines Einzelnen bestrafen, werden sich viele jetzt fragen. Nur so kann Druck auf diese kriminiellen Täter und ihre Mitläufer im Umfeld gemacht werden. Erst wenn sich die Massen daran stören, dass ihnen die Freude am Fussball genommen wird und erst wenn die Öffentlichkeit diese Täter blossstellt, erst dann wird man vielleicht die Augen aufmachen, bevor es zu spät ist.

Jahrelang wurde die Fans des FC Basel an den Pranger gestellt. Es gipfelte damit, dass sich nach der verlorenen „Finalissima“ gegen den FCZ wüste Szenen auf dem Platz abspielten. Aber nie waren dabei unbeteiligte Familien und Kinder im Fokus. Die Fackelwerfer aus Bern und Zürich hatten aber genau das im Sinn.

Sorgen sollte sich auf der europäische Fussballverband machen. Auch in Barcelona kamm es am Samstag im Derby gegen Espanyol zu Fackelwürfen auf Fans. Es ist Zeit, dass gehandelt wird. Weitere Verhamlosungen sind jetzt fehl am Platz!





Oh du schöner Norden

14 09 2008
Hamburg Speicherstadt

Hamburg Speicherstadt

„Hesch ghört“ ist zurück. Nachdem ich endlich mal eine Auszeit nehmen konnte, ergibt sich nun die Möglichkeit, über meine dritte Leidenschaft (neben Sport und Autos) zu schreiben: das Reisen.

Auch in diesem Herbst könnten Städtereisen nicht nur aufgrund der gestiegenen Benzin- und Kerosinkosten wieder vermehrt im Trend liegen. Da Reiseführer einem vieles erzählen, aber dann noch nicht all das, was man wissen will, gibt es nun von mir ein paar kulinarische Tipps zu Hamburg.

Essen & Trinken

Frühstück

Das bekannteste und auch preiswertetes Frühstücksbuffet in der Altstadt gibt es im Alsterpavillon direkt am Jungfernstieg. Allerdings ist dieser vor allem über Wochenende recht überfüllt.

Mein Geheimtipp lautet deshalb:

Das Café Mélange am Alsterfleet. Gemütliches Ambiente an der Fleet, nettes Personal und ein tolles Preis-Leistungsverhältnis.

Abendessen & Bar

In der Altstadt gibt es hier zwei Favoriten, welche mit tollem Essen und gleichzeitig einer gemütlichen Bar aufwarten können.

Die Bank ist eine tolle, moderne und hippe Location. Das Essen ist hervorragend und die Karte hat viel zuviel für ein einziges Essen. Es gibt Klassiker und Specials die tätglich ändern.

Die zweite Adresse ist das Parlament. Ein Restaurant im Gewölbe-Keller des Rathauses. Hier verbindet sich die traditionelle Bauweise mit dem modernen Ambiente. Das Essen ist nicht ganz so exquisit wie in „Die Bank“, aber trotzdem sehr empfehlenswert. Das Parlament ist die Adresse für jene, welche nicht so auf Schicki-Micki stehen, aber in einem tradtionellen Restaurant trotzdem die Moderne suchen.

Zum Schluss noch ein Tipp, für richtig urchiges Hamburg in der Nähe der Speicherstadt. In der Deichstrasse befindet sich die älteste Schankstätte Hamburgs. Die Gaststätte „Zum Brandanfang“. Man sitzt gemützlich in Sitzecken und hat je nach Platz noch ein wenig Aussicht auf die Alsterfleet (Tisch ganz hinten reservieren). Das Essen ist einfach und gut. Und natürlich kommt vor allem Fisch auf den Teller.





Hesch ghört macht Pause

3 09 2008
Angst vor dem Elfmeter

Keine Panik - einfach mal abschalten!

Nach Euro, Olympia und Champions-League Qualifikationsstress macht „Hesch ghört“ eine Pause. Ich höre mich für die nächsten paar Tage im Ausland um. Mal sehen, was ich da so höre und mitbringe.





Die Show ist vorbei

24 08 2008

(Die Olympia-Masskottchen sagen Tschüss!)

Im Land der aufgehenden Sonne kehrt wieder Normalität ein. Kein Medaillienglanz, keine Aufmerksamkeit eines Millionenpublikums und keine störenden Fragen nach Menschenrechten. Ab heute gehören die Olympischen Spiele in Peking zur Geschichte.

Haben Sie überhaupt gemerkt, dass Sie stattgefunden haben? Was bleibt hängen, von den Spielen, die offiziell „als die besten und am perfektesten organisiertesten Spiel aller Zeiten“ in die Geschichtsbücher eingehen (zumindest für die nächsten vier Jahre)? Usain Bolt? Michael Phelps? Roger Federer?

Nun, wie immer wird ein Riesentheater um den Anlass gemacht und wie immer ist er schneller vorbei, als man sich überhaupt besinnen mag. Erschwerend kam aus europäische Sicht hinzu, dass die meisten Wettbewerbe in der Nacht und am Morgen stattfanden. Zu wenig TV-tauglich, als dass im Land eine Euphorie hätte aufflackern können. Daran ändern auch die Olympiasiege im Tennis-Doppel und die im Zeitfahren der Männer nichts daran.

Zudem muss man die Medaillienbilanz der Schweizer als enttäuschend einstufen. Nur im Zeitfahren durch Fabian Cancellara gab es das „greplante“ Edelmetall auf Ansage. In all den anderen Disziplinen (Mountainbike, Triathlon, Reiten, Madison, etc.) enttäuschte die Alpennation. Aber alles halb so tragisch, denn wirklichen Olympiaglanz konnte das sterile China nie wirklich versprühen. Stimmungsmässig werden die Spiele deshalb keinen grossen Nachklang haben.

Da kann man gespannt sein, auf die Spiele 2012 in London. Leichtathletik, Tennis und auch Fussball, werden dannzumal wieder zur besten Sendezeit die Massen begeistern.