Basler Privatradios im Gleichschritt

19 01 2011

Das grosse Beben in der Basler Privatradiolandschaft bleibt weiterhin aus. Die neusten Zahlen von Publicadata sind fast schon langweilig. Radio Basilisk bleibt weiterhin der unangefochtene Branchenprimus in der Region Basel und steht bei den Privatradios national auf Platz 10. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2010 verbesserten sich die Hörerzahlen um 0,2%. Genau um denselben Wert verbesserte die Nummer 2, Radio Basel. Zwischen den beiden Platzhirschen liegen weiterin rund 50’000 HörerInnen. Weit besser entwickelten sich die Zahlen der Staatssender: DRS1 und DRS 3 legten beide um 0,7% zu. Fazit: Radiohören ist weiterhin eine der beliebtesten Beschäftigungen von Herr und Frau Schweizer.





Outing im Leutschenbach

19 01 2011

Es heisst immer, beim Schweizer Fernsehen seien alles verkappte Linke. Stimmt doch gar nicht. Es gibt auch solche, die offen dazu stehen, wie TV-Mann Matthias Aebischer, der jetzt für den Kanton Bern in den Nationalrat will und darum beim Fernsehen gekündigt hat. Für welche Partei? Natürlich für die SP. Somit macht er den Schritt vom „verkappten“ zum „geouteten“ Linken. Soll mal einer sagen, die beim Fernsehen legen die Karten nicht auf den Tisch.





E Fasnacht ohni Räppli?

17 01 2011

Glaubt man Blick-Online, welche den „Zürcher Oberländer“ zitiert, dann sind in Basel farbige Räppli aus hygienischen Gründen verboten (siehe Meldung). Hab ich was verpasst oder gibt es dieses Jahr eine farblose Fasnacht?

Bin gespannt, ob die Basler Zeitung dieser Geschichte auf den Grund geht.





Bringt Moritz Suter die BaZ zum Fliegen?

24 11 2010

Laut blick.ch soll Moritz Suter die Zügel bei der BaZ übernehmen. Ab 16 Uhr informiert die BaZ über wichtige Veränderungen. Dann weiss die Region mehr und die Geschichte um die Basler Zeitung ist um ein weiteres Kapitel reicher…

Auch BaZ-Online berichtet schon darüber.

Letztes Update: Moritz Suter übernimmt die BaZ zu 100% und spricht Markus Somm das Vertrauen aus. Somm soll die BaZ auf dem eingeschlagenen Kurs weiterführen.

Moritz Suter erklärt, wieso er auf seine Pensionierung hin sein jahrelang erwirtschaftetes Geld in ein betriebswirtschaftliches Risiko wie eine Zeitung steckt. Oder so…





Basel tickt anders!

22 11 2010

Die Welt in Basel ist in Aufruhr. Geschafft hat das ein Mann aus Herrliberg. Bei der ganzen Diskussion um „links“ oder „rechts“ zeigt sich die ganze Besonderheit der Region Basel und ihre fast schon merkwürdige „Hassliebe“ zur Basler Zeitung. Am augenfälligsten wird das bei zwei aktuellen Umfragen auf Telebasel Online.

Da wollen 43% der User wegen des drohenden Rechtsrutsches ihr BaZ-Abo künden, aber fast 45% denken, dass die  SVP- Ausschaffungsinitiative dafür sorgt, dass alle kriminellen Ausländer ausgeschafft werden. Da bewahrheitet sich wieder mal der Slogan: „Basel tickt anders!“





Die Welt mit Google Street View sehen

17 11 2010

Seit es Google StreetView gibt, kann man den nächstern Urlaubsort im Vorfeld inspizieren oder einfach mal schauen, wie es in Nachbars Garten aussieht. Wer einen schlechten Schlaf, einen Breitbandanschluss und keine sozialen Kontakte hat, kann sich zudem die Mühe machen, alles was je fotografiert wurde, im Web abzusuchen.

Nun, die meisten von uns gehören wohl nicht in diese Kategorie. Deshalb hat jemand anders diese Arbeit für uns übernommen und  eine Auswahl von Bildern aufs Web gestellt. Sehen Sie selbst, es ist durchaus amüsant und teilweise von künstlerischem Wert.





Kämpfe Basel, kämpfe!

17 11 2010

Eine Stadt wehrt sicht, zumindest ein Teil davon, für seine Zeitung. Eine Zeitung notabene, welche in den letzten Jahren oft an journalistischer Qualität zu wünschen übrig lies und deswegen nicht zu unrecht Abonnement um Abonnement verloren hat. Aber dies soll hier nicht das Thema sein.

In Internetforen wehrt sich die Öffentlichkeit gegen das Beratungsmandat von Christoph Blocher, gegen den rechtskonservativen Journalismus von Chefredaktor Markus Somm und gegen was auch immer. Fakt ist, auf Rettet Basel haben bisher über 8’000 Personen (alles BaZ-Abonnenten?) eine Online-Petition für eine SVP-unabhängige Zeitung oder wie in vielen Medien zitiert „politisch neutrale“ Tageszeitung unterschrieben. Da stellt sich doch uns die Frage: Was ist politisch neutral resp. SVP-unabhängig?

 Nun, ich denke, mit SVP-unabhängig meinen viele wohl, dass Christoph Blocher sich da raushalten soll. Politisch neutral hingegen ist schon schwieriger zu beurteilen. Denn meiner Meinung nach, kann eine Zeitung gar nicht politisch neutral sein. Politisch neutral würde heissen, keine Meinung zu haben. Deshalb versuche ich der Sache respektive dem Grund des Aufstandes und der Aufregung mal anders auf den Grund zu gehen. Ich hab mir die Mühe gemacht, dass Stammgebiet der Basler Zeitung, den Wirtschaftsraum 31, mal politisch unter die Lupe zu nehmen. Welche Parteien haben welche Stärke in den jeweiligen Gebieten und den entpsrechenden Kantonsparlamenten. Der Einfachheit halber und der Übersichtlichkeit wegen habe ich nur jeweils die Top-5 Parteien aufgeführt.

Basel-Stadt:

SP (29,7%), Grüne (13,8%), SVP (13,7%), FDP (9,9%), LDP (8,4%)

Baselland:

SP (22,94%), SVP (22,53%), FDP (20,93%), CVP (12,1%), Grüne (12,06%)

Aargau (Fricktal):

SVP (32,4%), CVP (19,8%), SP (16,6%), FDP (13,8%), Grüne (11%)

Solothurn (Thierstein/Dorneck):

FDP (28,99%), CVP (24,2%), SVP (18,8%), SP (15,41%) Grüne (7,71%)

Soviel zur Statistik. Machen wir nun eine ganz einfache „Milchbüebli-Rechnung“ und gehen davon aus, dass dies der potentielle Markt der Basler Zeitung ist und das Wahlverhalten der politischen Grundgesinnung und damit der Richtung entspricht, die man als Leser in einer Zeitung erwartet, dann kommt man zu folgenden Schluss.

Politisch neutral wird nicht gelesen, da die grosse Mehrheit der Wähler eine politische Meinung hat. SVP-unabhängig und damit, meinen wohl viele auch, keine SVP-freundliche Themen, dürfte nur für eine Zeitung erfolgversprechend sein, welche im Kanton Basel-Stadt verkauft wird. Das wäre ein Modell, das ginge dann aber mit einer bedeutend kleineren Redaktion.

Erfolgversprechend und wirtschaftlich am Interessantesten dürfte es aber sein, eine Zeitung für die ganze Region zu machen und die müsste zwingend „politisch ausgewogen“ sein. Themen aus allen Bereichen der politischen Richtungen vertreten und damit die grösstmögliche Zahl der potentiellen Leserinnen und Leser ansprechen. Natürlich unter der Voraussetzung guten Journalismuses.

Dürfte eigentlich nicht so schwer sein und vielleicht konzentriert man sich bald darauf und macht endlich wieder eine gute Zeitung. Es wäre zu wünschen, denn die Region hat nur eine!





Die Polizei hat nochmals Glück gehabt

15 11 2010

Wenn man diese Meldung liest, könnte einem Angst und Bange werden. Da nützt es auch nichts, dass der Eintrag mittlerweilen gelöscht wurde, das Web vergisst nie und BLICK hat natürlich alles für die Nachwelt aufgehoben (Abschrift des Blogeintrages).

Schlussendlich muss man aber froh sein, dass die Polizei „nur“ Opfer Blogeintrages von Annina Frey wurde. Frau Frey hat nämlich aufgrund ihres CVs noch ganz andere besondere Fähigkeiten (Kenntnisse um Umgang mit Handfeuerwaffen) und das hätte bös enden können…





Was die UBS und Le Bron James gemeinsam haben

26 10 2010

Wen jemand einen Fehler macht, dann wir das in der heutigen Zeit mittels intensiver Kommunikation mit dem „Kunden“ wieder ausgebügelt. Früher standen die Verantwortlich hin und schütteten Asche auf ihr Haupt. Heute läuft das über einen Werbespot. Die UBS macht es mit ihrer neuen Kampagen vor.

Doch seien wir ehrlich. Le Bron James „Vergangenheitsbewältigung“ im neuen NIKE-Werbespot ist viel amüsanter und dramatischer. Le Bron James, das Kind Clevelands, hat diesen Sommer die Cavaliers verlassen und spielt ab nächster Woche in der NBA für die Miami Heat (siehe auch Blogeintrag vom 19. Juli 2010).





Markus Somm wird Chefredaktor der BaZ

30 08 2010

(Bild: bazonline.ch)

Der Aufschrei, der sich meldenden Minderheit (?) ist gross. Ein Aargauer mit Ostschweizer Wurzeln wechselt an die Spitze der Basler Zeitung. Geht das überhaupt? Ein Nichtbasler als Chef des hiesigen medialen Kulturgutes „Basler Zeitung“? Wieso nicht.

Der FCB feierte seine grössten Erfolge mit einem Deutschen respektive einem Zürcher. Nun ist wieder ein Deutscher am Ruder. Basels erfolgreichste Eigengewächse kommen aus dem Baselbiet oder dem Fricktal. Der FCB zeigt, dass der Begriff „Basler“ nicht allzu eng definiert werden sollte. Wieso also sollte man sich bei der Besetzung der hiesigen Zeitung auf eine Person aus dem Stadtkanon und damit auf einen Markt von gerade mal 37 Quadratkilometer beschränken?

Basel gibt sich weltoffen, macht aber nun plötzlich Vorbehalte, wenn der neue Mann am Ruder der Basler Zeitung von jenseits des Bözbergs kommt. Hört die Welt an der Stadtgrenze auf? In Foren melden sich bereits erste verärgerte Leser, welche ihr Abo künden wollen (bin gespannt auf die Alternativen). Vergessen aber wird, dass unter den Chefredaktoren in der „Post Platz“- Ära Tausende von Abonnemente gekündigt wurden und das obwohl zwischenzeitlich auch Chefredaktoren aus Basel am Ruder waren. Diese gilt es nun zurückzuholen.

Die diffusen Ängste, dass aus der Basler Zeitung ein rechtsbürgerliches Blatt à la Weltwoche wird, sind meines Erachtens fehl am Platz. Die Weltwoche als Wochenzeitung hat eine andere Ausrichtung, als eine regionale Tageszeitung. Ausserdem verfügt die Basler Zeitung nicht über einen redaktionellen Stamm an Journalisten, welcher von einem Tag auf den andern seinen Schreibstil um 180 Grad ändern kann. Aber selbst die eingefleischten politisch eher linksstehenden „Basler“ müssten erkennen, dass eine wirtschaftliche Überleben der Zeitung nur gewahrt werden kann, wenn die Basler Zeitung sich auch ausserhalb der Stadtgrenzen verkauft. Mit dem Baselbiet und dem wirtschaftliche ebenfalls prosperierenden Fricktal gehören Gebiete zum potentiellen Leserstamm der Basler Zeitung, welche politisch eher auf der bürgerlichen Linie sind. Die politische Vielfalt der Region Basel muss deshalb auch in einer echten Regionalzeitung zum Ausdruck kommen. Das dies längerfristig der Fall ist, dafür kann Markus Somm sorgen. Und zwar nicht, weil er politisch eher rechtsbürgerlich steht, sondern weil er ein guter Journalist ist. Ein guter Journalist muss eben auch Themen aufgreifen, die unbequem scheinen und damit den landläufigen journalistischen Mainstream hinterfragen.

Warten wir also die ersten 100 Tage ab und entscheiden dann, ob die Basler Zeitung auf dem Weg zu einer qualitativ besseren Zeitung ist. Denn es ist unbestritten, dass die Zeitung in dieser Hinsicht Nachholbedarf hat. Allerdings wird die Ernennung von Markus Somm alleine noch keine bessere Zeitung machen. Die Redaktion muss aufgestockt werden, damit die Journalisten wieder jene Geschichten verfolgen können, die Relevanz in der Region haben.

Basel ist in punkto Kultur, Sport und wirtschaftlicher Prosperität schon längst eine feste Grösse in der Schweiz. Es ist nichts falsch daran, dass sie auch in punkto Medien wieder dorthin gelangt, wo sie vor vielen Jahren einmal war.