E Fasnacht ohni Räppli?

17 01 2011

Glaubt man Blick-Online, welche den „Zürcher Oberländer“ zitiert, dann sind in Basel farbige Räppli aus hygienischen Gründen verboten (siehe Meldung). Hab ich was verpasst oder gibt es dieses Jahr eine farblose Fasnacht?

Bin gespannt, ob die Basler Zeitung dieser Geschichte auf den Grund geht.





Der nächste Mike Shiva

8 01 2011

Vor einem Jahr habe ich diverse Voraussagen gemacht. Dies in der Annahme, dass jeder Dahergelaufene in die Glaskugel schauen kann, um die Ereignisse des Jahres vorauszusagen.

Schauen wir doch mal, ob ich zum nächsten Mike Shiva tauge und ins Schwarze getroffen habe. Ich beschränke mich auf eine Auswahl. Wer alles kontrollieren will, soll den alten Blogeintrag lesen.

Die Börsenkurse werden wieder steigen und sinken, Ottonormalverbraucher wird je nach Budget konsumieren oder auch nicht und die Medienlandschaft wird bei jedem „Up“ – das Ende der Krise und bei jedem „Down“ – die Misere ausrufen.

Diese Aussage war so vage (ACHTUNG: Vage sein ist einer der grössten Wahrsager-Tricks), dass sie als eingetroffen taxiert werden kann.

Im Frühjahr werden wir alle wettern, weil die Banker und Chefs der SMI-Unternehmen wieder ihre Boni erhalten, dabei aber vergessen, dass der Durchschnittslohn von uns allen in den letzten Jahren immer gestiegen ist und viele Arbeitnehmer gerade in den Betrieben, wo die Chefs Millionen kassieren, sehr gut verdienen. Nach dem Motto: spart bei den andern, nicht bei mir.

Die Boni sind tatsächlich wieder gestiegen, aber für die Meisten gab es auch eine Reallohnerhöhung. Richtig getippt!

Am Genfer Autosalon werden alle die Hybrid-, Elektro- und sonstige Ökoautos bestaunen und sich dabei keine Gedanken darüber machen, wer all die Batterien einmal entsorgt. Der Konsument wird aber weiterhin Benziner kaufen, weil es sich in der Krise erst recht keiner leisten kann, den hohen Kaufpreis für ein solches Auto zu bezahlen und damit die Entwicklungskosten der Hersteller mitzutragen.

OK, zugegeben. Um das vorauszusagen, mussten man nicht wirklich Wahrsager sein. Stimmt trotzdem.

Die Berner Young Boys werden Schweizer Meister und der FCB gewinnt den Cup und zieht danach im Gegensatz zu YB in die Gruppenphase der Champions-League ein.

Sport ist immer heikel. Hier muss man konkret werden. Trotzdem: Abgesehen davon, dass YB nicht Meister wurde, ist alles eingetroffen.

Roger Federer gewinnt Wimbledon und nimmt Pete Sampras auch den letzten Rekord, allerdings wird er das Jahr nicht als Nummer 1 beenden.

Roger ist tatsächlich nicht mehr die Nummer 1, aber Wimbledon ging leider in die Hose.

Spanien wird Fussball-Weltmeister, weil es die Iberer den  Deutschen (72 und 74) nachmachen wollen. Seither hat keiner mehr die EM und anschliessend die WM gewonnen. Den Franzosen ist das Kunststück 1998 und 2000 umgekehrt geglückt. Sepp Blatter wird anschliessend von der „besten WM aller Zeiten reden“.

Ohne Worte! Besser hätte es man nicht voraussagen können.

Im Winter wird kein Schnee fallen. Die Hoteliers machen sich Sorge über das Weihnachtsgeschäft und die Medien werden das Ende des Schweizer Wintertourismus ausrufen. Im Dezember stellen wir dann aber fest, dass es doch keine bezahlbaren Betten mehr für die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr gibt.

Nun, das Wetter macht halt was es will, Schnee hat(te) es bis vor ein paar Tage auch im Flachland genug.

Aber wie heisst es so schön. Kein Wahrsager ist vor der Realität gefeit. Oder so!





Oh my dear, another year!

3 01 2011

Wir starten in die erste Woche im neuen Jahr. Auch 2011 wird es sicherlich wieder einiges zu bloggen geben. Ganz unter dem Motto „hesch ghört?!“.

Wir freuen uns auf etliche Geschichten und natürlich auch auf Carlos Varela (wenn’s denn klappt), der zu Servette zurückkehren wird und damit den Schweizer Fussball wieder aufmischt!





2 x Weihnachten

23 12 2010

Morgen ist Bescherung. Viele von uns werden die Tage „im Überfluss“ geniessen. Wer überflüssiges hat oder dasselbe Geschenke zweimal erhalten hat oder auch sonst darauf verzichten kann, denke zwischen den Jahre doch auch mal an die Aktion 2 x Weihnachten. Eine tolle Sache, in einer Zeit, in der wir nicht nur an uns denken sollten.

Wie heisst es doch so schön: Geben ist seeliger denn nehmen (zumindest einmal im Jahr).

http://www.redcross.ch/aid/donations/contribute/campagne-de.php?id=3





Die Top 10 „Must do“-Liste für die Weihnachtstage

20 12 2010

1. Am 24. Dezember 1 Stunde vor Ladenschluss Geschenke einkaufen und einpacken lassen.

2. DEN Weihnachtsfilm überhaupt anschauen: Christmas Vacation

3. Am „Boxing Day“ (26. Dezember) sich die Konferenz der englischen Premier League zu Gemüte führen.

4. „Stille Nacht“ singen, während das Patenkind auf der Blockflöte spielt.

5. Dieses Video abspielen, wenn das Patenkind „Stille Nacht“ nur auf der Wii spielen kann oder man kein Patenkind hat.

6. Den Satz fallen lassen „Früher war alles besser !“.

7. Soviel Rotwein trinken, dass man „Rudolph the red nose reindeer“ Konkurrenz machen kann.

8. Auf erhaltene Geschenke immer mit „Oh, vielen Dank, genau was ich mir gewünscht habe.“ antworten.

9. Seine Mutter ehren und Ihr sagen, dass Sie sich beim Essen einmal mehr übertroffen hat.

10. Blue Christmas von Elvis auf Vinyl (das ist diese schwarze Scheibe) hören.





Fehler gleichen sich aus – 1. Saisonhälfte

12 12 2010

Die Meisterschaft geht in die Winterpause und so unsere Rubrik „Fehler gleichen sich aus“. Hier wollen wir über eine ganze Saison schauen, ob sich Schiedsrichterfehlentscheidungen tatsächlich über eine Saison die Waage halten oder ob dies nur ein Sprichwort ist.

Der letzte Spieltag vor den Winterferien brachte Luzern dank eines Fehlentscheides (es war Offside) noch das 1:1 gegen den FCZ. Thun wurde ein korrektes Tor aberkannt, weshalb die Mannschaft von Murat Yakin nicht über ein 0:0 hinauskam. Thun und Luzern sind denn auch die beiden Mannschaften, welche in der ersten Saisonhälfte von den Schiedsrichterfehlentscheiden sowohl im Guten als auch im Schlechten übermässig betroffen waren. Hier also die aktuelle Tabelle mit den Profiteuren und den Benachteiligten zur ersten Saisonhälfte (P.S. Nur böse Zungen würden behaupten, dass Luzern dank den Schiedsrichtern die Herbstmeisterschaft geholt hat…).

1. Luzern +4

2. FCZ, Bellinzona +1

3. Xamax, YB, St. Gallen, FCB, Sion, GC 0

3. Thun – 4





Die FIFA-WM 2026

3 12 2010

Nach den gestrigen Entscheiden mache ich mir natürlich so meine Gedanken, wo die WM 2026 stattfinden wird. Das wird dann also in 16 Jahren sein. Sepp Blatter ist dann 90 Jahre alt und kandidiert wahrscheinlich zum letzten Mal als FIFA-Präsident. Rund 2/3 der heutigen FIFA-Exekutivmitglieder dürften dann nicht mehr im Amt sein. Entweder weil Sie mittlerweile verstorben sind oder weil Sie von der strengen Hand des FIFA-Ethikkommission gesperrt worden sind. Aber keine Angst, hinter jedem FIFA-Exekutivmitglied steht ein weitere Person, welche die hohle Hand macht und so wird es auch für die WM 2026 zu einer Wahl kommen. Hier ein paar mögliche Kandidaten:

– Grönland (James Bond war schon da und nach klimatisierten Stadien in Katar, ist es technisch auch möglich Stadien zu heizen)

– Die Kanalinseln Jersey und Guernsey zusammen mit der Isle of Man (tiefe bis gar keine Steuerabgaben)

– Hawaii (immerhin grösser als Katar)

– Kanada (mit fortschreitender Klimaerwärmung mutiert das Eishockeyland zur Fussballnation)

– Schweiz (ein Abschiedsgeschenk des altersmilden Sepp Blatter)





Ich glaub, ich bin im falschen Film!!

2 12 2010

For the good of the game, heisst der saloppe Slogan der FIFA. Spätestens seid heute wissen wir, das ist alles eine leere Worthülse. Wenn es noch einen Beweis für die Kommerzialisierung des Fussballs gebraucht hat, dann wurde dieser heute Mittag in Zürich erbracht. For the good of our pockets, müsste es aus Sicht der FIFA heissen.

Russland wird die Weltmeisterschaft 2018 ausrichten. Dies war vorhersehbar. Hier ist viel Geld zu machen, der Staat kontrolliert alles und greift bei Problemen wirksam ein. Ebenfalls fehlt eine freie Presse, was ganz im Sinne der FIFA ist. Dass die Engländer trotz der inhaltlich und aus wirtschaftlicher Sicht überzeugenderen Bewerbung verloren haben, war absehbar.

Mein letzter Funken Glaube an eine korrekte Wahl ging aber verloren, als Katar aus Austragsungsort für die FIFA-WM 2022 gewählt wurde. Das Wüstenland muss seine gesamte Infrastruktur erst aufbauen und während die Herren der FIFA in klimatisierten VIP-Logen sitzen, werden wir Standfussball bei 50° Celsius zu sehen bekommen respektive Fussball in klimatisierten Stadien! (Ja sind wir denn bei der Hallenfussball-WM?). Was dies mit Sport zu tun hat, verstehen wohl nur die 22 Exekutiv-Mitglieder, welche heute in Zürich diese Entscheidung getroffen haben.

Man kann diesen Entscheid aus Sicht einer nachhaltigen Entwicklung und Wirtschaftlichkeit des Fussballs nur bedauern. „For the good of the game“ ist definitiv zur Farce verkommen. Wenn die FIFA nicht so stark wäre, müsste man sich echt überlegen auszutreten und eine Alternativ-WM auf die Beine stellen. Aber solange Fernsehsender, Geldgeber und viele Verbände Jahr für Jahr dank der Geldmaschine FIFA Einnahmen generieren, wird dies wohl Utopie bleiben.

Die FIFA hat heute einmal mehr eine Chance verspielt und ihren Ruf als undurchsichtiges Unternehmen zementiert.





Fehler gleich sich aus Teil 13

29 11 2010

Der Spieltag vom Wochenende verlief relativ ruhig. Zu reden gab vor allem der Penaltypfiff für den FC Luzern im Spiel gegen Thun. Nelson Ferreira hat diesen Penalty „geschickt gesucht“ (O-Ton Ferreira) und er war nicht zwingend. Auch wenn es kein krasser Fehlentscheid war, so muss man diesen Penalty nicht geben. Ich liste ihn deshalb bei den Fehlentscheidungen auf.In  der aktualisierten Tabelle zeigt sich, dass Luzern bisher Profiteur von Schiedsrichterentscheiden ist, während Thun klar benachteiligt wird. Aber noch ist die Saison lange und alles kann sich immer noch ausgleichen.

1. Luzern +3

2. FCZ, Bellinzona +1

3. Xamax, YB, St. Gallen, FCB, Sion, GC 0

3. Thun – 3





Bringt Moritz Suter die BaZ zum Fliegen?

24 11 2010

Laut blick.ch soll Moritz Suter die Zügel bei der BaZ übernehmen. Ab 16 Uhr informiert die BaZ über wichtige Veränderungen. Dann weiss die Region mehr und die Geschichte um die Basler Zeitung ist um ein weiteres Kapitel reicher…

Auch BaZ-Online berichtet schon darüber.

Letztes Update: Moritz Suter übernimmt die BaZ zu 100% und spricht Markus Somm das Vertrauen aus. Somm soll die BaZ auf dem eingeschlagenen Kurs weiterführen.

Moritz Suter erklärt, wieso er auf seine Pensionierung hin sein jahrelang erwirtschaftetes Geld in ein betriebswirtschaftliches Risiko wie eine Zeitung steckt. Oder so…