Hesch ghört goes international!

22 10 2008

(Beni Huggel an der Fassade des künftigen Nike-Store in Basel.)

Heute abend steigt (zumindest aus Basler Sicht) der Champions-League Knüller gegen den FC Barcelona. Nun ist „hesch ghört“ kein FCB-spezifischer Blog noch ist er in Englisch. Trotzdem hat ein Barcelona Fan (Ramzi) meine FCB-Geschichte im Netz gefunden und mich bezüglich des heutigen Matches befragt.

Die Vorschau könnt ihr im „Barcelona-Blog“ nachlesen. Viel Spass!





Zeugnis: Die Neuen beim FCB

6 10 2008

11 Runden sind gespielt und die „Neuen“ beim FCB stehen auf dem Prüfstand. Christian Gross hat nach dem Spiel gegen GC gemeint, er müsse sie zur Brust nehmen und „ihnen erklären, wieso wir sie zum FCB geholt haben“. Nun, wenn diese das noch nicht gemerkt haben, sind sie eh fehl am Platz.

Während Christian Gross seinen Kritik hinter verschlossenen Türen äussert, fällt meine öffentlich aus.

Die Enttäuschung

Jürgen Gjasula, was hab ich mich auf diesen Spieler gefreut. Was er abliefert ist einfach nur bieder. Er hat die fussballerische Klasse, aber noch nicht gemerkt, dass einem die Gegenspieler schneller auf den Füssen stehen, wenn man das rotblaue Trikot an hat. Er gewinnt einfach zu wenig Zweikämpfe und ist gedanklich immer einen Schritt zu spät. Hoffentlich wacht er bald auf und merkt, dass im Trikot des FCB neben Spielkunst auch ein wacher Geist gefragt ist.

Der Durchschnitt

David Abraham, Behrang Safari und Marcos Gelabert:

Abraham macht seine Sache nicht schlecht. Allerdings merkt man dem 22-jährigen an, dass er noch viel lernen muss. Das Problem nur, dass ausser Zanni alles „unerfahrene“ Spieler in der Verteidigung stehen. Aber das hat man beim FCB ja gewusst, als man Abraham verpflichtete. Er braucht noch eine Saison.

Behrang Safari ist nach vorne ansehnlich. Seine Flankenläufe bringen durchaus Abwechslung in’s Spiel. Hier erinnert er an Philipp Degen. Allerdings darf er nicht vergessen, dass er eigentlich Verteidiger ist.

Marcos Gelabert ist ein Arbeiter. Wenn er „offensiv“ eingesetzt wird, ist er eigentlich eine Fehlbesetzung. Als zweiter 6er neben Huggel würde er mehr bringen. Allerdings braucht der FCB jemanden, der das Spiel macht und das ist leider nicht Gelabert.

Das Fragezeichen

Eduardo Rubio. Er hat bis jetzt seine Schnelligkeit nicht unter Beweis stellen können. Als er wie am Sonntag gegen GC mal von Anfang an spielte, merkte man ihm auch an, dass das Zusammenspiel mit Zanni noch nicht klappt. Er muss noch die Bindung zu den Mitspieler finden. Immerhin macht er das eine oder andere Tor.

Was ist nur mit Perovic los?

Ein Spieler ist für mich ein Mysterium. Marko Perovic hat alles, was es braucht und dem FCB fehlt: Schnelligkeit, eine gute Technik und einen Schuss, der scharf und gefährlich in den Strafraum kommt. Zudem ist er ein sicherer Freistossschütze. Wieso aber lässt ihn Gross auf der Bank versauern. Trainiert Perovic so miserabel oder hat er Gross etwa mal beleidigt? Falls nicht, gibt es einfach keinen Grund, diesen Spieler nicht zu bringen!





Gute Idee, schlecht ausgeführt

4 10 2008

Der FC Basel will den Nachwuchs unterstützen und hat deshalb vier Aufkleber für’s Auto entwerfen lassen. Die „Mini-Kleber“ kosten 10 Franken. Ein schöne Summe, aber für den Nachwuchs greift man ja gerne tiefer in die Tasche.

Nur haben sich die „Marketing-Spezialisten“ echt wenig überlegt. Selbst für den Nachwuchs ist der sonst schon bei Eintrittspreisen heftig geschröpfte Basler Fussballfan nicht bereit 10 Franken zu zahlen, wenn das, was er sich damit kauft, keinen Wert hat. Sinn eines Aufklebers ist es, dass man ihn sieht. Dies ist bei diesem Vierer-Sets leider nicht der Fall. Der Kleber ist so klein, dass man dem Vordermann auf die hintere Stosstange auffahren muss, um zuerst den Kleber und mit etwas Glück auch das FCB-Signet sowie den Schriftzug lesen zu können.

Einmal mehr versucht man hier ein Merchandising-Artikel nach dem Motto, „so lange FCB draufsteht, kaufen es die Leute“ zu verscherbeln. Der Kleber wird ein Ladenhüter bleiben, als Aufkleber funktioniert er leider nicht.

Schaden eigentlich: vor allem für die Nachwuchsabteilung, welche auf das viele Geld verzichten muss.





Spricht da der Neid?

2 10 2008

Der FCB interessiert niemanden mehr. Das die einfache conlusio des Tagesanzeigers. Grund: „Nur“ knapp 360’00 wollten das Spiel gegen Sporting sehen. Verglichen wird die Zahl mit den Werten von 2002. Aber dieser Vergleich hinkt und bringt wenig, ausser ein wenig Polemik. Die Zeiten 2002 waren anders. Erstmals hatte es ein Schweizer Club in den neu überarbeiteten und prestigträchtigen Kreis der erlauchten Champions League geschafft, ausserdem waren „Konkurrenzmedien“ wie das Internet noch weit entfernt.

So lasst mich auch ein wenig polemisch sein. 577’000 Zuschauer sahen „La Traviata“ aus dem Zürcher Hauptbahnhof. Finanziert mit Gebührengeldern und heftig beworben. Da sind doch 360’000 für ein einfaches Fussballspiel nicht schlecht. Ausserdem: Nimmt man den Wert als Massstab für das Desinteresse, dann wäre bei manchen Sendungen des Schweizer Fernsehen schon längst Mattscheibe.

Hier noch die Top Five der Sportübertragungen der letzten Jahre zum Vergleich.





Fackelwurf von Basel: Öffentliche Diskussion nötig

29 09 2008

Das Thema darf nicht ad acta gelegt werden. Die öffentliche Diskussion muss weitergehen und die Täter zum Wohle aller identifiziert und bestraft werden.

Der Blick bringt neueste Entwicklungen und hält das Thema am Kochen. Für einmal hat Boulevard auch seine guten Seiten:

Mehr Infos direkt bei Blick Online.





Der Fussball zeigt sein hässliches Gesicht

28 09 2008

(Diese Bilder wollen wir in Schweizer Stadien nicht mehr sehen).

Einmal mehr zeigt sich der Fussball von seiner hässlichen Seite. Man fragt sich, wann die ersten Verletzten oder Toten zu beklagen sind. Die Dummheit eines Zuschauers im YB-Sektor (die Bezeichnung Fan ist hier völlig fehl am Platz) lässt das Geschehen auf dem Rasen zur Nebensächlichkeit werden. Der Fackelwurf von Basel im gestrigen Spiel zwischen dem FCB und YB (Endstand: 1:2) ist bereits der zweite seiner Art im Joggeli. Diesmal kam ein Familienvater und sein kleiner Sohn nur knapp an schwersten Verbrennungen vorbei. Ob dieses Kind je wieder an eine Fussballspiel will?

Harte Sanktionen

Jetzt ist die Swiss Football League gefordert. Es müssen harte Strafen ausgesprochen werden. Geisterspiele im Stade de Suisse sind unausweichlich! Wieso Tausenden wegen eines Einzelnen bestrafen, werden sich viele jetzt fragen. Nur so kann Druck auf diese kriminiellen Täter und ihre Mitläufer im Umfeld gemacht werden. Erst wenn sich die Massen daran stören, dass ihnen die Freude am Fussball genommen wird und erst wenn die Öffentlichkeit diese Täter blossstellt, erst dann wird man vielleicht die Augen aufmachen, bevor es zu spät ist.

Jahrelang wurde die Fans des FC Basel an den Pranger gestellt. Es gipfelte damit, dass sich nach der verlorenen „Finalissima“ gegen den FCZ wüste Szenen auf dem Platz abspielten. Aber nie waren dabei unbeteiligte Familien und Kinder im Fokus. Die Fackelwerfer aus Bern und Zürich hatten aber genau das im Sinn.

Sorgen sollte sich auf der europäische Fussballverband machen. Auch in Barcelona kamm es am Samstag im Derby gegen Espanyol zu Fackelwürfen auf Fans. Es ist Zeit, dass gehandelt wird. Weitere Verhamlosungen sind jetzt fehl am Platz!





Wahre Fussballbegeisterung gibt es nur in Basel

13 08 2008

Welche Energien und Möglichkeiten freigesetzt werden, wenn es um des Baslers liebstes Kind, den Fussball geht, zeigt einmal mehr das Spiel von heute abend gegen Vitoria Giumaraes. Laut bazonline kommt eine Live-Übertragung inklusive Public Viewing im Joggeli dank Initiative des Klubs und der Fans fast sicher zustande.

Gestern noch berichteten die Medien, dass SF DRS, die nationale Fernsehanstalt mit Sitz in Zürich, das Spiel nicht übertragen will. Der hohe Preis für die Rechte, Konflikt mit der beliebten Peking Lounge, eine Sendung bei der pensionierte Sportler ihre Meinung zum Geschehen des Tages abgeben, sowie grundsätzliche Überlegungen würden dagegen sprechen. Die mediale Kritik in der Region Basel blieb nicht aus.

Einmal mehr zeigt Basel nun seine Fussballbegeisterung. Ein Klub macht es möglich, dass Hebel in Bewegung gesetzt werden, die sonst nirgends in der Schweiz in dem Masse ineinandergreifen. So war es Anfang der 90er Jahre, als der Klub dank dem Engangement der Bevölkerung und lokaler Unternehmer vor dem Bankrott gerettet wurde.  Auch beim Bau des St. Jakob-Park, dem ersten richtigen Fussballstadion in der Schweiz, liefen Bewilligungen und Finanzierung schneller als anderswo in der Schweiz.

Am FCB kommt in Basel niemand vorbei. Das ist auf der einen Seite toll für den Fussball und die Begeisterung rund um die Marke Basel. Die Kehrseite der Medaille allerdings spüren all jene Sportarten und Verbände, welche nicht die Zugkraft der Rotblauen haben.

Trotzdem: eine Liveübetragung im Fernsehen lassen sich auch jene nicht entgehen





Varelas verbaler Ausrutscher

26 07 2008

(Carlos Varela sorgt für verbalen Ärgern. Foto: zisch.ch)

Wir haben ja bereits über den Wutausbruch und die Enttäuschung von Heisssporn Carlos Varela nach dem verlorenen Spiel gegen den FCB berichtet („Isch hasse diese arroganten Basler„).

Nun haben wir Dank Radio BE1 auch das entsprechende Tondokumente.

Typisch Varela kann man da nur sagen. Viel Spass beim reinhören: Varela auf Radio BE1.





Golazo Rubio

20 07 2008

Der FC Basel holt leihweise den chilenischen Stürmer und Nationalspieler Eduardo Rubio. Der 25jährige kommt von Colo Colo und ist in seiner Heimat kein Unbekannter. Bekannt ist er für spektakuläre und entscheidende Tore.

Der FC Basel kann sich freuen, die Abwehrreihen der Gegner in der Super League müssen sich Sorgen machen und die Radioreporter müssen eines üben: Golazo Rubio!





„Isch hasse diese arroganten Basler“

19 07 2008

(Beni Huggel sichert dem FCB den Sieg. Foto: Keystone)

Carlos Varela war nach dem Spiel gegen YB enttäuscht. Sehr enttäuscht! „Isch hasse diese arroganten Basler“ säuselte er nach dem Spiel in die Mikrofone und Notizblöcke der Berner Sportjournalisten. Nun, arrogant war das Auftreten der Basler sicherlich nicht. Es gab keinen Grund dazu. Die letzte Saison hat man sich immer mit einer Niederlage vom Plastickrasen zu Wankdorf verabschiedet.

Glücklich, effizient, so wäre das Spiel und Auftreten der Basler doch eher zu beschreiben. Beim FCB stimmte vieles noch nicht zusammen. Kein Wunder: die Unterlage hasst der Basler wie der Teufel das Weihwasser und zudem standen drei Neue und nach den Verletzungen von Carlitos, Eduardo und Behrang Safari mindestens drei Ergänzungsspieler auf dem Feld.

Trotzdem: Varela’s Wut (einst war er selbst ein „arroganter Basler“) war sicherlich in erster Linie eine Wut auf sich selbst. 45 Minuten plus hatte YB die besseren Möglichkeiten, spielte angriffiger und zeigte die besser Kombinationen. Doch es ist eine alte Binsenwahrheit. Zum Fussball gehören Tore und die haben die Berner nicht gemacht.

Start geglückt. Der FCB ist bereits wieder der Gejagte und so mag es der Branchenprimus. Alles andere als Druck würde in der Truppe nur für Unruhe sorgen. Für Arroganz ist sicherlich kein Platz. Aber es war eine gehörige Portion Selbstvertrauen und der Glaube als FC Basel immer als Sieger vom Platz zu gehen, welche schliesslich zum Sieg führte.

Christian Gross‘ Worte: „Gewonnen hat die Mannschaft, welche den Sieg mehr wollte“, waren deshalb sicherlich nicht fehl am Platz, auch wenn sie nicht bei jedem gut angekommen sind. Zum Beispiel beim Verlierer, allen voran Carlos Varela.

P.S. Unnötig war einmal mehr das Auftreten Einzelner im Tross der FCB-Fans. Petarden und Pyros während und Scharmützel mit der Polizei nach dem Spiel festigen in der Schweiz den schlechten Ruf. Eine solch grosse Mannschaft hat es nicht verdient, wegen solcher Begleitumstände in der ganze Schweiz gehasst zu werden, und zwar nicht nur von Carlos Varela…