Gut gebrüllt, Berner Bär!

21 03 2010

YB-Boss Stefan Niedermaier brüllt heute in der Sonntagszeitung schon mal wie ein grosser Berner Bär. Gestärkt durch das diskussionslose 4:0 gegen die Grasshoppers sprüht er nur so von Selbstbewusstsein und verkündet bereits den Meistertitel. Dem pflichten wir bei und gratulieren Stefan Niedermaier und den Berner Young Boys hiermit herzlich zum Gewinn des Schweizer Meistertitel 2010!

YB sieht sich mit dem FCB auf Augenhöhe. Bald werden 20’000 Jahreskarten verkauft, das Stadion gehört den Bernern sowieso und damit seien sie finanziell unabhängiger als der FCB. Dies anerkennen wir auch neidlos. Trotzdem sei hier die Frage gestellt und YB damit eines vor Augen gehalten. Wer Schweizer Meister wird, muss dem Schweizer Fussball auch etwas zurückgeben und davon ist YB noch meilenweit entfernt!

Aktuell liegen die Berner in der Uefa 5 Jahreswertung auf Platz 172! Der FCB liegt auf Platz 38 und sogar der FCZ schafft es noch unter die Top 100 (Platz 95). Es ist einzig und allein den internationalen Erfolgen des FC Basel zu verdanken, dass die Schweiz zurzeit 2 Mannschaften in die Champions-League Betrieb schicken darf. YB hat also noch einen weiten Weg, bis man dort angelangt ist, wo der FC Basel nach 10 Jahren Christian Gross steht. Dies darf man nicht vergessen, denn wenn die Mannschaft nach bereits im September wieder aus dem internationalen Wettbewerb ausscheidet, bringt dies der Schweiz überhaupt nichts. Ein Meistertitel in der Schweizer Meisterschaft ist nur dann was wert, wenn man diese Vorgabe auch international ausnützt! In diesem Sinne liebe Berner: feiert den Titel, aber denkt auch an die Schweiz!

Apropos Schweiz: Immerhin in einer Wertung haben die Berner der Schweiz mehr gebracht. Seit bestehen der Schweizer Nationalmanschaft trugen 83 Yb-ler mindestens einmal das Schweizer Nationaltrikot und nur 73 Basler jenes der Nati. Insgesamt 8 Nationalspieler waren sowohl für den FCB als auch für YB tätig. Nicht gezählt wurden in dieser Wertung die Nationalspieler aus anderen Klubs der beiden Städte, wie jene des FC Bern, von Oly Boys Basel, Nordstern Basel und Concordia Basel.





Aufwachen! Fussball steht vor der Türe!

5 02 2010

(Endlich wieder Fussball: Das Warten hat ein Ende)

Wie macht man die Fussballfans im kalten Februar heiss auf den Rückrundenstart? Nun der Schweizerische Fussballverband macht dies, in dem er den Spielplan seit Jahren auf dem Reissbrett entwirft. So lautet am Sonntag der Knaller zum gefühlten 100-sten Male: FCB vs. YB.

Die Strategie ist allerdings nur zum Teil aufgegangen. Das Schweizer Fernsehen verzichtet nämlich auf eine Live-Übertragung. Im Vor-Olympiastress haben auch die Leute vom Leutschenbach gemerkt, dass diese Partie irgendwann langweilig ist. Aber keine Sorge: es gibt ja noch den Blick.

Dieser versucht seit dieser Woche Öl ins Feuer zu giessen, auf das die Akteure der beiden Mannschaften und die Fans auch ja heiss sind. So auch heute, indem sich nun Lars Lunde (ja den gibt es noch) seinen Senf dazu sagen darf (Blick).

Die Schlagzeilen sind dem Blick am Montag gewiss. Egal wie das Spiel ausgeht. Na dann, auf zum Anpfiff der Rückrunde.





Was ist los mit Marcos Gelabert?

13 01 2010

Die Konkurrenz auf der Position von Marcos Gelabert beim FC Basel ist gross. Mit Huggel und Cabral stehen ihm zwei vor der Sonne. Der Argentinier ist ein aufopfernder Spieler, der nach jedem Ball rennt und deshalb Gold wert sein kann für eine Mannschaft. In der letzten Spielen und so auch gestern gegen den FC Bayern zeigt sich aber einmal mehr, dass Gelabert offensichtlich mit seiner Situation nur schwer zurecht kommt.

Zum x-ten Mal verliert er im Vorwärstgang unnötig einen Ball an der Mittellinie und löst damit einen Angriff des Gegners aus. Gestern war es Klose der das 3:1 schoss. In der Meisterschaft können solche Fehler aber bei der Aufholjagd gegen YB tödlich sein. Thorsten Fink hat dies sicher gesehen und Gelabert muss endlich das richtige Timing zwischen Einsatz und Übermut finden. Nur so kann er dem FCB langfristig helfen. Ansonsten sitzt er ab dem 6. Februar nur noch auf der Bank.





Experiment Fink im grünen Bereich

17 12 2009

Nach einem halben Jahr kann eine erste Bilanz gezogen werden. Das Experiment Fink ist auf jeden Fall in einer Hinsicht geglückt. Die Mannschaft spielt offensiver als zuletzt unter Gross und hat mit Streller/Frei natürlich einen Paradesturm. Ausserdem gab es magische Momente und enge Spiele, auch wenn es wie zuletzt gegen Fulham schlussendlich nicht reichte.

Noch ist nichts gewonnen. Im Europacup ist man ausgeschieden, in der Meisterschaft sind es immerhin 7 Punkte Rückstand auf YB und im Cup muss Kriens im Halbfinal erst geschlagen werden. Wo der FCB ruhig noch eine Stück aus der Gross-Ära lernen kann ist in der Abwehr und bei den Standardsituationen.

Trotzdem: 2010 kann beginnen und man darf gespannt sein, was noch kommt. Mehr als Platz 2 erwarte ich von der Mannschaft in der Meisterschaft nicht, dafür einen Sige im Cup. Der 2. Platz berechtigt auch zur Champions-League und alles andere ist Bonus. Aber vielleicht überrascht der FCB unter Fink weiter und YB bricht noch ein.

Freuen kann man sich auf weitere Interviews mit Thorsten Fink. Die ersten 6 Monate waren schon mal amüsant.

Fink Sprüche beim FCB

Nach seiner Ernennung zur Frage ob er die Schweizer Meisterschaft denn kenne? „Vielleicht rufe ich Gross an.

Nach der Niederlage gegen YB am 30.8.2009. SF-Mann Rainer Maria Salzgeber will wissen, warum es im Spiel der Basler immer wieder zu Brüchen kommt. Als Gründe gibt Fink englische Wochen und das Verwalten der Führung an, um dann anzumerken:

«Wenn Sie schon mal Fussball gespielt haben, wissen Sie das …»

Salzgeber darauf süffisant:«Wahrscheinlich nicht auf Ihrem Niveau», was Fink kurz und knapp mit «Nein, wahrscheinlich nicht» kommentierte.

Nach der Niederlage gegen YB am 30.8.2009.  „ Im Moment brauchen wir nicht über die Meisterschaft zu reden“.

Auf die Personalie Almen Abdi angesprochen. «Sportlich sollte man sich Gedanken über einen Spieler wie Abdi machen. Spätestens in der Winterpause werden wir uns hinsetzen und gemeinsam entscheiden

Zur Personalmisere nach der erneuten Niederlage gegen YB am 29.11.2009. „Das ist Fussball und kein Ponyhof.“

Nach dem Spiel gegen die AC Bellinzona, welches knapp gewonnen wurde, 6.12.2009. „Ich wünsche der AC Barcelona…äh Bellinzona viel Glück in der weiteren Meisterschaft.“





Auf den Spuren von Helmut Benthaus

7 12 2009

Ob Christian Gross sich wohl bei der anderen grossen FCB-Trainerlegende informiert hat, bevor er in Stuttgart unterschrieb? Fakt ist, nach dem Erfolgstrainer Helmut Benthaus wechselt mit Christian Gross eine weitere FCB-Trainerikone nach Stuttgart. 18 Jahr nach Benthaus stehen die Vorzeichen für Gross aber auf Sturm. Die Mannschaft steckt im Abstiegskampf, kann sich aber noch für die Achtelfinals der Champions-League qualifizieren. In der Meisterschaft heissen die Gegner vor den Weihnachtsferien Mainz (auswärts) und Hoffenheim (zuhause). Vier Punkte sind sicherlich das Ziel von Christian Gross. Es wird schwer, aber Herausforderungen liebt der ex-FCB Trainer ja. Wenn er Stuttgart diese Saison vor dem Abstieg rettet und dann in der nächsten Saison wieder auf einen Europacupplatz führt, ist ihm der Platz in der Ahnengalerie neben Helmut Benthaus sicher. Er muss ja nicht gerade das Kunststück von Benthaus vollbringen, der bereits in der zweiten Saison bei Stuttgart den Meistertitel mit den Schwaben holte.





Thorsten Fink aufgepasst

5 11 2009

Xhaka

Die U-17 rang gestern Deutschland an der WM in Nigeria nieder. Mit dabei auf dem Platz auch einige Spieler aus dem Nachwuchs des FCB. Auch wenn er kein Tor geschossen hat, Granit Xhaka war so etwas wie der Mann des Spiels. Er hat aus allen Rohren geschossen, Durschsetzungskraft und eine gute Technik. Also, Augen auf FCB und Thorsten Fink. Solche Spieler darf man nicht aus den Händen geben. Der Junge ist erst 17 Jahr alt, aber könnte schon bald der nächste Valentin Stocker sein.





Radio Basel mit FCB

19 10 2009

Radio Basel scheint nun auch in Sachen Sport auf „alte Hasen“ zu setzen. Wie Radio Basilisk Chefredaktor Benedikt Erni heute gegenüber onlinereports bestätigt, wechseln René Häfliger und Jakob Gubler vom Stadtsender zu Radio Basel. Dabei werden die beiden sich kaum mit Themen wie Wasserball, rhythmische Sportgymnastik oder Feldhockey beschäftigen. Es ist davon auszugehen, dass auch Radio Basel in Sachen Sportübetragungen nicht am Thema FCB vorbeikommt.

Da der neue Sender den Wortanteil hochhalten wird, ist anzunehmen, dass die Spiele komplett und am Stück übertragen werden. Man hätte dann zumindest eine Konkurrenz zur Live-Übertragung von DRS 4. Und gerade beim Staatsradio möchte sich Radio-Basel Gründer Christian Heeb ja sein neues Publikum abholen.

Übrigens: der Schreibende war auch mal in Sportreporter in Sachen FCB und hat sich seit Ende letzten Jahres zur „Ruhe“ gesetzt. „Never say never again“, meine Koordinaten sind ja bekannt:-).





Fussball ist ein Produkt

16 09 2009

Fans

(Fussballclubs buhlen um die Gunst und das Geld der Fans.)

Früher war alles besser und einfacher. Da gingen die Leute noch aus purer Begeisterung und Liebe zum Verein an Fussballspiele. Das ist heute zwar auch noch so, aber es ist unbestritten, dass Fussball heute auch ein Produkt ist. Die Konkurrenz in unsere Eventgesellschaft ist gross und die Angebote zahlreich.

Noch immer gibt es natürlich jene, die aus Liebe zum Verein an Fussballspiele gehen, doch genügen diese Zuschauer heute nicht mehr, um die explodierenden Kosten eines professionellen Fussballbetriebs zu decken. Werbe- und Sponsoringeinnahmen machen heute einen Grossteil des Budgets aus. So betragen zum Beispiel die Zuschauerreinnahmen bei Bayern München nur 24% der Gesamteinnahmen. Bei Schweizer Vereinen sind es weit über 90% im Schnitt. Die Schweizer Vereine haben es zum Teil aufgrund fehlender TV-Einnahmen und anderen wirtschaftlichen Grundvoraussetzungen als ausländische Clubs, aber auch aufgrund zum Teil miserabler Merchandising-Abteilungen verpasst, diesen Anteil zu verkleinern. Die Folge: Schweizer Vereine müssen konstant an ihrem „Produkt“ feilen, um die Massen und damit die Grundlage für ihr wirtschaftliches Überleben in die Stadien zu ziehen.

Am Beispiel des FC Basels zeigt es sich, dass diese Produkt zurzeit nicht stimmt. Das Preis/Leistungsverhältnis liegt nicht in den Erwartungen des Konsumenten. Dies zeigt, dass nur gerade 12’000 Packages für die drei Euroleaguespiele verkauft wurden und für den Knüller gegen die AS Roma bisher knapp 17’000 Tickets über den Ladentisch gingen. Dies müsste den Verantwortlichen zu denken geben.

Nun muss dringend das Produkt respektive die Leistung, welche der Konsument/Fan davon erhält verbessert, oder der Preis gesenkt werden. Ende Jahr werden zudem die Jahreskarten erneuert. Viele vor allem Firmen, welche bisher gleich mehrere Tickets kauften, werden sich fragen, ob sie diese erneuern. Es zeigt sich aber auch, dass die Kommunikation und damit die Vermarktung des Produktes eine grosse Rolle spielt. Auch der FCB wird bald merken, dass die Marke sich nicht von alleine verkauft und neue innovative Ideen nötig sind (siehe auch „Sport-PR: Der FC Basel„).





Ceterum censeo!

31 08 2009

Es war vorauszusehen, doch wollte es niemand hören.

Thorsten Fink soll’s richten

Platz 2 und möglichst weit im Cupwettbewerb zukommen, ist alles was noch bleibt. Hoffen wir nur, dass dies nicht der Anfang der 7 mageren Jahre ist (es wären sieben teure Jahre).





Fussballmafia SFV!

14 08 2009

Einfach nur lachhaft! Die Super League und ihre Disziplinarorgane sind unberechenbarer denn je. Franco Costanzo wird für drei Spiele gesperrt, weil er Beg Ferati an den Haaren riss. Costanzo selbst weiss, welchen Blödsinn er gemacht hat. Drei Spielsperren für einen bisher unbescholtenen Spieler auszusprechen und dabei gegen den FC Luzern nach einen Becherwurf nur eine Busse zu verhängen, entbehrt jeder Logik.

Die Super League verkommt zur Farce. Spieler werden härter angegangen als Vergehen von Zuschauern. Man darf gespannt auf die weiteren Urteile der Super League sein. Eines Tages wird der Meister noch beim SFV ermittelt. Aber halt, das hatten wir ja schon. 2007 beim Fall Muntwiler….