Zwei Teams für die Champions League

27 04 2009

champions-league-logo_kleiner(Foto: Uefa)

Laut dem aktuellen Länderranking der UEFA, belegt die Schweiz Platz 15 und liegt damit knapp vor Dänemark. Dieser 15. Platz berechtigt sowohl den Erst- als auch den Zweitplatzierten der Meisterschaft zur Teilnahme an der Champions League Qualifikation. Unklar ist noch, wo der Schweizermeister sowie der Zweitplatzierte in den Wettbewerb eingreifen. Auf jeden Fall hätte der FC Basel die beste Ausgangslage. Egal, in welcher Runde er eingreift, er würde zu den gesetzten Teams zählen. In der aktuellen Teamrangliste der Uefa liegt der FCB auf Platz 37, während der diesjährige Titelmitfavorit FCZ auf Platz 116 und die Berner Young Boys auf Platz 178 liegen.

Der 2. Champions-League Platz ist allerdings erst ab er Saison 2010/2011 gesichert. In diesem Jahr spielt nur ein Team um den Einzug in die „Sternennächte“.





Fällt denen nichts Neues ein

7 02 2009

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(Bild: fraub.ch)

Heute fängt die Schweizer Fussballmeisterschaft wieder an. Noch nie empfand ich den Start in eine neue Saison so uninspiriert. Gähn! Zum gefühlten 250-igsten Male beginnt eine Meisterschaftshälfte mit dem Spiel YB-FCB. Ehrlich: das ist Langeweile pur und wohl nur die Herren beim Schweizerischen Fussballverband finden das toll. Ich als Fan finde das einfach nur langweilig.

Es ist nur zu hoffen, dass die Langeweile heute abend irgendwann beim Spiel vergeht, damit man sich wieder auf Fussball konzentrieren kann. Bis zu jenem Zeitpunkt, an welchem der Fussballverband wieder mal mit einer Super-Idee den natürlichen Laufe der Meisterschaft beeinflusst. Zum Beispiel mit einem Cup-Final am Tag der UEFA-Cup Finals….





Der FCZ gefällt sich in der Rolle des Underdog

1 02 2009

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(So sieht sich der FCZ am liebsten: als Underdog.)

Der FCZ hat in den letzten drei Jahren dem FCB zweimal die Butter vom Brot genommen. Er führt die Meisterschaft auch jetzt, knapp eine Woche vor Rückrundenstart, mit vier Punkte Vorsprung an. Doch was macht den „Z“ so stark und wieso scheiterte der FCB in den letzten Jahren am Rivalen aus der Limmatstadt?

Keine Frage: der FCZ spielt konsequent die Rolle des Underdog. Fredy Bickel lässt keine Gelegenheit aus, den Medien vorzubeten, dass sein Klub mindestens 20 Mio. CHF weniger zur Verfügung hat, als der FCB. Wer’s glaubt wir seelig! Der FCZ hat sicher mehr als 20 Mio. CHF zur Verfügung, während die Zahlen des FCB konstant überbetont werden. Ganz nebenbei ist der FCB in Sachen Finanzen der transparenteste Klub schweizweit.

Aber zurück zum Underdog-Komplex. Auf was die FCZ-Oberen anspielen ist ganz einfach. Je länger sie sich kleinreden, desto mehr steht der FCB und sein mittlerweile klarer Anspruch nach der Krone unter Druck. Die Zürcher Medien tragen das ihrige dazu bei und schon kann der „Z“ aus der Rolle des „Kleinen“ heraus befreit aufspielen. Dies zeigt sich insbesondere in den Spielen gegen vermeintlich kleine Klubs. Die sehen im Spiel gegen den FCB das „Spiel des Jahres“, in welchem man nochmals 150 Prozent auspackt, während Partien gegen den FCZ nicht denselben Reiz haben.

Aber man kann es drehen und wenden wie man will. Der FCZ mag schlussendlich nicht ganz die finanziellen Möglichkeiten eines FCB haben, aber er gehört zu den Reichen und Grossen. Solange diese Rolle aber dem FCB zukommt, solange steht er doppelt unter Druck. Dies zeigt sich auch auf dem Transfermarkt, wo ein Spieler gleich mal ein wenig teurer wird, wenn er mit dem FCB in Verhandlungen steht, als wie wenn der FCZ an ihm interessiert ist.

Vielleicht sollte Christian Gross und der FCB den Spiess einfach mal umdrehen und ebenfalls in die psychologische Trickkiste greifen: Schickt den Zürcher zum Saisonstart doch eine Glückwunschkarte: Herzlichen Glückwunsch zur Meisterschaft 2009! Das wäre mal was, das würde die Jungs vom Kreis 4 unter Druck setzen. Aber eben, dazu ist der FCB und sein ganzes Umfeld viel zu ehrgeizig. Nun, dann muss er es halt wiedermal auf dem Feld probieren und einfach auf Durchzug schalten, wenn die Chefs des FCZ sich wieder mal als Underdog sehen.





Fackelwurf von Basel: Öffentliche Diskussion nötig

29 09 2008

Das Thema darf nicht ad acta gelegt werden. Die öffentliche Diskussion muss weitergehen und die Täter zum Wohle aller identifiziert und bestraft werden.

Der Blick bringt neueste Entwicklungen und hält das Thema am Kochen. Für einmal hat Boulevard auch seine guten Seiten:

Mehr Infos direkt bei Blick Online.





Der Fussball zeigt sein hässliches Gesicht

28 09 2008

(Diese Bilder wollen wir in Schweizer Stadien nicht mehr sehen).

Einmal mehr zeigt sich der Fussball von seiner hässlichen Seite. Man fragt sich, wann die ersten Verletzten oder Toten zu beklagen sind. Die Dummheit eines Zuschauers im YB-Sektor (die Bezeichnung Fan ist hier völlig fehl am Platz) lässt das Geschehen auf dem Rasen zur Nebensächlichkeit werden. Der Fackelwurf von Basel im gestrigen Spiel zwischen dem FCB und YB (Endstand: 1:2) ist bereits der zweite seiner Art im Joggeli. Diesmal kam ein Familienvater und sein kleiner Sohn nur knapp an schwersten Verbrennungen vorbei. Ob dieses Kind je wieder an eine Fussballspiel will?

Harte Sanktionen

Jetzt ist die Swiss Football League gefordert. Es müssen harte Strafen ausgesprochen werden. Geisterspiele im Stade de Suisse sind unausweichlich! Wieso Tausenden wegen eines Einzelnen bestrafen, werden sich viele jetzt fragen. Nur so kann Druck auf diese kriminiellen Täter und ihre Mitläufer im Umfeld gemacht werden. Erst wenn sich die Massen daran stören, dass ihnen die Freude am Fussball genommen wird und erst wenn die Öffentlichkeit diese Täter blossstellt, erst dann wird man vielleicht die Augen aufmachen, bevor es zu spät ist.

Jahrelang wurde die Fans des FC Basel an den Pranger gestellt. Es gipfelte damit, dass sich nach der verlorenen „Finalissima“ gegen den FCZ wüste Szenen auf dem Platz abspielten. Aber nie waren dabei unbeteiligte Familien und Kinder im Fokus. Die Fackelwerfer aus Bern und Zürich hatten aber genau das im Sinn.

Sorgen sollte sich auf der europäische Fussballverband machen. Auch in Barcelona kamm es am Samstag im Derby gegen Espanyol zu Fackelwürfen auf Fans. Es ist Zeit, dass gehandelt wird. Weitere Verhamlosungen sind jetzt fehl am Platz!





Varelas verbaler Ausrutscher

26 07 2008

(Carlos Varela sorgt für verbalen Ärgern. Foto: zisch.ch)

Wir haben ja bereits über den Wutausbruch und die Enttäuschung von Heisssporn Carlos Varela nach dem verlorenen Spiel gegen den FCB berichtet („Isch hasse diese arroganten Basler„).

Nun haben wir Dank Radio BE1 auch das entsprechende Tondokumente.

Typisch Varela kann man da nur sagen. Viel Spass beim reinhören: Varela auf Radio BE1.





„Isch hasse diese arroganten Basler“

19 07 2008

(Beni Huggel sichert dem FCB den Sieg. Foto: Keystone)

Carlos Varela war nach dem Spiel gegen YB enttäuscht. Sehr enttäuscht! „Isch hasse diese arroganten Basler“ säuselte er nach dem Spiel in die Mikrofone und Notizblöcke der Berner Sportjournalisten. Nun, arrogant war das Auftreten der Basler sicherlich nicht. Es gab keinen Grund dazu. Die letzte Saison hat man sich immer mit einer Niederlage vom Plastickrasen zu Wankdorf verabschiedet.

Glücklich, effizient, so wäre das Spiel und Auftreten der Basler doch eher zu beschreiben. Beim FCB stimmte vieles noch nicht zusammen. Kein Wunder: die Unterlage hasst der Basler wie der Teufel das Weihwasser und zudem standen drei Neue und nach den Verletzungen von Carlitos, Eduardo und Behrang Safari mindestens drei Ergänzungsspieler auf dem Feld.

Trotzdem: Varela’s Wut (einst war er selbst ein „arroganter Basler“) war sicherlich in erster Linie eine Wut auf sich selbst. 45 Minuten plus hatte YB die besseren Möglichkeiten, spielte angriffiger und zeigte die besser Kombinationen. Doch es ist eine alte Binsenwahrheit. Zum Fussball gehören Tore und die haben die Berner nicht gemacht.

Start geglückt. Der FCB ist bereits wieder der Gejagte und so mag es der Branchenprimus. Alles andere als Druck würde in der Truppe nur für Unruhe sorgen. Für Arroganz ist sicherlich kein Platz. Aber es war eine gehörige Portion Selbstvertrauen und der Glaube als FC Basel immer als Sieger vom Platz zu gehen, welche schliesslich zum Sieg führte.

Christian Gross‘ Worte: „Gewonnen hat die Mannschaft, welche den Sieg mehr wollte“, waren deshalb sicherlich nicht fehl am Platz, auch wenn sie nicht bei jedem gut angekommen sind. Zum Beispiel beim Verlierer, allen voran Carlos Varela.

P.S. Unnötig war einmal mehr das Auftreten Einzelner im Tross der FCB-Fans. Petarden und Pyros während und Scharmützel mit der Polizei nach dem Spiel festigen in der Schweiz den schlechten Ruf. Eine solch grosse Mannschaft hat es nicht verdient, wegen solcher Begleitumstände in der ganze Schweiz gehasst zu werden, und zwar nicht nur von Carlos Varela…





Jetzt geht’s los: das Duell der Titelträger

17 07 2008

(Gjasula im Gespräch mit Basel 1-Mann Benjamin Schmid. Foto: Sacha Grossenbacher)

Morgen startet die neue Fussballsaison. OBI-Cupsieger gegen Uhrencupgewinner lautet die Affiche im Berner Stade de Suisse. Dank der hervorragenden Planung des Schweizerischen Fussballverbandes kurz Fussball-Mafia SFV (weiss gar nicht, ob sich dieser Terminus schon eingebürgert hat, item), treffen nur 10 Wochen nach dem letzten Spiel YB und der FCB erneut aufeinander. Damit der Zuschauer nach EM und kurz vor den olympischen Spielen nicht müde wird, soll die Affiche so richtig heiss auf Fussball machen. Wenn dann Liga-Präsident Stadelmann in der BaZ für die Schlagzeile „Die Kontrollen werden verschärft“ und „Ich wünsche mir eine Saison ohne Pyros“ sorgt, dann ist die Fussballeuphorie so richtig entflammt.

Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht. Aber ich bin noch in den Nachwehen der EM und hab noch so gar keinen Lust auf Fussball. Es riecht noch nicht nach Fussball, wie der Nostalgiker so sagt. Zumal morgen eh auf Plastik gespielt wird. Wie aber holen wir uns jetzt die Euphorie ist die grosse Frage? Nun, die bleibt offen. Es sind die Spieler, welche Sie auf dem Plastik entfachen müssen.

Da setze ich die Hoffnung beim FC Basel in einem Namen: Jürgen Gjasula. Nach dem Abgang von Mathias Delgado scheint endlich wieder ein begnadeter Techniker im Team von Christian Gross zu spielen. Hoffentlich zeigt er sich im morgigen Auftaktsspiel bereits in Frühform. Sollte er eigentlich, denn nach seiner Suspendierung bei St. Gallen ist er der einzige Spieler, welcher heiss auf Fussball sein sollte. Gespielt hat er ihn nämlich schon lange nicht mehr. Auf jeden Fall nicht in einem Ernstkampf.





Ich glaub, ich spinne!

11 07 2008

Manchmal kommt es ja vor, dass man selbst an Wahrnehmungsstörungen leidet. Wenn man zulange in der Sonne lag oder einen über den Durst getrunken hat. Das dachte ich zuerst auch, als ich begann, die Serie zum Start in die neue Super League Saison in der Mittellandzeitung zu lesen. Die „MZ“ wie sie abgekürzt heisst, veröffentlicht dort ihre Prognose zur kommenden Saison. Ganz erstaunliches liest man dort, nachdem vier Teams bis heute Freitag vorgestellt wurden. Wenn es also nach den Sportjournalisten der Mittellandzeitung geht, dann sieht die Tabelle Ende Mai 2009 folgendermassen aus:

  1. Sion
  2. FC Basel
  3. GC

Absteiger ist Vaduz

Ja sag mal. Hab ich etwas verpasst? Bin ich immer noch EM-benebelt? Hat Christian Constantin ganz heimlich Ronaldo, Xavi und Torres verpflichtet? Der FC Sion ist Meisterschaftskandidat? Ganz schön mutig, Mittellandzeitung!! Aber worauf nur, stützt sich dieser Mut? Ich gebe zu, nach der EM nahm ich ein wenig Abstand vom Fussball. Auch übe ich den Beruf des Sportjournalisten nicht Hauptberuflich und professionell wie die Herren der Mittellandzeitung aus. Trotzdem: bin ich wirklich so blöd? Der FC Sion wird Meister? Nun, vielleicht handelt es sich bei der Serie der Mittellandzeitung auch nur um eine Glosse und ich hab den Witz nicht verstanden. Bevor sich die zusammengewürfelte Mulitkulti Truppe aus den Wallis aber den Meistertitel holt, sind doch seriöser Weise eher Teams wie die Grasshoppers (ganz heisser Kandidat), der FC Basel (eigentlich immer ein Thema) und die Berner Young Boys (den Abgang von Hakan Yakin werden die schon verkraften) an der Reihe.

Wir werden sehen. Eines muss sich die Sportredaktion der Mittellandzeitung auf jeden Fall nicht gefallen lassen. Dass sie mit dem Mainstream schwimmt. Und vielleicht war es genau das, was sie mit dieser doch eher amüsanten Prognose bewirken wollten.





„Engel Abraham“ soll es richten

8 07 2008

(Von Abraham wird in Basel viel erwartet. Foto: gimnasticdetarragona.com)

Da haben alle auf den grossen Wurf gewartet und dann kommt der FCB mit dem 22jährigen David Angel Abraham als Ersatz für Daniel Majstorovic. „Namhaft“ bezeichnet der FCB den Neuzugang in seiner Mitteilung. Nun, einen Namen hat er, wie wir alle, aber ob man Daniel Angel Abraham als namhaft im Sinne des Wortes bezeichnen kann, muss doch offen gelassen werden.

Was soll man davon halten? Man weiss kaum etwas über den Mann und findet auch kaum was. U-20 Weltmeister mit Argentinien war er, 2005. Allerdings wird verschwiegen, dass er an diesem Turnier, wo ein Spieler namens Lionel Messi gross rauskam, kein einziges Spiel bestritt! Zumindest wenn man den Daten der FIFA glaubt.

Erfahren soll er sein, hat aber das letzte Jahr in der 2. Spanischen Liga bei Gimnàstic de Tarragona gespielt. Nun, man kennt die Vorliebe von Christian Gross für argentinische Spieler. Trotzdem: hat der FCB jetzt wirklich ein Juwel gefunden oder war halt nichts anderes auf dem Markt, bei dem der FCB auch finanziell mithalten konnte? Wir werden es wohl nie erfahren.

Die Rechnung wird eh auf dem Platz gemacht und dort muss die neue französisch-argentinische Innenverteidigung mit Marque und „Engel Abraham“ auf Anhieb funktionieren. Denn in wenigen Wochen kommt Göteborg. Lange Einarbeitungszeit kriegen weder Christian Gross noch sein Neuzugang.

Der Transfer zeigt aber einmal mehr, wie schwer es für Schweizer Klubs, selbst den FCB, ist, Spieler eines gewissen Formates zu verpflichten. Wir freuen uns sicher auf David Abraham und hoffen, dass er bald Fuss fasst. Allerdings sollte man den Spieler nicht besser verkaufen als er ist. „Namhaft“ ist dieser Neuzugang sicher nicht.