The (not so perfect) 10 car garage, Teil 1

5 12 2008

Die Autoindustrie hängt am Tropf. Die Chefs von Chrysler, General Motors und Ford betteln um Milliarden, damit die Unternehmen nicht pleite gehen und huntertausenden von Arbeitnehmern auf der Strassen stehen. Doch die strukturellen Probleme können auch die Finanzspritzen nicht lösen. Es gibt einfach in der heutigen Zeit zuviele Auto, die nicht mehr zeitgerecht sind. Zu teuer, zu gross und zu durstig! Die 10 grössten Dinosaurier (aus rein persönlicher Sicht) stelle ich hier näher vor.

Der Hummer H3

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Schon bei seiner Markteinführung war das Auto ein eigentliches „no-go“. Doch nach der Ölpreishausse und der globalen Rezession ist der Hummer ein Ladenhüter par excellen. GM versucht schon lange einen Käufer zu finden. Ich denke, Hummer wird pleite gehen. Das Auto hat keine Zukunft!

Der Lincoln Navigator

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Ein weiteres GM-Monster. Ausser Basketballer, Footballer und Rapper steht niemand mehr auf dieses Auto. Neben seinen immensen Ausmassen ist auch der Verbrauch schlicht inakzeptabel. In Europa war der Navigator im Gegensatz zum H3 eh schon immer ein Exot. Nur über den Direktimport fanden einzelne Exemplare den Weg über den grossen Teich.

Der Porsche Cayenne

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Schon bei seiner Markteinführung hagelte es Kritik. Er trinkt noch mehr als offiziell angegeben. Nun, der Cayenne (genau sie seine billigere Kopie VW Touareg) zeigt, dass auch die europäischen Autobauer im SUV-Hype den Sinn für die Realitär kurz verloren haben. Heute kriegt man ihn fast nicht mehr los… und ausserdem fand ich, dass der Cayenne ganz abgesehen davon schon immer keine Augenweide war.

Der Range Rover

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Für die Briten eine Institution, für den Rest schlicht ein Auto-Dinosaurier. Fahrende Wohnzimmer sind schicht und einfach passé. Höchstens noch für Pferdezüchter und Landbesitzer in Nordschottland geeignet.

Der Ford F-150

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Der F-150 ist mit Abstand Ford’s meistverkaufstes Modell. Nichts repräsentiert den American Way of life besser als der Truck. Steigenden Benzinpreise, viel Auto und praktisch kein Platz für Passagiere machen den Truck aber immer mehr zum Auslaufmodell. Die Amis schielen eher auf effizientere Japaner. „A lonesome truck“ wird immer irgendwo auf den weiten Strassen der USA herumfahren, aber seine Zeit als VW-Käfer der Amis geht zu Ende, und mit ihm die amerikanische Autoindustrie.

Demnächst gibt es Teil 2, der aussterbenden Automodelle.





The perfect 10 car garage – Teil 2

5 08 2008

Plätze 10 bis 6 habe ich für meine persönliche „perfect 10 car garage“ bereits abgehandelt. Kommen wir nun also zu den Top 5.

Platz 5: Audi S5

Immer wenn man glaubt schon alles gesehen zu haben, schlagen die Ingolstädter wieder zu. Der S5 ist die schönste Verbindung zwischen Eleganz und Power seit Aretha Franklin. 4.2 L bei 354 PS sind die richtige Mischung für sportliches und elegantes Fahren.

Platz 4: Range Rover Sport

Die hintere Sitzbank kann man vergessen. Für lange Fahrten zu Viert gibt es Gemütlicheres. Allerdings kann niemand dieser Eleganz in Orange widerstehen. Und wenn schon ein SUV in der Liste, dann ein Range Rover.

Platz 3: Chrysler 300 C Touring HEMI

5.7 L V8-HEMI mit 340 PS. Muss ich mehr sagen? Die Wiedergeburt des amerikanischen Muscle Car und die Reinkarnation des Unvernünftigen. Kein Wunder steht er seit drei Jahren in meiner echten und nicht nur virtuellen Garage. Allerdings war damals Benzin auch noch günstiger..

Platz 2: AC Cobra 427

Auch hier hatt Caroll Shelby seine Finger im Spiel. Mehr rohe Gewalt gibt es in einem Roadster nicht. Die Strasse ist gleich unterm Sitz angemacht. Eigentlich eine britsche Autofirma, die aber erst durch den amerikanischen Autoguru Shelby so richtig berühmt wurde. Die 427 war mit 425 PS die stärkste und berühmteste Variante und kam 1965 auf den Markt.

Platz 1:Bentley Continental GT

Obwohl der GT schon fast 5 Jahre auf dem Buckel hat. Das Auto ist einfach nur schön und brachte Bentley auch bei all den Autofans jünger als 70 wieder auf den Radarschirm. 600 PS aus einem V-12 sind ein Wucht, was den GT zu einem der stärksten Produktionsfahrzeugen aller Zeiten macht.





The perfect 10 car garage – Teil 1

1 08 2008

Alles Gute kommt in Top 10. Kein Wunder wünscht man sich als Autoenthusiast eine perfekte „10 car garage“. Nun, wenn man nicht gerade der Sultan von Brunei, NBC-Latenighttalker Jay Leno oder irgend ein steinreicher Holländer ist, dann wird einem dieses Garage voll Autos nie gegönnt sein. Aber träumen darf man ja und anstatt alle zusammen, kann man sich im Leben ja auch den seriellen Besitz dieser Fahrzeuge vornehmen.

Hier nun Teil 1 meiner persönlichen „perfect 10 car garage“.

Platz 10: 1967 Ford Mustand Shelby GT 500

Wer „muscle car“ sagt und denkt, kommt nicht an Caroll Shelby vorbei. Der Autobauer machte aus eh schon schnellen und schönen Autos noch schnellere und noch schönere. Ein Shelby im Originalzustand erzielt heute auf dem Automarkt schon mal astronomische Beträge. Konkret: die Millionengrenze wird überschritten.

Platz 9: Aston Martin Vanquish S

Der Vanquish S steht stellvertrenden für alle Aston Martin (mit Ausnahme jener der späten 80er und 90er Jahre). Ein Ferrari hat einfach nicht die Klasse britischen Autobauertradition. Ausserden hat jeder Zuhälter einen Ferrari, die Klasse eines Aston Martin ist deshalb etwas ganz spezielles.

Platz 8: PGO Cévennes Roadster

Das Erdgasauto mit 150 PS soll bald in Serie gehen. Der hier ist genau, was die Umwelt braucht! So müssen Ökomobile aussehen, damit sie auch von Autobliebhabern gekauft und gefahren werden. Wieso glauben Autobauer immer, dass sie bei ökologischen Autos auf’s Design verzichten müssen?

Platz 7: Mini Cooper S

Obwohl kein wirklich ECHTER Mini. Die BMW-Neuflage macht in der S-Version so richtig Spass und ist erst noch praktisch in der Stadt und bei der Parkplatzsuche.

Platz 6: Tesla Roadster

Von 0 auf 100 km/h in 4 Sekunden und das mit Strom. Nicht schlecht. Der Tesla Roadster ist eine weitere Variante aus der Reihe „Umweltschutz macht Spass“. Auf amerikanische Strassen ist er bereits zu fahren.

Das wäre nun die erste Hälfte der „perfect 10 car garage“ gewesen. Platz 1 bis 5 folgen später.

Bis dahin könnt ihr euch ja die Zeit mit der „perfect 10 car garage“ anderer Autoenthusiasten vertreiben.





Keine Ahnung – typisch!

16 07 2008

Apropos Benzinpreis. Der Führer der grössten Wirtschafts- und Militärmacht der Welt hat noch nicht gemerkt, dass Benzin langsam teurer wird. Sei es weil er einen eigene Ölquelle zuhause hat, die Steuerzahler eh seinen Benzinrechnung bezahlen oder er einfach keine Zeitungen liest.
Whatever. Einmal mehr können wir wenigsten einmal über solch traurige Nachrichten lachen.





Kampf dem Benzipreis

16 07 2008

Der Amerikaner leidet ja speziell unter dem hohen Benzipreis. Save gas or lower prices lautet denn auch das Motto. Ein TV-Reporter aus LA nimmt die Sache mit dem Benzipreis nun gleich selbst in die Hand. Live vor einem Millionenpublikum.

Man stelle sich das mal beim Schweizer Fernsehen vor…





miles per gallone vs. Liter pro 100 Kilometer

13 07 2008

Der Amerikaner war schon immer anders. Nicht erst seit der berühmten Ära der Muscle Cars. Das zeigt schon das Verhältnis der Sprache zum Verbrauch eines Autos. Der Amerikaner will wissen, wie viele Meilen er mit einer Gallone fahren kann. Freiheitsdrang ist alles. Der Europäer hingegen fragt sich, wieviel Liter so ein Auto denn auf 100 Kilometer verbraucht. Kleine, aber feine Unterschiede. Nun aber sieht sich der US-Amerikaner plötzlich europäischen Realitäten gegenüber. Plötzlich interessieren ihn nicht mehr Fahrten in die weite des Landes, sondern der Verbrauch. Noch immer ist das Benzin in den USA fast halb so teuer wie in Europa, trotzdem: für den Ami schlicht nicht mehr zu bezahlen. Typisch Amerika macht sich der Senat schon Gedanken darüber, die OPEC zu verklagen, weil die die Fördermengen nicht erhöhen wollen und damit die Preise hochhalten.

Was aber machen die „Big Three“ in Detroit. Wie reagieren die Herren über V8 und 5 Liter plus Motoren auf die Krise. Schauen wir mal genauer hin.

Ford Motor Company

Seit Jahren war ein Fahrzeug der Verkaufsrenner schlechthin. Die Ford F-150 Serie ermöglichte der Ford Motor Company überhaupt ihre Daseinsberechtigung. Der Lastesel ging so oft, wie keine anderes Auto in de USA über den Ladentisch.

(Schlappe 14 Meilen pro Gallone machen den Ford -150 in der Stadt zur teuren Angelegenheit.)

Nun hat das Umdenken stattgefunden. Der Ford Escape Hybrid soll die Wende schaffen. Mehr als doppelt soweit wie der Ford-150 schafft es das „Ökomobil“ aus dem hause Ford in der Stadt.

(Nicht nur die Lifeguards in Malibu, auch Hillary Cinton und Barack Obama fahren einen Escape Hybrid)

General Motor Company

GM ist den Nostalgikern dank der unsagbar schönen Chevy Corvette oder dem Camaro einen Begriff. Aber auch die Pontiac GTO Reihe schaffte es in die Herzen der Muscle Car Fans. In der Neuzeit kam dann der Spritfresser HUMMER dazu. Mit dem Malibu und dem Tahoe hat GM immerhin schon zwei Hybride im Angebot. Trotzdem, sie passen nicht so recht zum Image: Chevy like a rock. Vielleicht hilft der Chevy Volt aus der Krise. Vielleicht kommt das rassige Elektroauto schon 2010. Eines ist auf jeden Fall klar. So müssen Elektroautos der Zukunft aussehen, damit sie auch von Leuten wie mir gekauft werden.

(Strom muss nicht langweilig sein. Concept Car Chevy Volt.)

Chrysler Corporation

Chrysler mit seinen Mark Dodge, Jeep und Chrysler ist nicht gerade für sparsame Auto berühmt. Ich selbst fahre einen 300 C Touring HEMI und kann ein Lied von 12 Litern auf 100 Kilometer singen. Nun, ich muss sagen, bei Chrysler sieht es düster aus. Erst im Herbst ist der erste Hybrid auf dem Markt. Der Chrysler Aspen, ein Van mit 5.7 L Hemi Motor und Elektroantrieb. Typisch Ami! Zumindest kriegen Chrysler Kunden in den USA bis dahin für die anderen Modelle eine Preisgarantie von 2.99 $ pro Gallone. Wenn die Autos schon nicht sparsam sind, dann zumindest das Benzin billiger erhalten als die andern.

(Der erste Chrysler Hybrid, der Aspen, kommt erst im Herbst)

Nun die Amis sind noch nicht richtig auf die hohen Benzinpreise vorbereitet. Wir Europäer sollten uns aber nicht zu früh freuen. Noch scheinen wir das Geld für Benzin verkraften zu können, aber bald schon ist auch bei uns Schluss. Dann werden wir sehen, was unsere Autobauer so zu bieten haben.

Laut Autoforschern gibt es im Jahr 2025 kein neues Fahrzeug mehr mit konventionellem Benzinmotor. Wir werden ja sehen…





Retro war gestern – heute herrscht Kubismus

2 07 2008

(Bereits als auf dem europäischen Markt. Homepage Daihatsu)

Ein Thema habe ich bisher hier noch nie angesprochen. Nach Sport meine zweite Leidenschaft: Automobile. Ich werde dies in Zukunft öfters tun. Dabei gehört meine Leidenschaft nicht nur den modernen Autos, sondern auch vor allem den Muscle Cars der 60er und 70er Jahre.

Nun angesichts der hohen Benzipreise macht es heute fast keinen Spass mehr, ein Auto für mehr als von A nach B zu benutzen. Trotzdem: Autos werden auch in Zukunft mehr als nur Fortbewegungsmittel sein.

Zurzeit fahre ich total auf kubische Autos ab. Ich bin noch nie in einem gesessen, aber rein optisch sind sie klar und kantig. Diese Fahrzeuge müssen im Alltag einfach auffallen. Der Daihatsu Materia ist bereits auf dem Markt erhältlich, und mit einfachem optionalen Originalzubehör zu einem „Hingucker“ par excellence auszustatten.

In den USA verkauft Toyota unter der Marke Scion schon lange ein kubisches Fahrzeug. Kein Wunder wurde es auch schon mannigfaltig getuned.

(Scion XB Tuning)

Ich bin der Meinung. Wenn schon Kleinwagen und wenn schon Benzin sparen, dann muss es ein Funmobil sein. Ein kubisches Auto ist dabei nicht nur eine Seltenheit auf Schweizer Strassen, es ist auch interessanter und günstiger als ein Mini. Denn Retro war gestern – heute herrscht der Kubismus.

Toyota scheint gemerkt zu haben, was in Zukunft zum Hype werden könnte. So gibt es bereits das kubische Auto der nächsten Generation als Concept Car. Hoffentlich bald in Produktion und hoffentlich bald auch in der Schweiz….

Übrigens: nicht nur kubische Auto schwappen von den USA als Trend langsam nach Europa. Schwarze Felgen und die Wiedergeburt von weiss als Wagenfarbe für das Auto sind die nächsten kommende Renner.