Paulo Sousa – eine mutige Wahl

29 05 2014

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Ich schicke es gleich voraus: die Wahl von Paulo Sousa zum neuen FCB-Trainer macht mich nicht euphorisch. Ja, der Mann hat aus der Ferne etwas Unsympathisches (Nachtrag vom 2.6.2014: In Natura hat er was SEHR Sympathisches, allerdings werden die Spieler sicher auch eine andere Seite kennenlernen). Ich kann zudem heute schon mit Bestimmtheit sagen, dass er seinen Dreijahresvertrag nicht erfüllen wird. Spielt er erfolgreiche, aber unattraktiven Fussball, dann wird er entlassen. Spielt er einen attraktiven, aber erfolglosen Fussball, wird er auch entlassen und spielt er erfolgreich und attraktiv, dann wechselt er als Trainer in eine andere Liga. Sei es wie es ist, die Wahl ist getroffen und nun gilt es nach vorne zu schauen.

Es ist allerdings kommunikativ nicht sehr geschickt, den Trainer jetzt zu kommunizieren und dann drei Zeitungstage zu warten, bis man dazu Stellung nimmt. Falls man kommunizieren musste, dann hätte man ohne Anwesenheit des Trainer bereits Stellung nehmen können, so lässt man das Feld für Spekulationen und Einschätzungen sehr lange offen, ohne es kommunikativ zu beeinflussen respektive das Agenda Setting in der Hand zu haben. Es wäre nicht verwunderlich, müsste Bernhard Heusler am Montag zuerst einnmal diverse Medienberichte kommentieren.

Was aber können wir vom Trainer erwarten? Wir können nur spekulieren, weil sich ja wie gesagt, niemand dazu äussert.

Auf jeden Fall einen Trainer, der als Spieler grosse Erfolge bei grossen Klubs gefeiert hat. Allerdings im Gegenzug kein Trainer, der schon in einer halbwegs europäische mithaltenden Liga als Trainer gearbeitet hat, auss der kurzen Abstecher zu den Queens Park Rangers gleich zu Beginn seiner Karriere. Er ist zwar Lateiner, man sollte aber keine Wunder im Umgang mit den Südamerikanern erwarten. Erstens ins Sousa Europäer und zweitens ist seine Muttersprache Portugisiesch und nicht Spanisch. Und da fängt schon das nächste Problem an: die Sprache. Sousa muss (und der Klub sollte diese auch einfordern) entweder einen Assistenztrainer engagieren, welcher perfekt Deutsch und perfekt Portugisiesch spricht oder dann Sousa in einen Deutsch Intensivkurs schicken. Pep Guardiola macht es vor, aber selbst ihn verstehen nicht alle bei den Bayern, Zweitsprache bleibt Zweitsprache.

Ich denke, am besten ist es, wenn wir vom Trainer n icht allzuviel erwarten. Er ist kein Schwergewicht, hat bisher keine prägenden Spuren hinterlassen, was auch an der mangelnde internationalen Bekanntheit der Lige (Ungarn, Israel) hängen mag, in welchen er trainierte und wird auf jeden Fall einen schweren Job antreten. Kurzum: Paulo Sousa ist eine mutige, sehr mutige Wahl.

 

 

 

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