Umbruch im und wegen Sommer

6 03 2014

Sportlich läuft die Suche nach dem Meister 2014 noch, aber der FCB muss und wird sich schon heute Gedanken darüber machen, wie die Mannschaft in der nächsten Saison aussehen wird. Sommer verlässt den FCB in Richtung Bundesliga, Streller ist und bleibt Alleinunterhalter im Sturm (wenn er denn seinen Vertrag erfüllt) und auch sonst können je nach Abschneiden der Schweizer Nationalmannschaft in Brasilien auch Stocker oder Schär ein Thema für ausländische Klubs werden.

Die Abwehr ist das kleinste Sorgenkind des FCB. Da wird man immer fündig. Schwieriger ist es ganz hinten und ganz vorne. Aber fangen wir hinten an: Wer wird Nachfolger von Sommer? Ich denke, es wäre an der Zeit, sich Gedanken zu machen, Diego Benaglio in die Schweiz zu holen, trotz Vertrag bis 2017 in Wolfsburg. Der Mann hat die 30 erreicht und Tochter Melija wird im September 4 Jahre alt. Da macht man sich langsam Gedanken über den Kindergarten und die baldige Einschulung (Fussballer sind ja auch nur Eltern). Was läge näher, einen Top-Goalie für vier Jahre zu verpflichten und ihm den Weg in die Heimat zu ebnen. Champions-League könnte er immer noch spielen und auch in der Meisterschaft wäre er gefordert, da gegen den FCB eh jeder sein Bestes gibt. Am Geld sollte es nicht scheitern. Damit wäre auch der Weg frei, um in dieser Zeit hinter dem erfahrenen Benaglio einen jungen Goalie aufzubauen. Nur mal so laut gedacht.

Erst 26 Jahre alt wird Ivan Rakitic in vier Tagen, aber wer gestern beim Freundschaftsspiel Schweiz-Kroatien dessen Freistösse in den Strafraum gesehen hat, weiss ohne grossen Fussballsachverstand, dass Rakitic der bessere Delgado ist. Lieber heute als morgen, sollten man den verlorenen Sohn zurückholen. Allerdings wird das weit schwieriger, denn wer kommt zurück in die Schweiz, wenn er in der Primera Division Kapitän seines Teams ist und das im besten Fussballalter. Trotzdem: Probieren und wenn nicht 2014 dann spätestens in zwei Jahren.

Schwieriger wird es, einen Streller Ersatz aufzubauen., kommt hinzu, dass hier die Zeit genau so drängt, wie in der Frage des Goalies. Der Zug mit Josip Drmic ist abgefahren und aus Schweizer Sicht zeigt sich keine vielversprechende Lösung. Hier muss die Hoffnung darauf gelegt werden, dass Chefscout Ruedi Zbinden, einen No-Name mit Knippser-Qualitäten aus dem Hut zaubert.

Es bleibt spannend!

 

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