Aadie Josef

1 02 2013

Die Nachricht von Raul Bobadillas Knieverletzung dominierte gestern und heute die Schlagzeilen. Dabei hat sich gestern beim FCB weit bewegenderes ereignet. Josef Zindel legt sein Amt als Pressechef des erfolgreichsten Schweizer Fussballclubs des vergangenen Jahrzehnts nieder. Es mag eine Randnotiz sein und seine Nachfolgerin wird die Lücke fachlich sicher schnell schliessen. Mit Josef Zindel tritt beim FCB aber nicht nur Fachwissen in die zweite Reihe (er bleibt dem FCB als Schreiberling erhalten), sondern ein Stück FCB. Josef Zindel lebte den Fussball, er lebte den FCB (und das, obwohl er kein Basler ist). Zindel, das waren Emotionen pur. Es gibt kaum ein Journalist, der bei Niederlagen oder unbequemen Fragen nicht mal Opfer des „aufbrausenden“ Josef wurde. Er stellte sich schützend vor die Spieler und den Club und blieb trotzdem ein herzensguter Mensch.

Als junger Sportjournalist war meine erste Begegnung mit Josef Zindel für ihn typisch. Er stritt sich während eines Spiels (damals noch bei der BaZ) auf der Journalistentribüne der alten Luzerner Allmend mit einem anderen Journalisten. Fast kam es zu Handgreiflichkeiten, wären andere nicht dazwischen gegangen. Aber so war Josef. Immer impulsiv, immer voll bei der Sache, was seiner Gesundheit in den letzten Jahren nicht immer zuträglich war. Noch kann man sich einen FCB ohne Zindel nicht vorstellen. Er gehört einfach dazu. Das Fussballleben geht weiter, aber Typen und Originale sterben langsam aus. Ich gönne es Josef Zindel, dass er sich in den kommenden Jahren wieder aufs Schreiben konzentrieren kann. In diesem Sinne wünsche ich ihm in seinem zweiten Leben als FCB-Angestellter alles Gute.

Spieler wie Bobadilla kommen und gehen. Sie sind verletzt und werden wieder gesund. Aber einen Josef Zindel gibt es nur einmal. Danke Josef!

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