Ein abruptes Ende – die Euro Krise

12 06 2008

(Die Schweiz steht im Regen)

Ja, ja… Es ist mal wieder so gekommen, wie es die grössten Pessimisten immer schon erwartet haben. Der Gastgeber ist nett, gibt sich Mühe und lässt den anderen den Vortritt. Schlimmer hätte es gar nicht kommen können, denn nun haben die Nörgler definitiv das Zepter übernommen. Das laue Wetter, der Misserfolg der Nati und das bisherige Ausbleiben der grossen Touristenströme lassen die Euro 2008 (noch) nicht in die Geschichte glorreicher Veranstaltungen eingehen. Täglich lesen wir neben den sportlichen Verlautbarungen auch andere Notizen.

Hatte man vor der Euro 2008 noch Angst vor Hooligans, so fürchtet man sich nur vor dem finanziellen Fiasko. Ob in der Schweiz oder in Österreich, Standbetreiber in den Fanzonen und in den Host-City laufen im roten Bereich. Noch ist keine Woche Fussball gespielt und die Ernüchterung ist bereits der Panik gewichen. Die Migros entlässt in Scharen angeheuerte Temporärangestellte für die Stände in Basel bereits vorzeitig und die täglich anfallenden Standmieten von alleine 40’000 CHF in Basel werden für die Migros zur Hypothek. Folgt jetzt nach der Immobilien-, der Banken- und Ölkrise die Euro-Krise?

Hoffentlich nicht. Noch haben wir zwei Wochen Zeit, dafür zu sorgen, dass die Euro zumindest unseren Gästen in guter Erinnerung bleibt. Ab nächster Woche wird es sportlich ernst. Die Entscheidungen rücken immer näher. Neue Woche, neues Glück. Die Schweizer Nati-Fussballer sind dann schon in den Ferien, während sich die Super-League Kicker auf die neue Saison vorbereiten, welche am 19. Juli beginnt. Die EM ein Randgeschehen für den aktiven Schweizer Fussballer. Noch aber gibt es ja den aktiven Schweizer Fan. Im Multikulti-Land Schweiz gibt es unzählige Möglichkeiten, wenn es um die Unterstützung anderer Fussballnationen geht.

Da wären die Portugiesen, die zwar einen schönen, aber oft auch theatralischen Fussball spielen. Oder die Italiener, von deren Hupkonzerten die Schweizer Städte bisher verschont blieben. Wie wäre es mit den Holländern, deren Fans sich jetzt schon in die Herzen der Schweizer gespielt haben oder doch die Franzosen, deren früherer Herrscher, die Schweiz erst den Bundesstaat zu verdanken hat? Nun, vielleicht halten wir schlussendlich auch mit den Deutschen. Deren Autos wir fahren, deren Fussballmeisterschaft wir fast so gut kennen wie die eigenen und deren Einwohner zu Tausenden in der Schweiz leben und arbeiten. Immerhin könnten wir so vielleicht noch ein „Sommermärchen light“ erleben. Und sollten es Jogi’s Jungs dann tatsächlich bis nach Wien schaffen, dann ist das nur der Schweiz zu verdanken. Obwohl sie möglicherweise kein einziges Spiel auf Schweizer Boden während dieser Euro machen werden, so haben sie zumindest ihre dauernden Aufenthalt im Tessin, genauer in Ascona. Nach Mallorca die zweite deutsche Enklave im Süden, wenn auch für betuchtere Gäste als Mallorca.

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